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Das neue Trio bei der Vorstellung: Dwyane Wade (l.) , LeBron James (M.) und Chris Bosh © getty

Dwyane Wade hat trotz der hochkarätigen Neuzugänge in Miami ein anderes Team als heißesten Kandidaten auf den Titel ausgemacht.

Von Julian Meißner

München - LeBron James, Chris Bosh und Dwyane Wade - die Miami Heat sind nach dem großen Coup auf dem Free-Agent-Markt mit einem Schlag zum heißen Titelkandidaten in der NBA emporgestiegen.

Für einen der Protagonisten jedoch nicht zum heißesten: Wade weist die Rolle des Top-Favoriten weit von sich.

"Die Lakers sind Champion, und wir wissen, dass die Lakers sehr stark sind. Sie sind das Team, das es zu schlagen gilt ", erklärte der 28-jährige Guard am Rande eines Golf-Turniers, das er zusammen mit Ex-NBA-Größe Alonzo Mourning ausrichtet:

"Nicht die Miami Heat", betonte Wade: "Die Los Angeles Lakers."

Miller kommt

Noch sind die Planungen in Miami nicht abgeschlossen. "Wir haben die 'Big Three'. Jetzt müssen wir damit weitermachen, unser Team aufzubauen", sagte Wade.

Ein weiterer Schritt ist bereits erfolgt. Als Ergänzung für ihr Star-Trio brauchen die Heat einen Shooter. Diese Rolle soll nun Mike Miller von den Washington Wizards übernehmen. "Es ist offiziell", teilte der NBA-Profi, der zuletzt als Free-Agent von vier anderen Teams umworben war, per Twitter mit.

Auch der 30-Jährige soll wie James, Bosh und Wade auf Geld verzichtet haben. Insgesamt soll sein Transferwert bei 25 Millionen Dollar liegen.

48 Prozent Dreier-Quote

Mit einem Karriereschnitt von 13,8 Punkten und einem Bestwert von 48 Prozent von der Dreier-Linie hat Miller die Shooter-Eigenschaften, die Miami dringend gesucht hatte.

"Das sind wohl die drei dynamischsten Spieler der Liga. Und die muss man mit Shootern umgeben. Hoffentlich kann ich dort hingehen und das für die Drei übernehmen", gibt sich Miller zuversichtlich.

O'Neal wandert ab

Außerdem steht Zydrunas Ilgauskas (Cleveland) kurz vor der Unterschrift in Miami. Udonis Haslem verlängerte seinen Vertrag beim Meister von 2006 246607(DIASHOW: Die NBA-Wechselbörse).

Routinier Jermaine O'Neal dagegen wandert ab und sucht sein Glück bei den Boston Celtics.

Wade vermittelt fleißig

Mit den Transferaktivitäten in Miami soll jedenfalls noch lange nicht Schluss sein. Wade betätigt sich kräftig als Vermittler.

"Glaubt mir, ich bekomme eine Menge Anfragen von verschiedenen Jungs, die ein Teil dieses Teams sein wollen", erklärte Wade den Journalisten in Florida: "Aber es geht darum, die richtigen Jungs in die richtige Situation zu bringen."

Die Mischung macht's

Nicht jeder hätte die Persönlichkeit, "hiermit klarzukommen", sagte Wade und forderte den "richtigen Mix" 261250(DIASHOW: Die legendärsten Dreigestirne).

"In der Kabine muss es stimmen", betonte er die nötigen sozialen Fähigkeiten der künftigen Mitspieler im Heat-Ensemble. Man müsse zudem geduldig sein, um das Team aufzubauen.

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