vergrößernverkleinern
Dirk Nowitzki spielt seit 1998 in der NBA für die Dallas Mavericks © getty

Der Würzburger bleibt Dallas treu und verzichtet auf das Maximalgehalt. Die eingesparten Millionen sollen für Neuzugänge ausgegeben werden.

Von Rainer Nachtwey

München/Dallas - 96 Millionen Dollar hätten es sein können, nun sind es aber nur 80:

Dirk Nowitzki hat nach Angaben der "Associated Press" den Dallas Mavericks eine Zusage gegeben, einen neuen Vertrag zu unterschreiben.

Nach Angaben von "ESPN.com" läuft der Kontrakt über vier Jahre. In dieser Zeit verdient der 32 Jahre alte Power Forward 80 Millionen Dollar.

Damit verzichtet Nowitzki auf 16 Millionen Dollar, die ihm ein Maximum-Vertrag in die Taschen spülen würde (Dallas macht Nowitzki ein Angebot ).

"Hervorragender Deal"

Zudem soll er sich mit Mavericks-Besitzer Mark Cuban auf eine No-Trade-Klausel geeinigt haben. Ein Wechsel zu einem anderen Team wäre demnach nur mit Nowitzkis Zustimmung möglich (Nowitzki macht von seiner Ausstiegsklausel Gebrauch).

"Dirk hat sich mit Mark geeinigt. Das ist ein hervorragender Deal", sagte Nowitzkis Berater und Mentor Holger Geschwindner.

Geld für Neuzugänge

Gleichzeitig versicherte Cuban seinem Starspieler, alles Mögliche zu unternehmen, die bei Nowitzki eingesparten 16 Millionen Dollar in einen Top-Neuzugang zu investieren.

Aufgrund Dallas' geringer Flexibilität beim Salary Cap ist ein "Sign-and-Trade"-Szenario die einzige Möglichkeit, einen der Top-Free-Agents LeBron um James, Dwyane Wade oder Chris Bosh nach Texas zu lotsen 238139(DIASHOW: Die heißesten Free Agents der NBA).

Ein großes Plus in der Hand der Mavericks ist dabei Erick Dampiers nach der kommenden Saison auslaufender 13-Millionen-Dollar-Vertrag.

Jefferson im Gespräch

Allerdings wird bereits über weitere Neuzugänge spekuliert. So hält sich in den letzten Tagen der Name Al Jefferson in den Gazetten.

Der Center der Minnesota Timberwolves gilt als heißbegehrter Spieler in der Liga, einem einfachen Dampier-für-Jefferson-Wechsel schoben die T-Wolves einen Riegel vor.

Die Mavericks wollen allerdings keinen ihrer Topspieler abgeben, ein Trade scheint daher derzeit nicht wahrscheinlich.

Chandler für Dampier?

Ein weiterer Name ist Tyson Chandler.

Der Center der Charlotte Bobcats gilt als starker Rebounder, dessen Qualitäten in den letzten beiden Jahren aufgrund zahlreicher Verletzungen eher selten zum Tragen kamen.

Dass Chandler nicht nur in der Defensive Stärken hat, bekamen die Mavericks in den Playoffs 2008 zu spüren, als sie an den New Orleans Hornets scheiterten und Chandler von den Zuspielen Chris Pauls profitierte.

Entlastung im Gehaltsgefüge

Ein Trade zwischen Dallas und Charlotte käme wohl nur zustande, wenn die Mavericks einen weiteren Spieler mit einem auslaufenden Vertrag in den Deal einschließen würden, der den Bobcats nach der kommenden Saison eine Entlastung in der Gehaltsliste beschert, und der Klub von Besitzer Michael Jordan darauf auch aus ist.

Zum Forum - jetzt mitdiskutieren! Zurück zur Startseite

teilentwitternE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel