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Celtics' Rajon Rondo (l.) kam auf 25 Punkte und acht Assists © getty

Boston ist auf dem besten Wege, die Magic auszuschalten und in die Finals einzuziehen. Am Ende wird es nochmal richtig eng.

Von Hardy Heuer

München - Es ziehen dunkle Wolken über Orlando auf.

Nachdem bereits Spiel eins in eigener Halle verloren ging, setzte es erneut eine Pleite in der heimischen Amway Arena.

Mit 92:95 (51:53) mussten die Magic gegen die Boston Celtics eine knappe Heimniederlage hinnehmen. In der Serie der Conference Finals im Osten liegen sie damit bereits mit 0:2 hinten. (DATENCENTER: Zweite Playoff-Runde)

"Ich denke, wir werden wieder die Mannschaft vom Anfang der Saison. Die Mannschaft, die die Saison begonnen hat, war sehr gut", lobte Celtics-Coach Doc Rivers sein Team.

Pierce und Rondo stark

Mit Paul Pierce und Rajon Rondo hatten die Celtics die besten Spieler in ihren Reihen.

Während Pierce auf 28 Punkte, fünf Rebounds und fünf Assists kam, machte Rondo es nicht schlechter und verbuchte 25 Punkte, fünf Rebounds und acht Assists.

"Ich denke unsere Einstellung war die richtige, um der Intensität, die Orlando nach der Heimniederlage bringen würde, entgegenzuwirken", meinte Pierce.

"Unsere Fans werden uns nicht ausruhen lassen"

Die Celtics sind jetzt nur noch zwei Siege von den Playoff-Finals entfernt. Diese können sie in den nächsten beiden Spielen in eigener Halle verbuchen. (SERVICE: Der Playoff-Baum)

"Unsere Fans werden uns nicht ausruhen lassen. Das Einzige, was wir bisher erreicht haben, sind zwei Siege", warnte Pierce vor Überheblichkeit und drohte den Magic zudem mit einem Sweep: "Wir werden versuchen es in vier Spielen zu schaffen."

Orlando war bis zum Duell mit den Celtics 14 Spiele ungeschlagen, doch nun scheint der Einbruch gegen ein Team zu kommen, das bereits abgeschrieben wurde.

Magic finden Rhythmus

Die Celtics, die in der Saison viele Verletzungen plagten, was auch auf das Alter der Spieler zurückgeführt wurde, drehen wieder auf und könnten zum zweiten Mal in drei Jahren wieder in die Finals einziehen.

Allerdings war es ein hart erkämpfter Sieg. Mit elf Punkten Vorsprung ging der 17-malige NBA-Champion in das letzte Viertel und verspielte fast den sicher geglaubten Sieg.

Wie bereits in Spiel eins fanden die Magic erst spät ihren Rhythmus, doch dann legten sie mit einem 13:4-Lauf richtig los und verkürzten den Rückstand bei verbleibenden sechs Minuten auf 83:85.

KG und Pierce schlagen zurück

Vince Carter, der auf 16 Punkte kam, brachte die Magic sogar mit 90:89 in Führung. Doch dann schlugen die Celtics zurück.

Kevin Garnett, der mit zehn Punkten und neun Rebounds knapp an einem Double-Double vorbeischrammte, und Rondo trafen jeweils hintereinander. Nach einem Layup von Magics Spielmacher Jameer Nelson antwortete Pierce mit zwei Freiwürfen und brachte Boston mit drei Punkten in Front.

Teuer wurde es dann für die Magic, als Carter zwei Freiwürfe 31.9 Sekunden vor dem Ende daneben warf.

Carter patzt

"Ich vertrage Niederlagen nicht so einfach", erklärte Carter hinterher und haderte mit seinen Freiwürfen.

"Besonders, wenn du in einer Mannschaft wie dieser spielst, die mich in Position bringt und mir Wege zum Korb ermöglicht, darf es nicht passieren, dass ich zwei Freiwürfe in der Crunch-Time verfehle", nahm der Shooting Guard die Schuld auf sich.

Aber nicht nur Carter patzte, auch dem von der Bank kommenden J.J. Redick unterlief ein Missgeschick.

Fehler von Redick

Kurz vor Spielende dribbelte der 25-Jährige mit dem Ball bis zur Mittellinie, bevor er eine Auszeit nahm.

Dies kostete Orlando wichtige Sekunden und der anschließende Drei-Punkte-Wurf von Nelson verkam zu einem Airball.

"Dies hat den großen Unterschied gemacht. Wir haben am Ende einfach nicht den richtigen Spielzug gewählt", beklagte sich Magic-Coach Stan Van Gundy. Redick nahm die Schuld auf sich: "Ich habe einen Fehler gemacht. Es war mein Bock".

"Ich werde den Glauben nicht verlieren"

In Spiel drei (So., ab 2.30 Uhr LIVESCORES) muss Orlando nun unbedingt gewinnen, wollen sie noch eine Chance auf das Weiterkommen wahren. Orlandos Center Dwight Howard, der mit 30 Punkten und acht Rebounds eine ansprechende Leistung bot, gibt noch nicht auf.

"Ich werde den Glauben nicht verlieren. Und ich werde verhindern, dass meine Teamkollegen den Glauben verlieren", versuchte sich Howard in Durchhalteparolen.

Seine Gemütslage über die Niederlage konnte man jedoch bereits im Spiel erkennen, als er Pierce bei dessen Layup-Versuch hart am Kopf traf und mit einem Flagrant-Foul bestraft wurde. 238149(DIASHOW: Conference Finals)

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