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MATTHIAS GINTER (ab 90.): Kommt für seinen verletzten Dortmunder Teamkollegen noch zu einem Kurzeinsatz. Ohne Bewertung
Kobe Bryant wurde in der letzten Saison zum Final-MVP gewählt © getty

Nach dem zweiten Sieg gegen die Suns freut sich der Anhang bereits aufs Endspiel. Gasol ist Topscorer, auch Bryant glänzt.

Von Olaf Mehlhose

München/Los Angeles - Die Fans der Los Angeles Lakers denken bereits an das große Finale.

Durch einen 124:112 (65:56)-Erfolg über die Phoenix Suns sind die Lakers in der Finalserie der Western-Conference-Finals mit 2:0 in Führung gegangen. (DATENCENTER: Dritte Playoff-Runde)

Allerdings zeigten sich die Suns gegenüber Spiel 1, das sie mit einer Differenz von 21 Punkten verloren hatten, stark verbessert.

Das nächste Duell findet am Montag (ab 2.30 Uhr LIVESCORES) erstmalig in Phoenix statt.

Fans wollen Boston

Das Publikum in Los Angeles beschäftigt sich nach den überzeugenden Auftritten seines Teams schon mit einen möglichen Finalgegner.

In den letzten Minuten der Partie schallte es lautstark "We want Boston" von den Rängen.

Gasol sorgt für die Entscheidung

Bester Werfer der Lakers war Forward Pau Gasol, der 14 seiner 29 Punkte im letzten Viertel erzielte und damit maßgeblichen Anteil am Triumph des Champions hatte.

Gasol unterstrich zudem mit neun Rebounds fünf Assists, zwei Blocks und einem Steal seine Vielseitigkeit.

"Wir können mithalten"

Ausschlaggebend für den Erfolg sei die Fähigkeit seines Teams, sich dem Spiel der Suns anzupassen, sagte Lakers-Coach Phil Jackson: 232005(DIASHOW: Zweite Playoff-Runde)

"Wir sind gut, wenn wir das Tempo kontrollieren, aber wir können auch bei ihrem schnellen Spiel mithalten."

Bryant als Vorbereiter

Mit 21 Zählern endete für Kobe Bryant eine Serie von sechs aufeinanderfolgenden Spielen, in denen er mindestens 30 Punkte erzielt hatte.

Die "Black Mamba" glänzte diesmal vor allem als Vorbereiter. Im Schlussabschnitt setzte Bryant Gasol gleich zwei mal mit exzellenten Anspielen in Szene.

Der 31-Jährige stellte mit 13 Assists eine Karriere-Bestleistung für die Playoffs auf - seit "Magic" Johnson (1996) war in der Postseason keinem Lakers-Spieler mehr ein solcher Wert gelungen.

Comeback im dritten Viertel

Angeführt von Grant Hill (23) und Topscorer Jason Richardson (27), die 14 beziehungsweise 12 Zähler markierten, hatten die Suns zum Ende des dritten Viertels zum 90:90 ausgeglichen. (SERVICE: Der Playoff-Baum)

Die Entscheidung fiel nach drei Minuten des Schlussabschnitts, als der Titelverteidiger mit einem 9:0-Run auf 107:96 davonzog und den Vorsprung bis zur Schlusssirene verteidigte.

Nash kritisiert Defense

Steve Nash sah den Grund für die Niederlage in der Defensivleistung seines Teams.

"Wir haben genug Punkte gemacht, aber mehr als 120 Punkte machen zu müssen, ist zu viel für unsere Offense", erklärte der Point Guard, der auf elf Punkte und 15 Assists kam: "Wenn wir sie schlagen wollen, müssen wir einen Weg finden, sie zu stoppen."

Odom kontert Stoudemire

Neben Bryant und Gasol bestätigte bei den Lakers Lamar Odom seine derzeitige Topform. Dem Forward gelang das zweite Double-Double (17 Punkte, 11 Rebounds) in Folge.

Für Odom war es bereits das siebte Double-Double, das er in Playoff-Spielen von der Bank beisteuerte - Bestwert unter aktiven NBA-Spielern.

Dabei ließ sich der 30-jährige Forward auch durch Äußerungen Amare Stoudemires, der Odoms Leistung in Spiel 1 als "Glück" bezeichnet hatte, nicht beeindrucken. Stoudemire, der von den Lakers-Fans gnadenlos ausgebuht wurde, verbuchte 18 Punkte und sechs Rebounds.

Dudley trifft fünf von fünf

Phoenix zeigte sich im Gegensatz zu Spiel eins vor allem aus der Distanz verbessert. Die Suns verwandelten zehn ihrer 24 Versuche jenseits der drei Punkte Linie, beim letzten Aufeinandertreffen waren es noch fünf von 22 gewesen.

Dabei zeigte vor allem Forward Jared Dudley ein sicheres Händchen. Bevor das sechste Foul gegen den 24-Jährigen verhängt wurde, traf er alle seine fünf Würfe von "Downtown".

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