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Delonte West sammelte letzte Saison 4.5 Assists pro Spiel © getty

Der Adjutant von LeBron James stellt nach einem Vorfall mit einem Jugend-Schiri seine Karriere in Frage. Ein Psychologe soll helfen.

Von Michael Spandern

München - Bänderrisse, Verstauchungen, Knochenbrüche. Zehn Tage vor Beginn der NBA-Saison sind etliche Profis mit unterschiedlichen Verletzungen außen vor.

Delonte West von den Cleveland Cavaliers stand sogar vor dem Ende seiner Karriere, wie er zugab. Allerdings aus psychischen Gründen.

Der Shooting Guard, der beim Vizemeister von 2007 an der Seite von LeBron James aufläuft, klagt seit längerem über Depressionen und eine "Stimmungsstörung".

Nachdem er Anfang Oktober bei einem Trainingsspielchen gegenüber einem High-School-Referee ausfallend geworden war, wurde es dem 25-Jährigen zu viel: Er suchte psychologischen Beistand.

Therapie und Medikamente

"Ich war von einem Gefühl von Ärger durchdrungen, und ich wollte alles hinschmeißen und das Team verlassen", meinte West. "Ich brauchte Hilfe."

Keine zwei Wochen später sieht er sich - dank einiger Therapiestunden und Medikamente - aber "zu 100 Prozent zurück".

Die üble Laune scheint einstweilen gründlich auskuriert: Nachdem der 25-Jährige bei der seiner Rückkehr am Donnerstag eine Abfuhr von den San Antonio Spurs bekam und zehn von zwölf Würfen daneben setzte, berichtete er: "Das war das lustigste Spiel meines Lebens. Ich habe mich wie ein Kind im Sandkasten gefühlt."

Ein stechender Schmerz

Ob auch Ryan Andersson kindliche Gefühle wiederbeleben wollte, als er sich mit seinen 2,08 Metern an die Tischtennis-Platte stellte, ist nicht überliefert.

Wohl aber, dass der Rookie der New Jersey Nets plötzlich einen stechenden Schmerz in der rechten Schulter verspürte. Das Spiel gegen den Meister Boston Celtics musste er absagen.

Anderson besteht darauf, sich die noch nicht näher diagnostizierte Verletzung schon zuvor bei einer Korbattacke im Training zugezogen zu haben.

Lawrence steuert entgegen

Vielleicht hat den 20-Jährigen die Angst gepackt, wie Monta Ellis von den Golden State Warriors für 30 Spiele gesperrt zu werden, der sich bei einer vertraglich nicht erlaubten Aktivität verletzt hatte.

Doch Nets-Trainer Lawrence Frank steuerte dem gleich entgegen: Anders als Motorradfahren sei Tischtennis den Profis wohl nicht in den allgemeinen NBA-Statuten verboten.

Und Frank fuhr zu scherzen fort: "Solange man Pingpong spielt, kann man ja nicht Motorrad fahren."

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