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Kobe Bryant (r.) steuerte 40 Punkte für die Lakers bei © getty

Bryant und Co. lassen in eigener Halle überhaupt keine Zweifel an ihrer Favoritenrolle aufkommen und überrollen Phoenix.

Von Hardy Heuer

München ? Dank eines völlig losgelösten Kobe Bryant haben die Los Angeles Lakers in Spiel eins der Western-Conference-Finals den siebten Playoff-Sieg in Folge errungen.

In eigener Halle ließ der Titelverteidiger erst gar keine Zweifel über seine Favoritenrolle aufkommen und schlug die Phoenix Suns mit 128:107 (62:55). (DATENCENTER: Zweite Playoff-Runde)

Dabei profitierte das Hollywood-Team besonders in der zweiten Hälfte von der Treffsicherheit ihres Stars.

Bryant erzielte allein im dritten Viertel 21 seiner 40 Punkte und stellte somit die Weichen auf Sieg. "Ich würde sagen, er hat das Spiel auf seinen Schultern getragen", meinte Lakers-Coach Phil Jackson nach dem Spiel.

"Er ist der beste Scorer der Liga"

"Sie haben großartig gespielt. Das war eines der besten Spiele, das ich von ihnen in den diesjährigen Playoffs gesehen habe", lobte Suns-Trainer Alvin Gentry seinen Gegner.

Trotz seines lädierten rechten Knies ließ sich Kobe nichts anmerken und punktete nach Belieben.

"Er ist der beste Scorer der Liga", stellte Teamkollege Lamar Odom fest, der selber von der Bank kommend mit 19 Punkten und 19 Rebounds seine stärkste Playoff-Partie in der laufenden Saison ablieferte.

Bestwert für Odom

Für Odom waren die 19 Rebounds persönlicher Bestwert in seiner Playoff-Geschichte.

Die Suns, die noch 2006 und 2007 den Titelverteidiger eliminieren konnten, hatten dem Offensiv-Spektakel der Lakers nichts entgegenzusetzen. 232005(DIASHOW: Zweite Playoff-Runde)

"Wir haben alles versucht, aber wir haben zu wenig Würfe genommen und zu viele Fehler gemacht", versuchte sich Suns-Spielmacher Steve Nash in Erklärungen.

Reboundstarke Lakers

Ein Grund für die Niederlage sind auch die Größenunterschiede der Spieler. Mit diesem Problem musste sich die Mannschaft aus Arizona bereits in den Spielen gegen die Utah Jazz und die Oklahoma City Thunder auseinandersetzen.

Die Rebound-Statistik spricht mit 42:34 für die Lakers eine deutliche Sprache.

"Sie werden wahrscheinlich im weiteren Serien-Verlauf weiterhin größer aufgestellt sein als wir, deshalb müssen wir alles was möglich ist versuchen", meinte Nash, dessen Augenverletzung keine Behinderung darstellte.

"Ich habe sehr viel trainiert"

Zudem fabrizierte L.A. nur neun Turnover - damit blieben sie in dieser Statistik zum dritten Mal in Folge einstellig.

Im starken dritten Viertel zogen die Lakers endgültig davon, nachdem sie einen 13:2-Lauf hinlegten.

Bryant, der 13 von 23 Würfen aus dem Feld traf, inklusive drei Drei-Punkte-Würfen und elf versenkten Freiwürfen, sorgte schließlich für die 1:0-Führung. (SERVICE: Der Playoff-Baum)

"Ich war einfach aggressiv und habe mein Spiel gespielt. Ich habe während der Saison sehr viel trainiert", begründete der gefährlichste Postseason-Scorer der NBA-Geschichte seine Leistung.

"Kobe kontrollierte das ganze Spiel"

Für Bryant war es das sechste Spiel in Folge, in dem er 30 Punkte oder mehr erzielte. Im letzten Viertel nahm der 31-Jährige, der zudem sein elftes 40-Punkte-Spiel seiner Playoff-Karriere absolvierte, überwiegend auf der Bank Platz.

"Kobe kontrollierte das ganze Spiel. Wenn er seine Würfe so wie heute nimmt, dann kannst du nichts dagegen tun", erkannte Gentry die Leistung des Lakers-Star an.

Bei den Suns fehlte Nash die Unterstützung. Lediglich Power Forward Amare Stoudemire konnte mit seinen 23 Punkten noch etwas Positives beisteuern.

Bei den Lakers fügte sich der Spanier Pau Gasol mit 21 Punkten, vier Rebounds und fünf Assists neben Bryant und Odom ein.

Spiel zwei findet am Donnerstag (ab 3 Uhr LIVESCORES) erneut im Staples Center statt.

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