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Ray Allen (l., mit Rondo) kam in 42 Minuten auf dem Feld auf nur neun Punkte © getty

Zwei Gehirnerschütterungen und eine Sperre: Die Niederlage in Spiel fünf gegen Orlando ist für die Boston Celtics nur schwer zu verdauen.

Von Jessica Pulter

München - Für die Boston Celtics kommt es knüppeldick.

Das Team aus Massachussetts kassierte nicht nur in Spiel 5 der Eastern-Conference-Finals eine deftige 92:113-Klatsche bei den Orlando Magic, den Celtics drohen auch die "langen Kerls" auszugehen.

Glen Davis und Marquis Daniels könnten in Spiel sechs in der Nacht auf Samstag (ab 2.30 Uhr LIVESCORES) mit Gehirnerschütterung ausfallen. Kendrick Perkins kassierte sein siebtes Technische Foul in den Playoffs, und sollte die NBA die Entscheidung nicht revidieren, dann müsste er in der kommenden Partie pausieren.

Keine leichte Aufgabe für Bostons Trainer Doc Rivers, denn sein Team führt in der Best-of-Seven-Serie noch mit 3:2, doch das Momentum ist nach zwei Siegen in Folge auf Seiten der Magic. 238149(DIASHOW: Conference Finals)

Größenvorteil bei Orlando

"Das bereitet mir keine Sorgen", erklärte Rivers. "Ich gerate nicht in Panik. So läuft es im Basketball nun mal. Man darf sich von so einer Niederlage nicht umhauen lassen, sondern muss für seine Mannschaftskollegen da sein. Und das werden wir tun."

Allerdings drohen mit Davis und Perkins gleich zwei über zwei Meter große Spieler auszufallen, in der Verteidigung gegen Orlandos Superstar Howard ein deutlicher Nachteil.

Diskussionen um Perkins

Dabei schmerzt vor allem die Sperre von Perkins, denn die beiden Technischen Fouls waren ziemlich unnötig.

Während das erste Foul auf eine Undiszipliniertheit Perkins im Gerangel mit Orlandos Marcin Gortat im zweiten Viertel zurückging, sorgte vor allem Foul Nummer zwei für Diskussionsstoff.

Keine 100 Sekunden nach dem ersten Pfiff schickten die Schiedsrichter Perkins vom Platz, da er ihrer Meinung nach zu deutlich zeigte, mit einer Entscheidung der Unparteiischen nicht einverstanden zu sein. (SERVICE: Der Playoff-Baum)

"Keines der beiden Fouls verdient"

Allerdings hatte sich der Center nicht wirklich lauthals beschwert, das Technische Foul gegen ihn war vielleicht eine Spur zu hart.

Dieser Meinung ist auch sein Trainer. "Ich glaube, er hat keines der beiden Fouls verdient gehabt. Trotzdem hat er sie gekriegt", meinte Rivers.

Perkins wurde vom Spiel ausgeschlossen und muss nun hoffen, dass die NBA zumindest eines der Fouls zurücknimmt. (DATENCENTER: Dritte Playoff-Runde)

Davis kippt um

Völlig offen sind noch die Gesundheitszustände von Davis und Daniels.

Davis bekam im dritten Viertel im Luftkampf mit Dwight Howard den Ellenbogen des Centers zu spüren. Der 24-Jährige wollte erst weiterspielen, doch nach ein paar Schritten kippte Davis nach vorne über und viel Schiedsrichter Joey Crawford in die Arme.

Nicht viel besser erging es Daniels, den ebenfalls ein Ellenbogen umhaute. Daniels musste mit Schwindelgefühlen vom Platz.

"Ich weiß nicht, welche Tests Davis überhaupt absolvieren kann, denn die Hälfte der Zeit ist ihm schwindelig", meinte ein besorgter Rivers.

Aufgeben oder weiterkämpfen

Die Magic wollen dagegen den Rückenwind nutzen, um erstmals in der NBA-Geschichte ein 0:3 in ein 4:3 zu verwandeln, und dafür greift Coach Stan Van Gundy auch auf mentale Trainingsmethoden zurück.

"Wir haben uns immer wieder die Videos der Spiele angeschaut und gesehen, wie die Celtics den Bällen nachgehen und miteinander spielen", erzählte Howard.

"Da blieb uns nur die Wahl aufzugeben oder weiterzukämpfen. Da hat sich jeder dazu verschrieben, weiter hart zu arbeiten und aneinander zu glauben."

Mit dieser Einstellung könnten die Magic den Celtics in Spiel sechs den nächsten Schlag versetzen, damit der K.o. in Spiel sieben möglich wird.

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