vergrößernverkleinern
Paul Pierce spielt bereits seit 1998 für die Boston Celtics © getty

Die gute Abwehrarbeit Bostons ist der Schlüssel zum Erfolg über Orlando. Die Magic schwächeln vor allem bei den Distanzwürfen.

Von Olaf Mehlhose

München/Orlando - Die Boston Celtics bleiben das Team der Stunde.

Im ersten Spiel der Finalserie im Osten hat sich der Rekordmeister mit 92:88 (41:32) bei den Orlando Magic durchgesetzt und geht dadurch in der Best-of-Seven-Serie mit 1:0 in Führung (DATENCENTER: Zweite Playoff-Runde).

Wie schon gegen die Cleveland Cavaliers überzeugten die Celtics durch eine geschlossene Team-Leistung.

Schlüssel zum Erfolg war die starke Defense des Meisters von 2008, die dem letztjährigen Finalisten nur eine Trefferquote von 41 Prozent erlaubte.

Orlandos Siegesserie gerissen

Vor allem bei Orlandos Drei-Punkte-Versuchen machte sich Bostons starke Defensivarbeit bemerkbar.

Das Team aus Florida traf nur fünf seiner 22 Würfe aus der Distanz.

Nach der fast einwöchigen Spielpause wirkte Orlando zu Beginn ein wenig eingerostet und drehte erst richtig auf, als es schon zu spät war. Für die Magic ging mit der ersten Playoff-Niederlage dieser Saison eine Siegesserie von vierzehn Spielen zu Ende.

"Wir respektieren uns"

Topscorer bei Boston war Ray Allen, der 25 Punkte erzielte. Außerdem schnappte sich der Shooting Guard sieben Rebounds und legte drei Mal für seine Team-Kollegen auf (SERVICE: Der Playoff-Baum).

Für den Erfolg in den Playoffs hatte Allen eine einfache Erklärung: "Es gab Abschnitte in der regulären Saison, in denen wir keine Geduld mehr miteinander hatten. Da haben wir uns gegenseitig beschuldigt", sagte Allen: "Aber wir respektieren uns und in den Playoffs treten wir wieder als Team auf."

Auch Pierce stark

Paul Pierce stand Allen in nichts nach. Befreit von der Last Superstar LeBron James zu verteidigen, schaltete sich der Small Forward immer wieder effektiv ins Angriffsspiel der Celtics ein.

Insgesamt gelangen Pierce 22 Punkte, neun Rebounds, fünf Assists und zwei Steals. Von seinen acht Wurfversuchen setzte der 32-Jährige nur zwei daneben.

Perkins verteidigt Howard

Neben Pierce und Allen überzeugten auch die weiteren Spieler der Starting Five. Rajon Rondo kam auf acht Assists, Kevin Garnett fing zwölf Rebounds.

Center Kendrick Perkins engte die Kreise von Dwight Howard ein und hielt den "Superman" bei 13 Punkten.

Zudem steuerte Rasheed Wallace 13 Punkte von der Bank bei.

Aufholjagd der Magic

Vor allem in den ersten drei Vierteln hatte Boston Orlando im Griff. Zwei Minuten vor dem Ende des dritten Spielabschnitts führten die Celtics mit 20 Punkten.

Doch angeführt von Vince Carter (23 Punkte) und Jameer Nelson (20) starteten die Magic im letzten Viertel eine Aufholjagd, die fast noch vom Erfolg gekrönt worden wäre 232005(DIASHOW: Zweite Playoff-Runde).

Nach einen absichtlich verworfenen Freiwurfs Carters, den Nelson eintippte, verkürzte Orlando acht Sekunden vor dem Ende der Partie auf 88:90.

Allen behält die Nerven

Aber das Team von Doc Rivers behielt die Nerven. Allen verwandelte im Gegenzug zwei Freiwürfe und brachte Boston außer Reichweite.

Kevin Garnett schnappte sich im Anschluss den verworfenen Drei-Punkte-Versuch von Rashard Lewis und der Sieg war in trockenen Tüchern.

Carter will reagieren

Allerdings hat sich das zweitbeste Team der regulären Saison keinesfalls aufgegeben:

"Ich glaube, das war der Weckruf, den wir gebraucht haben", sagte Carter: "Jetzt kommt es darauf an, wie wir reagieren."

Spiel zwei findet am Mittwoch (ab 2.30 Uhr LIVESCORES) in Orlando statt.

Zum Forum - hier mitdiskutieren!Zurück zur Startseite

teilentwitternE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel