vergrößernverkleinern
Amare Stoudemire (l.) spielt seit 2002 für die Phoenix Suns © getty

Mit 42 Punkten erwischt der Forward einen Sahnetag. Das zweite Viertel bringt Phoenix auf Kurs und wahrt die Chance aufs Finale.

Von Ingo Weber

Phoenix/München - Die Phoenix Suns haben in den Conference Finals gegen die L.A. Lakers auf 1:2 verkürzt. (SERVICE: Der Playoff-Baum)

Dank eines überragenden Amare Stoudemire gewann der West-Dritte der Hauptrunde Spiel 3 im US Airways Center mit 118:109 (54:47) und wahrte damit seine Chancen auf die Finalteilnahme. (DATENCENTER: Dritte Playoff-Runde)

Der Power Forward erwischte einen Traumtag, erzielte 42 Punkte und konnte mit insgesamt elf Rebounds einen wichtigen Beitrag zum Sieg seines Teams leisten.

"Habe eine Antwort gegeben"

Nachdem der All-Star wegen seiner Leistungen in den ersten beiden Duellen mit dem Titelverteidiger kritisiert worden war, ließ er mit einer Playoff-Karrierebestleistung Taten folgen. 232005(DIASHOW: Zweite Playoff-Runde)

"Man sollte nie den Fehler machen, meinen Einsatz und meine Entschlossenheit in Frage zu stellen. Heute habe ich die Antwort darauf gegeben", sagte Stoudemire nach seiner Gala-Vorstellung.

Double-Double für Nash

Neben dem Forward wusste bei den Suns Steve Nash zu überzeugen. Der Point Guard steuerte ein Double-Double (17 Punkte, 15 Assists) bei.

Nach einem Zusammenprall mit Derek Fisher brach sich Nash im Schlussviertel offenbar die Nase. Genauere Informationen werden Untersuchungen am Montag bringen.

Auch Center Robin Lopez (20 Zähler) und Guard Jason Richardson (19) lieferten für Phoenix zweistellige Werte ab. Einen großen Vorteil erarbeiteten sich die Suns vor allem von der Freiwurflinie.

Phoenix trat 42 Mal zum Strafwurf an, die Lakers nur 20 Mal. Auch die Turnover-Statistik sprach für die Suns. Während Los Angeles 17 Ballverluste verzeichnete, waren es bei Nash und Co. nur deren sieben.

Bryant mit 36 Punkten

Lakers-Superstar Kobe Bryant fand nach einem durchschnittlichen zweiten Spiel wieder zu seiner alten Leistung und war mit 36 Punkten und elf Assists bester Werfer seines Teams.

Auch Pau Gasol (23 Punkte), Derek Fisher (18) und Ron Artest (12) traten bei L.A. positiv in Erscheinung.

Dagegen kämpfte Lakers-Coach Phil Jackson mit großen Problemen auf der Center-Position. Andrew Bynum stand nur acht Minuten auf dem Parkett, Ersatzmann Josh Powell sogar nur eine Minute.

Spiel 4 ohne Bynum?

Bynum plagt sich weiterhin mit Schmerzen im rechten Knie herum. Jackson äußerte, dass er ihm in Spiel vier vielleicht eine Pause gönne: "Ich werde mit ihm reden und sehen, wie er sich fühlt. Doch heute war er uneffektiv, und jeder konnte sehen, dass ihn etwas belastet."

Nachdem die Lakers in den ersten beiden Spielen der Best-of-Seven-Serie eine Trefferquote von 58 Prozent verzeichnet hatten, kamen sie diesmal nur auf 48.

Nur zu Beginn der Partie behielten die Gäste aus Los Angeles die Oberhand, ehe die Suns das zweite Viertel mit 25:15 für sich entschieden und in der Folge das Zepter nicht mehr aus der Hand gaben.

11:2-Lauf bringt Entscheidung

Die Lakers gingen zwar im Schlussviertel noch einmal mit 90:89 in Führung, doch ein 11:2-Lauf ließ Phoenix vorentscheidend und uneinholbar auf 100:92 davon ziehen.

"Die Suns haben den Korb heute richtig attackiert und 42 Fouls gezogen. Außerdem erwischten Stoudemire und Lopez eine ganz starke Nacht", fand Jackson Gründe für die Niederlage seines Teams.

Stoudemire traf zehn seiner zwölf Würfe im zweiten Spielabschnitt, erzielte 16 Punkte im dritten und 13 im vierten Viertel.

Odom lobt Stoudemire

"Er wusste, dass er in L.A. nicht gut gespielt hat", begründete Suns-Coach Alvin Gentry die Steigerung seines Power Forwards.

Auch die Konkurrenz musste Stoudemires Leistung anerkennen. "Er hat ein ganz starkes Spiel gemacht", sagte Lamar Odom. Spiel vier findet in der Nacht auf Mittwoch (ab 3 Uhr LIVESCORES) erneut in Phoenix statt.

Zum Forum - hier mitdiskutieren!Zurück zur Startseite

teilentwitternteilenE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel