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LeBron James spielte von 2003 bis 2010 bei den Cleveland Cavaliers © getty

Mit einer Zeitungs-Anzeige brüskiert LeBron James seinen Ex-Klub Cleveland. Wütende Reaktionen lassen nicht lange auf sich warten.

Von Andreas Kloo

München - Nach seinem Wechsel von den Cavaliers zu den Miami Heat ist LeBron James in Cleveland nicht mehr gut gelitten. Klub-Besitzer Dan Gilbert beschimpfte den Superstar direkt nach dem Trade als Feigling.

Mittlerweile gibt es in der Stadt ein bitteres "Quitness"-Bier und T-Shirts mit der Aufschrift "We are all Quitnesses" in Anlehung an einen Werbe-Spot mit LBJ.

Nun hat James die Fans erneut brüskiert und es wohl endgültig zur Hass-Figur der gesamten Stadt Cleveland geschafft.

Kein Dankeswort an Cleveland

In einer ganzseitigen Anzeige im "Acron Beacon Journal" bedankte er sich bei den Bewohnern seiner Heimatstadt Acron für deren "Liebe und Unterstützung".

"Hier hat alles für mich angefangen und hierhin werde ich immer wieder zurückkehren", beschreibt der 25-jährige Superstar die Bedeutung der Stadt für ihn.

Das 55 Kilometer nördlich gelegene Cleveland, wo er seit seinem Draft sieben Jahre lang spielte, erwähnt James mit keiner Zeile.

Medien erzürnt

Das stößt den Leuten in der im Profisport chronisch gebeutelten Stadt sauer auf, wie die Reaktionen der dortigen Medien zeigt.

"Steht da irgendetwas von 'Cavs' oder 'Cavaliers'?" beschwert sich beispielsweise der "Cleveland Plain Dealer".

"Zwei Bilder sind in der Anzeige zu sehen, aber keines in dem Trikot, das ihm half, ein reicher Mann zu werden", heißt es weiter in dem Text, der in einer Umfrage mündet mit der Frage: "Hat James damit Cleveland und die Cavs-Fans endgültig brüskiert?"

49 Prozent der User sind dieser Meinung.

Ilgauskas als positives Gegenbeispiel

Zumal ein Mitspieler James gezeigt hat, wie man sich ehrenvoll verabschiedet. Zydrunas Ilgauskas wechselte zusammen mit dem Superstar nach Miami.

Der Litauer hatte ebenso seine gesamte bisherige NBA-Karriere in Cleveland verbracht.246607(DIASHOW: Die NBA-Wechselbörse)

Zwei Tage vor der LeBron-Anzeige bedankte sich Ilgauskas im "Cleveland Plain Dealer" bei Cleveland.

Womöglich nahm sich James Ilgauskas sogar zum Vorbild. Nur der Adressat seiner Dankes-Anzeige war ein anderer.

Attacke gegen James-Fan

Am 2. Dezember, wenn Miami erstmals in der neuen Saison bei den Cavs antreten muss, erwartet James nun ein Spießrutenlauf. Schon jetzt ist es gefährlich, seinen Namen laut auszusprechen oder dessen Trikot zu tragen. (Heat-Triumvirat startet in Boston)

Diese Erfahrung musste zuletzt ein Baseball-Fan machen. Der Mann trug während der Partie der Cleveland Indians ein James-Trikot der Heat. Andere Zuschauer überschütteten ihn daraufhin mit Bier und bewarfen ihn mit Erdnüssen.

Um größere Unruhe zu vermeiden, eskortierten Sicherheitskräfte den Mann aus dem Stadion.

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