vergrößernverkleinern
Kobe Bryant (l.) gewann mit den L.A. Lakers bislang vier Mal den NBA-Titel © getty

Der Superstar hat entscheidenden Anteil am Triumph über die Suns und zieht in einer Statistik mit Kareem Abdul-Jabbar gleich.

Von Ingo Weber

München/Phoenix - Die L.A. Lakers haben die Best-of-Seven-Serie gegen die Phoenix Suns mit 4:2 für sich entschieden. (SERVICE: Der Playoff-Baum)

Der Titelverteidiger gewann Spiel 6 im US Airways Center mit 111:103 (65:53) und folgte den Boston Celtics ins Finale um den NBA-Titel. (DATENCENTER: Dritte Playoff-Runde)

Angeführt vom erneut überragenden Kobe Bryant buchten die Lakers die dritten Finals in Serie. Der Shooting Guard kam auf 37 Zähler, neun davon erzielte er in den letzten zwei Spielminuten.

Auf Augenhöhe mit Abdul-Jabbar

Zum 75. Mal in seiner Playoff-Karriere knackte Bryant die 30-Punkte-Marke und zog damit gleich mit Kareem Abdul-Jabbar auf Platz zwei der ewigen Bestenliste.

Angeführt wird die Statistik von "His Airness" Michael Jordan, dem dieses Kunststück 109 Mal gelungen war.

"Ich behaupte schon immer, dass Bryant der beste Basketballer der Welt ist", lobte Suns-Coach Alvin Gentry.

Auch sein Gegenüber Phil Jackson schwärmte in den höchsten Tönen: "Kobe hat das Spiel heute entschieden."

Jackson will Titel Nummer elf

Jackson steht vor seinem elften NBA-Titel, dem fünften mit Los Angeles.

Neben Bryant trat beim West-Ersten der Hauptrunde vor allem Ron Artest positiv in Erscheinung. Das "Enfant Terrible" setzte seinen Höhenflug fort und steuerte mit 25 Zählern eine persönliche Saisonbestleistung bei. 238149(DIASHOW: Dritte Playoff-Runde)

Auch Lamar Odom (12 Rebounds), Derek Fisher (11 Punkte) und Andrew Bynum (10 Punkte) lieferten zweistellige Werte ab.

Nur neun Punkte für Gasol

Einzig Pau Gasol (9 Zähler) lief seinen Ansprüchen hinterher und traf nur zwei seiner neun Versuche aus dem Feld.

Für Phoenix punktete Amare Stoudemire mit 27 Zählern am besten. Für den Power Forward könnte es allerdings der letzte Auftritt im Trikot der Suns gewesen sein. Nach der Saison kann er eine Option in seinem Vertrag ziehen, um Free Agent zu werden.

Stoudemire vor dem Abgang?

"Ich weiß nicht, was die Zukunft bringen wird. Ich werde jetzt ein paar freie Tage genießen und dann über den nächsten Schritt nachdenken", erklärte Stoudemire.

Steve Nash (21 Punkte) und Channing Frye mit einem Double-Double (13 Rebounds, 12 Punkte) spielten sich beim Team aus Arizona ebenfalls in den Vordergrund.

Nash hatte nach der knappen Niederlage in Spiel 5 einen Heimsieg und damit eine Entscheidung in Spiel 7 angekündigt, konnte das Versprechen aber nicht halten.

118. Playoff-Spiel für Nash

Bemerkenswert: Der Point Guard bestritt sein 118. Playoff-Spiel und liegt damit an der Spitze der Statistik der Spieler, die noch nie die NBA-Finals erreicht haben.

Den Grundstein zum Sieg legten die Lakers in den letzten acht Minuten des zweiten Viertels, als sie mit einem 23:10-Lauf eine Zwölf-Punkte-Führung heraus warfen.

Bis zum Beginn der letzten zwölf Minuten bauten Bryant und Co. den Vorsprung sogar auf 17 Zähler aus.

Doch im Schlussabschnitt kämpften sich die Suns mit Stoudemire und vier Bankspielern noch einmal zurück in die Partie und verkürzten den Rückstand auf drei Punkte (96:99).

Dragic läuft heiß

,

Gerade Goran Dragic lief in dieser Phase heiß und erzielte zehn seiner zwölf Punkte. Doch der Schlussspurt der Suns kam zu spät, und Bryant wusste in den entscheidenden Momenten einfach die richtige Antwort.

Damit stehen sich die zwei erfolgreichsten Teams der NBA-Historie in den Finals gegenüber. Boston holte bislang 17 Mal den Titel, die Lakers sammelten 15 Ringe.

Lakers mit Heimvorteil

Spiel eins der Finalserie steigt in der Nacht auf Freitag (ab 3.00 Uhr LIVESCORES) in Los Angeles. Zum insgesamt 12. Mal stehen sich die beiden Klubs im Finale gegenüber.

In den Finals der Saison 2007/08 gewannen die Celtics mit 4:2. "Sie haben damals sehr überzeugend gespielt, und zurecht gewonnen. Jetzt können wir zeigen, wie sehr wir gewachsen sind", sagte Bryant mit Ausblick auf das Duell mit den "Kelten".

Zum Forum - hier mitdiskutieren!Zurück zur Startseite

teilentwitternteilenE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel