vergrößernverkleinern
Dirk Nowitzki spielt seit 1998 in der NBA für die Dallas Mavericks © getty

Dirk Nowitzki hat klare Vorstellungen, wie sich die Dallas Mavericks verstärken sollen. Er liefert zwei Superstars Argumente.

Von Marc Ellerich

München - Dirk Nowitzki hat den Dallas Mavericks seinen Wunschzettel übergeben.

Der Power Forward skizzierte in einem Interview mit den "Dallas Morning News" seine Vorstellungen über die Personalpolitik des Teams sehr deutlich. (246607DIASHOW: NBA-Wechselbörse)

Um die Mavs für das Titelrennen der kommenden NBA-Saison konkurrenzfähig zu machen, wünscht sich der Würzburger einen dynamischen Flügelspieler an seiner Seite.

"Ich würde mich über einen großen Typen freuen, klar. Aber die Liga hat sich von den Big Men wegentwickelt", sagte Nowitzki in dem Gespräch: "All die großen Jungs, die derzeit spielen, sind sehr beweglich, gehen auf die Flügel und können schießen."

Keine Riesen in der Mitte

Den Riesen, "dem man in der Mitte den Ball gibt und ihn machen lässt", gebe es in der NBA nicht mehr. Außen dagegen schon. Und zwei Spieler würden Nowitzkis Anforderungsprofil exakt erfüllen: Dwyane Wade und LeBron James.

Nowitzki: "Das Beste wäre jemand, der zu jeder Zeit seinen eigenen Wurf kreieren kann, wenn es eng wird, der nach vorne dribbeln und das Spiel an sich reißen kann. Manchmal ist für einen großen Kerl nicht leicht, weil du den Ball nicht dauernd in die Hände bekommst."

Nowitzki: Cuban versucht es

Der deutsche Superstar, der sich kürzlich per Handschlag selbst für vier weitere Jahre an Dallas gebunden und dabei auf maximale Gehaltsforderungen verzichtet hatte, deutete an, dass Teambesitzer Mark Cuban die Mavericks für einen möglichen Titelgewinn unbedingt verstärken wolle. (Nowitzki macht von seiner Ausstiegsklausel Gebrauch)

"Er hat gesagt, dass er auf dem Free-Agent-Markt was versuchen wird", schilderte Nowitzki die Ambitionen in Dallas, schränkte dann jedoch ein: "Aber du kannst nichts planen, weil wir keinen Spielraum mehr beim Salary Cap haben. Es ist schwer, besonders wenn du da keinen Spielraum mehr hast."

Gleichwohl benötige Cuban alle Unterstützung: "Es ist ein Zocker, er war es immer. Man muss ihm vertrauen. Schon im Draft hat er einem Team drei Millionen Dollar für einen höheren Pick bezahlt. Er will das hier immer verbessern."

Schwierige finanzielle Lage

Trotz der schwierigen finanziellen Lage der Mavericks warb Nowitzki eindringlich für die Texaner: "Wir wären gerne in der Position wie zum Beispiel Chicago. Aber ich denke, wir sind ein attraktives Team, sogar für einen der Top-Free-Agents. Wir haben bereits eine gute Mannschaft und einen großartigen Besitzer. Auch die Stadt ist toll. Es gibt also viele Sachen, die für die Jungs attraktiv sind."

Befürchtungen, er könne mit Profis wie etwa Chris Bosh oder Amare Stoudemire nicht harmonieren, versuchte der deutsche Nationalspieler zu zerstreuen.

"Ich dachte immer, gute Spieler können sich den Raum aufteilen und sich aneinander anpassen", sagte er: "Wir hätten natürlich ein Problem, wenn wir keine Shot-Blocker hätten. Aber wenn zwei Spieler miteinander spielen wollen und den Ball nicht immer für sich beanspruchen, gibt es wirklich kein Problem."

Zum Forum - jetzt mitdiskutieren! Zurück zur Startseite

teilentwitternE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel