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Paul Pierce stand achtmal im All-Star Game und 2009 im All-NBA Second Team © getty

Geboren in L.A. will Paul Pierce den Lakers wie in den Finals 2008 die Show stehlen. Da stand er triumphal aus dem Rollstuhl auf.

Boston - An die legendären Duelle zwischen Boston und Los Angeles in den 80ern erinnert sich Paul Pierce noch ganz genau.

"Diese Spiele waren die Geburtsstunde des Basketballs für mich - die Lakers gegen die Celtics um die Meisterschaft kämpfen sehen, waren das Größte", sagte der Inglewood, einem Vorort von Los Angeles, aufgewachsene Superstar der Boston Celtics. (DATENCENTER: NBA-Finals)

Nun kommt es für ihn nach 2008 erneut zum ganz besonderen Duell, wenn die Celtics in der auf Freitag (ab 3 Uhr LIVESCORES) beginnenden Finalserie auf Pierce' alte Liebe Los Angeles treffen.

Aus dem Rollstuhl zum Matchwinner

"Ich kann mich noch daran erinnern, dass ich mit sechs oder sieben Jahren versucht habe, einen Platz auf dem Boden zu bekommen, um die Spiele zu sehen", erinnert sich der 32-Jährige: "Der Fernseher war aber so klein, dass ich nur versuchen konnte, flüchtige Blicke darauf zu werfen."

In der Finalserie 2008 war Pierce für die Lakers um Kobe Bryant der Spielverderber. Mit beeindruckenden Leistungen führte "The Truth" (Die Wahrheit) die Celtics zur ersten Meisterschaft seit 1986 und wurde zum wertvollsten Spieler der Serie gewählt.

In Spiel 1 kehrte er zurück, nachdem er verletzt im Rollstuhl vom Feld gefahren worden war. Der "Drama King" wurde zum Matchwinner.

Und auch in diesem Jahr setzt der Celtics-Kapitän wieder Maßstäbe. Mit im Schnitt 19,1 Punkten ist er derzeit bester Werfer seines Teams in den Playoffs.

Begeistert von den "Showtime-Lakers"

"Ich will gegen L.A. spielen, ich will dahin fahren und die Meisterschaft in meiner Heimatstadt gewinnen", sagt der Flügelspieler vor dem Klassiker der erfolgreichsten Mannschaften in der Geschichte der NBA.

Boston (17 Titel) ist Rekordmeister, die Lakers liegen mit 15 Meisterschaften direkt dahinter: "Es ist diese Rivalität, die das Besondere ausmacht", so Pierce. 244570(DIASHOW: Eine geschichtsträchtige Rivalität)

Dabei wurde seine Leidenschaft für Basketball in den 80er Jahren ausgerechnet von den "Showtime-Lakers" um die Superstars Magic Johnson und Kareem Abdul Jabbar entfacht.

In Grün-Weiß statt Lila-Gelb

Nur wenige Blöcke von Pierce' früherem Wohnort entfernt lieferten sich diese in ihrer Heimspielstätte heiße Duelle mit Boston um Celtic-Idol Larry Bird.

Doch der Zufall führte ihn über High School und College nach Boston und nicht zu den Lakers. Als Nummer zehn drafteten ihn die Celtics 1998 und Pierce begann seine NBA-Karriere im grün-weißen Dress statt im lila-gelb der Lakers.

Im Jahr 2000 hätte allerdings ein Vorfall in einem Bostoner Nachtklub beinahe zu einer Tragödie geführt. Drei Männer attackierten Pierce und verletzten ihn mit elf Stichen schwer. Nur die Nähe des Klubs zu einem Krankenhaus und der Zufall, dass Pierce eine Lederjacke trug, die die Stiche abmilderte, verhinderten Schlimmeres.

Schnell zurück nach dem Schock

"Das ist nichts, was man vergisst", sagte Pierce dem Magazin "Sports Illustrated": "Ich bin glücklich, hier zu sein. Seit diesem Moment fühle ich mich erwachsen."

Seiner sportlichen Karriere tat die schwere Verletzung jedoch keinen Abbruch. Nur

einen Monat nach der Attracke stand er wieder in der Startformation der Celtics.

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