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Topscorer unter sich: Dirk Nowitzki erzielte 26 Punkte, Derrick Rose sogar 30 © getty

Trotz der Preseason-Niederlage gegen Chicago sieht man bei Dallas das Positive. Doch die Vergangenheit gibt Anlass zur Sorge.

Von Maximilian von Harsdorf

München - Die Dallas Mavericks haben im siebten und damit vorletzten Spiel der Preseason die dritte Niederlage hinnehmen müssen.

Trotz eines zwischenzeitlichen 23-Punkte-Vorsprungs im dritten Viertel stand am Ende eine 105:109-Niederlage gegen die Chicago Bulls zu Buche.

Die 20.071 Zuschauer im American Airlines Center in Dallas sahen dabei einen bärenstarken Dirk Nowitzki. Der Würzburger erzielte in den 27 Minuten, die er auf dem Feld war, 26 Punkte und war damit bester Werfer seines Teams.

Auf Seiten der Bulls entwickelte sich NBA-Neuling Derrick Rose mit 30 Punkten zum Matchwinner. Er war es auch, der Chicago 40 Sekunden vor Schluss mit 103:101 zum ersten Mal in Führung brachte.

Zuversicht trotz Pleite

Doch trotz der Pleite verbreitet man in Dallas Zuversicht. Schon vor dem Spiel stand besonders ein Mann im Fokus: Der zuletzt schwache Jason Kidd.

Headcoach Rick Carlisle lobte die Antizipationsgabe und Spielintelligenz seines Point Guard in den höchsten Tönen:

"Jason ist den anderen immer einen oder zwei Schritte vorraus. Wenn man einen Film anschaut, dann weiß er, wann der Junge das Mädchen küsst, bevor irgendjemand anderes das ahnt. Und genauso ist das auch auf dem Court."

Kidd spielt stark

Und Kidd konnte die erhaltenen Vorschusslorbeeren auch im Spiel rechtfertigen: Elf Assists sprechen eine deutliche Sprache.

Abgesehen von Kidd und Nowitzki konnte auch die restliche Offensive überzeugen. Youngster Gerald Green erzielte 19, Josh Howard 18 Punkte.

"Viel Positives"

Am Ende schien beinahe zur Nebensache zu verkommen, dass das Spiel letztendlich verloren ging.

Grund hierfür war das schwache letzte Viertel, das die Mavs mit 16:36 verloren und so das Spiel aus der Hand gaben.

Als Ausrede mag sicherlich gelten, dass bis auf Antoine Wright kein Spieler aus der Starting Five mehr zum Zug kam.

So resümiert auch Carlisle: "Es gab viel Positives in den ersten drei Vierteln. Das vierte Viertel war entsetzlich, aber manchmal passiert so etwas eben."

Aus Fehlern lernen

Dennoch sollte die Pleite den Mavs eine Warnung sein, besonders wenn man den Blick in die Vergangenheit bemüht.

Letztes Jahr verlief der Saisonstart schleppend und das Team um Dirk Nowitzki hatte wiederholt Probleme einen vermeintlich sicheren Vorsprung über die Zeit zu bringen.

So musste man letzten März gar um die Playoff-Teilnahme bangen, nachdem man gegen die Denver Nuggets nach einer 70:60-Halbzeitführung noch mit 105:118 verlor.

Vor zwei Jahren setzte es unter Avery Johnson zu Beginn der Regular Season gar vier Pleiten in Folge. Bleibt zu hoffen, dass die Mavs diesmal aus ihren Fehlern gelernt haben.

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