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Die Bankspieler der Suns bejubeln den 2:2-Ausgleich gegen die Lakers © getty

Drei Ersatzspieler der Suns punkten in Spiel 4 zweistellig, vor allem bei Center Channing Frye platzt der Knoten.

Von Ingo Weber

Phoenix/München - Die Phoenix Suns lassen nicht locker und haben in den Conference Finals gegen die Los Angeles Lakers den 2:2-Ausgleich hergestellt.

Der West-Dritte der Hauptrunde gewann Spiel 4 im heimischen US Airways Center mit 115:106 (64:55) und sorgte dafür, dass die Serie am Samstag noch einmal nach Phoenix zurückkehren wird. (DATENCENTER: Dritte Playoff-Runde)

Die bessere Bank gab den Ausschlag zu Gunsten der Suns. 54 Punkte lieferte die Reserve ab und damit 34 mehr als die Ersatzspieler des Titelverteidigers.

Frye bekommt längste Einsatzzeit

Mit Channing Frye (14 Zähler), Leandro Barbosa (14) und Jared Dudley (11) punkteten gleich drei Bankspieler der Suns zweistellig.

Auch Goran Dragic spielte sich mit acht Punkten und acht Assists in 18 Minuten Spielzeit in den Vordergrund. Frye stand mit 35 Minuten sogar länger auf dem Parkett als jeder Spieler der Suns-Starting-Five.

"Wir arbeiten jeden Tag sehr hart an uns. Wir wussten, dass wir in der Serie noch einmal eine wichtige Rolle spielen würden", erklärte Dudley die überragende Vorstellung der zweiten Garde.

Reserve sorgt für Vorentscheidung

Suns-Coach Alvin Gentry ließ alle fünf Reservisten für fast neun Minuten des Schlussviertels auf dem Feld und sie sorgten für einen vorentscheidenden 18:3-Lauf, auf den die Lakers keine Antwort mehr wussten. 232005(DIASHOW: Zweite Playoff-Runde)

"Ich habe immer an diese Jungs geglaubt. Heute Abend haben sie gezeigt, was in ihnen steckt", lobte Gentry.

Bester Werfer bei Phoenix war Amare Stoudemire mit 21 Punkten. Steve Nash kam auf 15 Zähler, traf aber nur drei seiner elf Versuche aus dem Feld.

Auch eine bärenstarke Leistung von Kobe Bryant verhinderte die Niederlage seines Teams nicht.

Bryant mit 38 Punkten

Der All-Star erzielte ein mächtiges Double-Double (38 Zähler, 10 Assists) und damit in acht der letzten neun Spielen über 30 Punkte.

Neben Bryant wusste Lamar Odom mit 15 Punkten und zehn Rebounds zu überzeugen. Pau Gasol (15 Zähler), Ron Artest (13) und Andrew Bynum (12) lieferten ebenso zweistellige Werte ab.

"Phoenix hat eine großartige Bank", kannte Bryant den Grund für die zweite Lakers-Pleite in Folge. (SERVICE: Der Playoff-Baum)

Gerade Frye steigerte sich im Vergleich zu den ersten drei Duellen der Serie gewaltig. Bis zu Spiel 4 traf der Center nur einen seiner 21 Würfe aus dem Feld und vergeigte 18 in Serie.

Stark aus der Dreierdistanz

Mit einem Dreier Mitte des zweiten Viertels kam Frye ins Rollen und ließ bis zum Ende der Partie drei weitere folgen. Insgesamt trafen die Bankspieler der Suns neun von 20 Versuchen aus der Dreierdistanz.

Lakers-Coach Phil Jackson fand einen weiteren Grund dafür, dass sein Team trotz guter Trefferquoten beide Spiele in Phoenix verlor: "Die Suns haben uns jeweils an der Freiwurflinie geschlagen. Das hat den Unterschied ausgemacht."

In der Tat durften Nash und Co. in zwei Begegnungen 41 Mal mehr an die Linie als der Titel-Topfavorit.

L.A. verspielt Führung

Nachdem das erste Viertel noch ausgeglichen verlief, setzte sich der Gastgeber in den zweiten zwölf Minuten mit neun Punkten ab.

Los Angeles schlug im dritten Abschnitt zurück und ging im Schlussviertel sogar mit 87:85 in Front. Dann zeigten die Suns, wie Bank geht.

Spiel 5 findet in der Nacht auf Freitag (ab 3 Uhr LIVESCORES) in L.A. statt.

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