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Derek Fisher (l.) gewann mit den Lakers bereits viermal den NBA-Titel © getty

Der Titelverteidiger geht durch einen Sieg in Boston mit 2:1 in Führung. Derek Fisher läuft zur "Crunch-Time" heiß.

Von Ingo Weber

München - Die L.A. Lakers haben in den NBA-Finals erfolgreich zurückgeschlagen und sind in der Best-of-Seven-Serie gegen die Boston Celtics mit 2:1 in Führung gegangen.

Durch einen 91:84 (52:40)-Erfolg im TD Garden entriss der Titelverteidiger dem Rekordmeister wieder den Heimspielvorteil (DATENCENTER: NBA-Finals).

Derek Fisher sicherte den Lakers durch ein überragendes Schlussviertel den Sieg. Der Point Guard erzielte elf seiner 16 Punkte in den letzten zwölf Minuten und sorgte dafür, dass eine Celtics-Aufholjagd kein positives Ende fand.

Himmel und Hölle für Allen

Nicht nur in der Offensive wusste Fisher zu überzeugen, durch eine aggressive Verteidigung zog er auch Ray Allen den Zahn.

Nach seiner 32-Punkte-Show und dem Dreier-Rekord in Spiel 2 erwischte der Shooting Guard der Celtics mit zwei Zählern einen rabenschwarzen Abend, traf keinen seiner 13 Versuche aus dem Feld und schrammte damit nur knapp an einem Finals-Negativrekord vorbei. 245000 (DIASHOW: Die Bilder der Finals)

Chip Reiser für Baltimore 1948 und Dennis Johnson für Seattle 1978 setzten sogar alle ihrer 14 Würfe daneben.

"Das passiert den Besten"

"Das ist Basketball, das passiert auch den Besten. Morgen wird er wieder hart trainieren und im nächsten Spiel bereit sein", nahm Celtics-Coach Doc Rivers seinen Altmeister in Schutz.

"Derek verteidigte Allen einfach grandios", urteilte Rivers' Gegenüber Phil Jackson.

Bester Werfer bei Los Angeles war einmal mehr Kobe Bryant mit 29 Zählern. Der All-Star stand nach dem dritten Abschnitt schon bei 25 Zählern, blieb jedoch die ersten zehn Minuten des Schlussviertels ohne Erfolgserlebnis 244570(DIASHOW: Eine geschichtsträchtige Rivalität).

Double-Double für Gasol

Pau Gasol steuerte ein Double-Double (13 Punkte, 10 Rebounds) bei. Auch Lamar Odom (12 Zähler) und Andrew Bynum (10 Rebounds) lieferten zweistellige Werte ab.

Den besseren Start in Spiel 3 erwischte der Gastgeber aus Massachusetts, der schnell auf 12:5 davon zog. Doch die Lakers erzielten 32 der nächsten 40 Zähler.

Bei einem 17-Punkte-Vorsprung (37:20) sah Los Angeles schon wie der sichere Sieger aus 245030 (DIASHOW: Die Prominenz beim Finale).

Schlussspurt nicht belohnt

Boston kämpfte sich im dritten Viertel aber wieder heran und stellte beim Stand von 67:68 knapp zehn Minuten vor dem Ende der Partie den Anschluss her.

Mit der Chance in Führung zu gehen, war es Allen, der den Ball durch ein Offensiv-Foul hergab. Und gegen Fisher fand die Celtics-Defense in der "Crunch-Time" einfach kein Mittel.

"Derek hat das Spiel für die Lakers gewonnen. Er hat den Unterschied gemacht", räumte auch Rivers ein.

80 Prozent für Glen Davis

Bei den Celtics traf Kevin Garnett mit 25 Zählern am besten. Neben dem Power Forward überzeugte "Big Baby" Glen Davis mit zwölf Punkten und einer Trefferquote von 80 Prozent.

Paul Pierce (15) und Rajon Rondo (11) punkteten zweistellig. Rondo war jedoch weit von seinem Triple-Double aus Spiel 2 entfernt (Rondo im SPORT1-Portrait).

Celtics-Center Kendrick Perkins schnappte sich elf Abpraller und war damit der beste Rebounder auf dem Parkett.

Spiel 4 findet in der Nacht auf Freitag (ab 3 Uhr LIVESCORES) erneut in Boston statt.

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