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MATTHIAS GINTER (ab 90.): Kommt für seinen verletzten Dortmunder Teamkollegen noch zu einem Kurzeinsatz. Ohne Bewertung
Dwight Howard (l.) wurde in dieser Saison zum besten Defensiv-Spieler der Liga gewählt © getty

Orlando wendet in Boston in der Overtime das Aus ab und verkürzt auf 1:3. Dwight Howard legt ein mächtiges Double-Double hin.

Von Ingo Weber

München - Die Orlando Magic haben das Aus in den Conference Finals gegen die Boston Celtics vorerst abgewendet und in der Best-of-Seven-Serie auf 1:3 verkürzt.

In Boston gewann der Ost-Zweite der Hauptrunde mit 96:92 (51:47, 86:86) nach Verlängerung und vermied damit den drohenden Sweep. (DATENCENTER: Zweite Playoff-Runde)

Dwight Howard hatte mit einem mächtigen Double-Double (32 Punkte, 16 Rebounds) entscheidenden Anteil am Erfolg.

"Wir wussten, dass wir mit 0:3 im Rückstand liegen, und wir wollten noch nicht in den Urlaub. Jameer Nelson und ich haben das Team heute zum Sieg geführt", sagte der "Superman" nach seiner Gala-Vorstellung.

Nelson glänzt in der Overtime

Nelson kam auf 23 Punkte und versenkte in der Verlängerung zwei wichtige Treffer aus der Dreierdistanz. Auch Rashard Lewis (13 Zähler), Bankspieler J.J. Redick (12) und Small Forward Matt Barnes (10) punkteten zweistellig.

Einzig Vince Carter erwischte bei Orlando einen ganz schwachen Abend, traf nur einen seiner neun Versuche aus dem Feld und kam auf magere drei Punkte. 238149(DIASHOW: Conference Finals)

Van Gundy spuckt große Töne

Der Weg ins Finale ist für das Team von Stan Van Gundy noch weit, doch der Trainer spuckte nach dem Spiel große Töne: "Ich weiß, dass es noch kein Klub geschafft hat, einen 0:3-Rückstand noch zu drehen. Aber irgendwann ist immer das erste Mal." (SERVICE: Der Playoff-Baum)

Vielleicht inspirierte ihn auch der Geist der Philadelphia Flyers zu dieser Aussage, denn die Flyers feierten in der NHL gegen die Boston Bruins einen 4:3-Erfolg, nachdem man bereits mit 0:3 im Rückstand gelegen hatte.

Zufällig durften sich die Magic im selben Umkleideraum auf Spiel 4 vorbereiten, in dem Philadelphia zu seinem unglaublichen Comeback startete - Sportler sind ja durchaus abergläubisch.

Double-Double für Pierce

Bei den Celtics überzeugten Paul Pierce (32 Zähler, 11 Rebounds) und Kevin Garnett (14 Punkte, 12 Rebounds) mit je einem Double-Double.

Ray Allen rundete den starken Auftritt der "Big Three" mit 22 Zählern ab. Doch vom Rest des Teams kam diesmal zu wenig.

Rajon Rondo erzielte neun Punkte und traf nur drei von zehn Würfen aus dem Feld. Auch Glen Davis, der in Spiel 3 groß aufspielte, steuerte in 26 Minuten Spielzeit nur sechs Zähler bei.

"Kein Grund zur Panik"

"Wir haben eine große Chance liegen lassen. Es ist kein Grund in Panik zu verfallen, wir sind immer noch in einer guten Position. Aber wir müssen aufpassen", richtete Allen einen Appell an seine Celtics-Kollegen.

Orlando eröffnete Spiel 4 mit der höchsten Punktezahl, die das Team aus Florida in der Serie gegen die "Kelten" in einem Viertel bislang erzielen konnte, und lag nach den ersten zwölf Minuten mit 31:26 vorne.

Im zweiten Viertel bauten die Magic den Vorsprung sogar auf zehn Punkte aus, bevor Boston bis zur Halbzeit wieder auf vier Zähler heran kam.

Zweieinhalb Minuten vor dem Ende sah der Titelverteidiger der Eastern Conference beim Stande von 85:78 wie der sichere Sieger aus.

Celtics erzwingen Verlängerung

Doch die Celtics holten acht der letzten neun Punkte im Spiel und erzwangen die Overtime. In der Verlängerung sorgte Nelson mit zwei Dreiern binnen einer Minute für die Vorentscheidung.

Die Magic ließen damit auch die "Beat L.A."-Rufe der Celtics-Fans aus Spiel 3 verstummen. "Ich bin mir sicher, dass die Spieler das gehört haben und weiß nicht, ob sie schon an die Lakers gedacht haben. Wir haben nicht gut gespielt und ich hoffe, dass das nicht der Grund dafür war", zeigte sich Bostons Coach Doc Rivers nach der Pleite verärgert.

Spiel 5 findet in der Nacht auf Donnerstag (ab 2.30 Uhr LIVESCORES) in Orlando statt.

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