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Paul Pierce erzielte in der Serie gegen Orlando durchschnittlich 24,3 Punkte pro Spiel © getty

Paul Pierce ist in Spiel 6 der Sieggarant für die Celtics. Rondos Backup trumpft auf. Howard gelingt ein Double-Double.

Von Olaf Mehlhose

München/Boston - Das Wunder ist ausgeblieben.

Durch einen 94:82 (55:42)-Erfolg über die Orlando Magic haben die Boston Celtics die Finalserie im Osten mit 4:2 zu ihren Gunsten entschieden und sich gleichzeitig für die Zweitrunden-Niederlage im Vorjahr revanchiert.

Damit steht der 17-malige Titelträger als erster Finalist fest und wartet nun auf seinen Endspielgegner, der zwischen den Los Angeles Lakers und den Phoenix Suns (ab 2.30 Uhr LIVESCORES) ermittelt wird.

Orlando dagegen verpasste es als erstes Team der NBA-Geschichte, nach einem 0:3-Rückstand noch die Wende zu schaffen. 242566(DIASHOW: Comebacks nach 0:3)

"Starting Five hat noch nie verloren"

Dass mit dem Erreichen des Finales für den Meister von 2008 noch nicht Schluss ist, deutete Doc Rivers bereits nach der Partie an.

"Diese Starting Five hat noch nie eine Serie verloren", sagte der Celtics-Coach: "Mit diesem Glauben sind wir in die Saison gegangen, und daran glauben wir immer noch." 238149(DIASHOW: Conference Finals)

Wegen einer Knieverletzung hatte Kevin Garnett beim letztjährigen Playoff-Aus gegen Orlando passen müssen.

"The Truth" nicht zu stoppen

Vor allem Paul Pierce bekamen die Magic über die gesamte Spielzeit nicht in den Griff. Der 32-Jährige Forward erreichte 31 Punkte, 13 Rebounds und fünf Assists. (DATENCENTER: Dritte Playoff-Runde)

Da auch Ray Allen (20), Rajon Rondo (14), Nate Robinson (13) und Garnett (10) zweistellig punkteten, geriet der Erfolg des Rekordmeisters eigentlich nie in Gefahr.

13 Punkte in acht Minuten

Insbesondere der in den Playoffs bisher kaum berücksichtigte Point Guard Robinson erwischte einen Klassetag.

Der dreimalige Slam-Dunk-Champion sprang im zweiten Viertel für den leicht angeschlagenen Rondo in die Bresche.

In gerade mal achteinhalb Minuten verbuchte Robinson 13 Punkte, einen Assist und einen Steal. Zusätzlich nahm er Orlandos Point Guard Jameer Nelson mit aggressiver Verteidigung fast vollkommen aus dem Spiel.

"Robinson war großartig"

Dank "Nate the Great" baute Boston den Vorsprung zwischenzeitlich auf 21 Punkte aus.

"Nate Robinson war großartig in der ersten Hälfte", sagte Orlandos Coach Stan van Gundy: "Er hat sie richtig nach vorne gebracht."

Ungefährdeter Triumph

Auch in der zweiten Hälfte geriet der Erfolg der Celtics nie ernsthaft in Gefahr.

Nach zwei aufeinanderfolgenden Dreiern von Allen zu Beginn des dritten Viertels betrug die Führung bis zur Schlussminute immer mindestens 14 Punkte. (SERVICE: Der Playoff-Baum)

Und da feierten Pierce und Co. bereits an der Seitenlinie.

Top-Teams ausgeschaltet

Im Gegensatz zu den beiden verloren gegangenen Spielen gelang es Boston diesmal, die Kreise von Orlandos Distanzschützen einzuengen.

Das Team aus Florida traf nur sechs seiner 22 Würfe von jenseits der Drei-Punkte-Linie.

Bei Orlando hielten Dwight Howard (28 Punkte, 12 Rebounds) und Vince Carter (17 Punte, 7 Rebounds) noch am ehesten dagegen. Der zuletzt überragende Nelson kam nur auf elf Punkte.

Mit den Cleveland Cavaliers und den Orlando Magic hat Boston nun die beiden Top-Teams der abgelaufenen Saison ausgeschaltet.

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