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Chris Paul hat in nur fünf Spielzeiten 3446 Assists für die Hornets verteilt © getty

Chris Paul ist für Dirk Nowitzki der Mann, der Dallas "ganz nach oben" brächte. Die Hornets-Bosse bestreiten, dass CP3 weg will.

Von Michael Spandern

München - Das Verwirrspiel um die Pläne von Chris Paul geht weiter.

Entgegen aller Erwartungen hat der dreimalige NBA-All-Star in einem Meeting mit den Verantwortlichen der New Orleans Hornets nicht auf einen Trade gedrängt - sagen zumindest die Klubbosse.

"Ich habe meinen Siegeswillen zum Ausdruck gebracht, und ich bin zufrieden damit, welche Richtung der Klub einschlagen will", wird Paul auf der Homepage der "Hornissen" zitiert. "Ich hoffe, die Stadt New Orleans und den Bundesstaat Louisiana noch viele Jahre zu repräsentieren."

Kein einziger Transfer vom Neumanager

Noch zu Anfang des Monats hatte Paul, der in zwei Jahren eine Ausstiegsoption aus seinem bis 2013 datierten Vertrag hat, einen Wechsel willkommen geheißen - es sei denn, die Hornets würden ihre Absichten verdeutlichen, sich schlagkräftig zu verstärken.

Doch auf dem Free-Agent-Markt brachte es der unerfahrene Hornets-GM Dell Demps lediglich fertig, Backup-Center Aaron Gray in New Orleans zu halten.

Von Paul, der flugs seinen alten Berater entließ und LeBron-James-Manager Leon Rose anheuerte, drangen gleich mehere Listen von Wunschzielen an die Öffentlichkeit. 246607(DIASHOW: Die NBA-Wechselbörse)

Wie Gasol für die Lakers

Offenbar hat der 25-Jährige auch Dallas auf dem Zettel - und Mavericks-Schlüsselspieler Dirk Nowitzki erwidert das Interesse.

"Ich glaube, wir sind nur einen Superdeal davon entfernt, ganz oben zu stehen. Wenn man Chris Paul holen könnte, wäre das so ein Deal, wie ich ihn meine", sagte Nowitzki zu "Welt online".

Eine Verpflichtung des Spielmachers sei mit dem Pau-Gasol-Trade zu den Lakers zu vergleichen, der L.A. in den folgenden drei Jahren zwei Titel bescherte. "Für uns könnte Paul so ein Deal sein, der uns ganz nach oben bringt."

Vertrauen auf Cubans Umtriebigkeit

Nowitzki geht davon aus, dass Mavs-Besitzer Mark Cuban bis zum Ende der Wechselfrist im Februar alles in Bewegung setzt, um den Spielmacher zu holen. (VIDEO: Nowitzki geschockt vom James-Wechsel)

"Ich denke, dass wir da auch in diesem Jahr wieder aktiv sein werden", sagte er SPORT1. "Mark versucht, die Mannschaft immer weiter zu verbessern, bis wir ganz oben stehen."

Zumal früher oder später ein Nachfolger für Jason Kidd her müsse: "Kidd ist ein Hall-of-Famer. Aber wir wissen natürlich alle, dass er bereits 37 ist und irgendwann ein jüngerer Spieler nachkommen muss", weiß Nowitzki. 226196(DIASHOW: Nowitzkis unvollendeter Traum)

Und dem Mavericks-Jungspund Rodrigue Beaubois traut er das Erbe noch nicht unbedingt zu: "Es wird sich so langsam zeigen, ob der Roddy das kann oder nur ein explosiver Scorer ist."

"Sie lassen ihn nicht ziehen"

Gut für Dallas, dass der Zeitdruck in der Personalie Paul nun nachgelassen hat. Einstweilen schmettern die Hornets alle Anfragen ab: "Sie sagen, sie lassen ihn nicht ziehen", sagte ein Verantwortlicher eines konkurrierenden Klubs zu "ESPN".

Demps äußerte sich zuversichtlich, dass der Olympiasieger zu Saisonbeginn für New Orleans spielt.

Wenn kein Wunder geschieht, dürfte Paul aber spätestens dann realisieren, dass die Hornets nicht mal um die Playoff-Plätze spielen.

Kein Okay für Luxussteuer

Was der 40-jährige Demps, der noch nie die Geschäfte eines NBA-Teams regelte, Paul in Aussicht stellte, wollte er nicht verraten - ebenso wenig wie Trainer-Rookie Monty Williams, mit 38 Jahren der jüngste seiner Zunft.

Neue Verträge kann der Klub nur vergeben, wenn er dafür Luxussteuer bezahlt - das lehnen die Entscheider ab.

Demps gibt sich unverdrossen: "Es gibt immer Raum für Kreativität. Ich bin optimistisch. Wir werden uns unseren Kader ansehen und dann das Beste fürs Team tun."

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