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Ron Artest erzielt in Spiel 5 vier Punkte und greift sich zusätzlich drei Steals © getty

Das Enfant terrible entscheidet Spiel 5 in der Schlusssekunde. Bryant ist Topscorer bei L.A., bei Phoenix trumpft Nash auf.

Von Olaf Mehlhose

München/Los Angeles - Die Entscheidung fällt buchstäblich in letzter Sekunde.

Es sind noch 3,5 Sekunden zu spielen. Jason Richardson hat just mit einem Drei-Punkte-Wurf für die Phoenix Suns zum 101:101 ausgeglichen (DATENCENTER: Dritte Playoff-Runde).

Der Einwurf der Los Angeles Lakers kommt zu Go-to-Guy Kobe Bryant, dem in dieser Spielzeit bereits sechs spielentscheidende Würfe gelangen.

Gegen die Zwei-Mann-Deckung der Suns muss Bryant aus ungünstiger Position abschließen - Airball.

Doch Ron Artest ist da: Der Lakers-Forward schnappt sich den zu kurz geratenen Wurf und schafft es irgendwie, den Ball im Korb der Suns unterzubringen.

Lakers brauchen noch einen Sieg

Durch den 103:101 (53:45)-Erfolg gehen die Lakers in den west-Finals mit 3:2 in Führung und holen sich damit zwei Matchbälle.

Spiel 6 findet in der Nacht auf Sonntag (ab 3.00 Uhr LIVESCORES) in Phoenix statt.

Bryant verpasst Triple-Double

Neben Bryant, der mit 30 Punkten, elf Rebounds, neun Assists und vier Blocks erneut seine Extraklasse unterstrich, überzeugten in den Reihen der Lakers noch Point Guard Derek Fisher (22 Punkte) und Forward Pau Gasol (21) 238149(DIASHOW: Dritte Playoff-Runde).

Lamar Odom (17 Zähler, 13 Rebounds) verbuchte bereits sein viertes Double-Double in den Playoffs.

Jackson lobt Artest

Mit Artest wurde aber gerade der Akteur zum Matchwinner, dem zuvor in der Offensive so gut wie gar nichts gelungen war.

Der 30-Jährige kam auf vier Punkte und versenkte nur zwei von neun Würfen.

"Er hat ein außerordentliches Talent dafür, in den entscheidenden Situation da zu sein", lobte Coach Phil Jackson den Defensiv-Spezialisten, mit dem er in der regulären Spielzeit wegen seines Schuhwerks und seiner Twitter-Aktivitäten aneinadergeraten war.

Starke Defense

Im Gegensatz zu den beiden verloren gegangenen Spielen beim Team aus Arizona warteten die Lakers mit ihrer besten Defensiv-Leistung der Finalserie auf (SERVICE: Der Playoff-Baum).

Der Vorjahres-Champion hielt die Suns bei einer Wurfquote von 47 Prozent und erzwang 15 Turnover, unter den Brettern warfen die Lakers ihren Größenvorteil in die Waagschale und setzten sich mit 49:40 Rebounds durch.

18-Punkte-Führung im dritten Viertel

Nach einem durchwachsenen Start setzte sich Los Angeles mit einem 21:4-Run vom ersten bis ins zweite Viertel auf 41:25 ab.

Zur Halbzeit betrug die Führung (53:45) acht Punkte.

In der zweiten Hälfte sahen die Kalifornier schon wie der sichere Sieger aus: Vier Minuten vor dem Ende des dritten Viertels stand es 74:56.

Suns schaffen den Ausgleich

Doch die Suns gaben sich noch nicht geschlagen. Angeführt von Steve Nash (29 Punkte, 11 Assists) kämpfte sich das Team von Alvin Gentry wieder heran.

Dank zweier verworfener Sprungwürfe von Artest bot sich Phoenix bei Stand vom 98:101 sogar noch einmal die Chance zum Ausgleich.

Und tatsächlich: Nachdem Nash und er selbst je einmal mit einem Dreier gescheitert waren, stellte Richardson im dritten Nachfassen den vielumjubelten Gleichstand her: Alles deutete auf eine Verlängerung hin.

Aber dann schlug die Stunde von Artest.

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