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Johnson (l.) und Bird (r.) sind gute Freunde, auf dem Platz waren sie erbitterte Gegner © getty

Der ehemalige Lakers-Star spricht Miamis neuem Triumvirat den Wettkampfcharakter ab. Auch Michael Jordan zeigt sich enttäuscht.

Von Rainer Nachtwey

München/Miami - Es soll ein großes Triumvirat werden, eines mit vielen Titeln, Spaß und Freude.

Doch bisher schlägt dem neuen Miami-Heat-Trio LeBron James, Chris Bosh und Dwyane Wade viel Gegenwind und Abneigung ins Gesicht.

Besonders "King James" bekommt dabei sein Fett weg - und das auch noch von den größten Basketballern aller Zeiten.

Nach Michael Jordan und Charles Barkley lästert nun auch Magic Johnson über die Vereinigung der drei in einem Team und James insbesondere.

"Wir hätten nicht einen Gedanken daran verschwendet, weil das nicht unsere Art war", sagt der ehemalige Star der Los Angeles Lakers 261250(DIASHOW: Die legendärsten Dreigestirne).

"Wir haben nachgedacht, wie wir den anderen schlagen können. Seit meiner Zeit am College ging es mir darum, gegen Larry Bird zu gewinnen."

"Hätte nie angerufen"

In die gleiche Kerbe schlägt auch Jordan, den die Einstellung der drei Heat-Stars ärgert.

"Es ist sicherlich eine andere Zeit, und man kann ihnen die Entscheidung nicht übelnehmen. Aber ich kann mir nicht vorstellen, dass ich jemals Larry oder Magic angerufen hätte, um sie davon zu überzeugen, 'Hey, lasst uns doch zusammen in einem Team spielen'", meint "His Airness".

Wie bei Johnson habe bei ihm der Wettkampfcharakter an erster Stelle gestanden: "Ich habe immer nur versucht, die anderen zu besiegen."

James keiner der Größten

Laut Charles Barkley hat sich LeBron James eine große Chance verbaut, ein Denkmal zu bauen. "Er wird nie ein Michael Jordan werden", sagt "Sir Charles". "Er kann gewinnen so viel er will, mit diesem Weg, den er eingeschlagen hat, wird er nie in einem Atemzug mit den Größten aller Zeiten genannt werden."

Durch einen Titel hingegen mit den Cleveland Cavaliers - und wäre es auch nur einer geworden - wäre er als "Der Mann" in die NBA-Geschichte eingegangen.

Heat bleiben Wades Team

Zumal für Barkley es unverständlich ist, ins "Wade-Land" zu wechseln. "Das ist lächerlich. Als zweimaliger und amtierender MVP gehst du nicht weg. Sie kommen zu dir", führt er aus 246607(DIASHOW: Die NBA-Wechselbörse).

"Egal wie viele Meisterschaften er nun mit Miami gewinnt, die Heat werden immer Dwyane Wades Team bleiben."

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