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Kommunikationsprobleme? Josh Smith (l.) hatte eine Auseinandersetzung mit Coach Woodson © getty

In Atlanta sorgt eine Auseinandersetzung für dicke Luft. Die Bulls haben Verletzungssorgen. Bei den Lakers ist man erleichtert.

Von Maximilian von Harsdorf

München - Dicke Luft in Atlanta. Während einer Trainingsbesprechung gerieten Hawks-Coach Mike Woodson und Josh Smith aneinander.

Bei der kritischen Ansprache, in der Woodson eine Leistungssteigerung von seinen Schützlingen forderte, erwähnte er den Forward als einzigen namentlich. Dies veranlasste Smith dazu, wutentbrannt aus der Halle zu stürmen und dabei noch seinen Mundschutz gegen die Wand zu schleudern.

Smith, in der Preseason ein Schatten seiner selbst, spielte den Vorfall danach herunter und gab sich reumütig: "Der Coach hat recht. Ich muss aufdrehen, das ganze Team muss aufdrehen. Und ich verstehe, dass ich zum Saisonstart mein ganzes Können abrufen muss."

Erleichterung bei den Lakers

Aufatmen dagegen bei den LA Lakers: Die Verletzung von Kobe Bryant scheint nichts Gravierendes zu sein.

"Es geht mir gut, ein bisschen besser als gestern. Und bessere Laune habe ich sowieso", zeigte sich auch der Superstar selbst erleichtert.

Der MVP des Jahres 2008 pausiert zwar zunächst mit dem Training um sein Knie zu schonen, er wird sich jedoch keinen weiteren Untersuchungen unterziehen müssen und auch ein Einsatz beim nächsten Spiel - ebenfalls wieder gegen die Bobcats - scheint nicht ausgeschlossen.

Lakers Coach Phil Jackson kündigte zumindest an Bryant das Spiel nicht ausreden zu wollen, sofern dieser sich wieder gut fühle: "Wir wollen immer, dass die Spieler rausgehen und spielen. Das ist es, wozu wir sie haben."

Bulls-Verletztenliste wächst

Während man sich in Los Angeles entspannt, werden die Sorgen in Chicago immer größer. Nach Ben Gordon, Tyrus Thomas und Michael Ruffin hat es jetzt auch Larry Hughes erwischt.

Der Shooting-Guard, mit 21 Punkten bester Werfer seines Teams, kugelte sich beim 85:75-Sieg der Bulls gegen die Timberwolves die Schulter aus.

Wie lange Hughes ausfallen wird, konnte Chicagos Coach Vinny Del Negro nicht einschätzen.

Das Unglück ereignete sich, als Minnesotas Mike Miller und Hughes nach einem freien Ball hechteten und der Timberwolves-Forward dabei unglücklich auf den Arm von Hughes fiel.

Rose erneut überzeugend

Erneut überzeugen konnte Rookie Derrick Rose. Er kam auf 17 Punkte, sechs Assists und fünf Rebounds.

"Wir zählen auf ihn und wir erwarten so etwas von ihm", kommentierte Bulls-Guard Kirk Hinrich auch gleich die gestiegenen Erwartungen an den Youngster.

Bei den Minnesota Timberwolves, die sich nicht mehr ihrem 9:29-Rückstand aus dem ersten Viertel erholten, waren Al Jefferson und Rashad McCants mit jeweils 19 Punkten die besten Werfer.

Greg Oden ist zurück

In einer weiteren Preseason-Partie verloren die LA Clippers, bei denen Baron Davis nicht zum Einsatz kam, zu Hause gegen Portland. Der deutsche Nationalspieler Chris Kaman erzielte dabei sechs Punkte, bei sieben Rebounds und vier Assists.

Mit 12 Punkten war Greg Oden bester Werfer der Gäste.

Der First-Overall-Pick des letzten Jahres verpasste auf Grund einer Mikrofraktur im Knie seine gesamte erste NBA Saison, stand bislang aber als einziger Trail-Blazers-Spieler in jedem Vorbereitungsmatch auf dem Court.

Weitere Spiele der Preseason im Überblick

Memphis Grizzlies - Orlando Magic 90:101Washington Wizards - San Antonio Spurs 100:95Cleveland Cavaliers - Detroit Pistons 79:97Philadelphia 76ers - New Jersey Nets 118:100

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