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Chris Paul (l.) in einer hitzigen Debatte mit Referee Greg Willard © getty

Die von der Liga angestrebten Regeländerungen werden von den Klubs angenommen. Ein Dallas-Konkurrent bleibt perfekt.

Von Rainer Nachtwey

München/New York - Bereits Anfang des Monats hatte die Liga den Besitzern die Entscheidung überlassen, ob sie für oder gegen eine Regeländerung stimmen wollen.

Kurz vor dem Saisonstart gab die NBA nun bekannt, dass diese Vorschläge in der anstehenden Spielzeit zum Tragen kommen werden.

Die Besitzer der Klubs sprachen sich dafür aus, den Videobeweis weiter auszuweiten.

Mehr TV-Beweis für Schiedsrichter

Dieser soll nun auch bei Korberfolgen und Fouls zur Hilfe genommen werden, wenn sich die Schiedsrichter nicht sicher sind, ob der Wurf hinter der Dreier-Linie genommen wurde.

Dadurch würde dann die richtige Anzahl an Punkten bzw. Freiwürfen an dem jeweiligen Spieler zugeordnet werden können.

Die zweite Änderung betrifft die Spieluhr. Sollte diese, wie zuletzt beim Playoffspiel der Detroit Pistons gegen die Orlando Magic, ausfallen, mussten die Schiedsrichter nach eigenem Ermessen festlegen, wann die 24-Sekunden-Uhr oder das Viertel abgelaufen ist.

Bei jenem Vorfall im zweiten Spiel der zweiten Runde war die Spieluhr 5,1 Sekunden vor Ende des dritten Viertels angelaufen, aber nach drei Zehntelsekunden wieder gestoppt.

Nach Erachten der Schiedsrichter verließ Chauncey Billups' Drei-Punkte-Wurf vor Ablaufen der Uhr die Hand, die Fernsehbilder widerlegten dies jedoch.

Jackson gegen Änderungen

Doch nicht überall stößt der Vorschlag auf Wohlwollen. So äußerte sich Lakers-Coach Phil Jackson kritisch gegenüber den Neuerungen.

"Wie lange spielen wir jetzt schon mit der Drei-Punkte-Linie? 30 Jahre? Es gibt Fehler und es gibt Würfe, die daneben gehen. Das gehört zum Spiel", sagte der neunmalige Meistertrainer.

"Das Problem, das ich dabei sehe, ist, dass es uns dadurch ähnlich wie dem Football ergehen wird. Durch all die Kontrollen wird das Spiel zusätzlich in die Länge gezogen."

Trotz der Bedenken Jacksons werden die Neuerungen zum Saisonstart eingeführt.

New Orleans bleibt perfekt

Im letzten Vorbereitungsspiel der New Orleans Hornets gegen die Miami Heat kam der Videobeweis nicht zum Einsatz.

Auch ohne die technische Hilfe gewannen die Hornets ihr siebtes und letztes Preseason-Spiel mit 100:80 gegen den Meister von 2006.

Dadurch beendete die Truppe von Byron Scott die Vorbereitung als einzige Mannschaft ungeschlagen.

David West war mit 22 Punkten bester Punktelieferant auf Seiten des amtierenden Southwest-Champions, Chris Paul gab in nur 24 Minuten 13 Assists und steuerte 6 Zäher bei.

Für Miami Heat traf Rookie Michael Beasley am erfolgreichsten. Der Forward erzielte 14 Punkte.

Bobcats ohne Preseason-Sieg

Ohne einen einzigen Sieg in der Vorbereitung werden die Charlotte Bobcats in die reguläre Saison starten. Das Team des neuen Trainers Larry Brown verlor auch die siebte Partie.

Gegen die Lakers zog die Truppe aus North Carolina im Honda Center von Los Angeles mit 77:88 den Kürzeren.

Bei den Gastgebern fehlte MVP Kobe Bryant aufgrund einer Knieverletzung.

"Die Schwellung ist immer noch da. Wir müssen jetzt abwarten, bis sie vorbei ist. Dann werde ich wieder spielen. Es sollte aber nicht allzu lange dauern", sagte Bryant, der sich die Blessur vor zwei Tagen in der ersten Partie gegen die Bobcats zugezogen hatte. "Aber nach dem ich die Szenen im Fernsehen gesehen habe, können wir eh froh sein, dass es so glimpflich ausgegangen ist. Um ehrlich zu sein, nach den Bildern hatte ich Schlimmeres erwartet.?

Schlimm ist die Verletzung von Larry Hughes im vorletzten Preseasonspiel seiner Chicago Bulls bei den Minnesota Timberwolves (85:75 in der Nacht auf Donnerstag) ausgegangen.

Aufgrund einer Schulterluxation fällt der Shooting Guard voraussichtlich sechs bis acht Wochen aus.

Weitere Ergebnisse:

Detroit - Atlanta 87:88Minnesota - Milwaukee 95:76Utah - Portland 100:89Phoenix - Oklahoma City 102:93Sacramento - Houston 97:110

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