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Tim Duncan (l.) gewann mit den Spurs 1999, 2003, 2005 und 2007 den Titel © getty

Am 30. Oktober starten die Mavericks in die neue NBA-Saison. Sport1.de analysiert die Lage der Texaner in drei Teilen. Der Mavs-TÜV:

Von Rainer Nachtwey

München/Dallas - Sport1.de unterzieht die Dallas Mavericks einem gründlichen Check.

In Teil I wurden bereits Go-to-Guy und Schlüsselspieler analysiert.

Hier der zweite Teil:

Der Vergleich mit der Konkurrenz:

Durch das neue System sind die Mavericks besonders beim schnellen Ballvortrag von Jason Kidd abhängig. Bestens zu verfolgen war dies beim Preseasonspiel gegen die Chicago Bulls.

Pässe vom eigenen bis zum gegnerischen Korb im Stile eines Football-Quarterbacks waren keine Seltenheit. Im Positionsangriff trägt ein anderer die Verantwortung, denn hierbei läuft viel über Power Forward Dirk Nowitzki.

Bei den Spurs, die eher selten auf Fastbreaks setzen, greift ein ähnliches System. Im Set-Play teilen sich Duncan, Tony Parker und Manu Ginobili die Zuständigkeit.

Bestes Beispiel ist hierfür die Punkteausbeute in der abgelaufenen Saison. Nur ganze fünf Mal von 99 Partien - 82 Saison- und 17 Playoff-Spiele - waren weder der Amerikaner, noch der Franzose oder der Argentinier Topscorer bei den Spurs.

McGrady muss sich quälen

Auch wenn die Rockets letzte Saison mit 22 gewonnenen Spielen in Folge die beste Serie seit drei Jahrzehnten aufstellten, während der sich Ming verletzte und bis Saisonende ausfiel, und sich Tracy McGrady in dieser Zeit in den Vordergrund und auf MVP-Niveau spielte, ist der chinesische Center der Fixpunkt im Spiel der Texaner.

Vor allem, weil T-Mac zu viele Spiele aufgrund von Blessuren von der Bank aus verfolgt. Bereits vor einigen Wochen kündigte McGrady an, dass er sich auch dieses Jahr mit Arthtritis in der Schulter und Kniebeschwerden durch die Saison quälen wird.

Kein Ersatz für Paul

Noch abhängiger sind die Hornets von Chris Paul. Zwar setzt der Point Guard seine Mitspieler immer wieder phänomenal in Szene und trifft auch selbst, wird der Olympiasieger jedoch aus dem Spiel genommen, steht das Team von Coach Byron Scott vor Problemen.

Vor allem seit Jannero Pargo den "Big Easy" Richtung Russland verlassen hat und mit James kein annähernder Ersatz bereit steht.

Zwar erzielte der Wandervogel - acht Teams in sieben Jahren NBA-Karriere - bei den Toronto Raptors 2005/2006 Bestmarken mit 20,3 Punkten und 5,8 Assists pro Spiel, ist mit mittlerweile 33 Jahren nicht mehr der Jüngste.

Aber das ist Kidd mit seinen 35 Lenzen auch nicht.

Sind die Mavs dieses Jahr reif für den Titel? Jetzt mitdiskutieren?

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