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Meister-Spaß: Bostons Ray Allen, Kevin Garnett, Paul Pierce © getty

Dienstag steigt die neue Saison. Wer macht das Rennen um den NBA-Titel? Sport1.de stellt Favoriten vor und gibt eine Prognose.

Von Jessica Pulter

München - Neues Spiel neues Glück: Für 30 Teams geht es ab Dienstag wieder um Sieg oder Niederlage.

Die Boston Celtics starteten im Vorjahr mit einer fantastischen Serie von 8:0 in die Saison und schlossen gleich das erste Jahr mit Kevin Garnett mit dem Titel ab.

Doch der Rekordmeister zeigte auch Schwächen - vor allem in den Playoffs, in denen ihnen die Atlanta Hawks und die Cleveland Cavaliers fast den Schneid abkauften.

Beide Serien wurden erst in Spiel sieben entschieden.

Wer Boston in diesem Jahr Paroli bieten kann, zeigt der Sport1.de-Favoritencheck.

Der Meister: Boston Celtics

Das Top-Trio Garnett, Ray Allen und Paul Pierce hat schon in der vergangenen Saison eingeschlagen und wird das auch in diesem Jahr tun. Daneben stehen Kendrick Perkins und insbesondere Rajon Rondo, die das Dreigestirn im Vorjahr hervorragend unterstützten.

Allerdings haben die Celtics mit James Posey einen starken Mann von der Bank verloren, Sam Cassell und Eddie House müssen die Lücke schließen.

Die Revanche-Hungrigen: Los Angeles Lakers

Der Vizemeister der Vorsaison brennt darauf, die Final-Niederlage mit dem ersten Titel seit 2002 auszumerzen. Die Starting Five der Kalifornier ist top. Allen voran Kobe Bryant, dessen Qualität, ein Spiel im Notfall auch im Alleingang zu entscheiden, zweifelsfrei feststeht.

Pau Gasol hat die erste Preseason mit seinem neuen Team durchlaufen, dazu der wiedergenesene Andrew Bynum. Lamar Odom und Derek Fisher komplettieren die wohl beste erste Fünf der Saison.

Doch das Problem der Lakers liegt dahinter - die Bank. Es fehlt in der Tiefe. Zwar ist es eine gelungene Mischung aus Routiniers und jungen Spielern, doch den besten Sechsten Mann wird dieses Team nicht stellen. Der Druck lastet fast vollständig auf der ersten Fünf.

Immer auf der Rechnung: Detroit Pistons

Seit sechs Jahren stand das Team aus Michigan immer im Conference Final im Osten, und das mit kaum einer Änderung in der Starting Five.

Lediglich auf der Center-Position sucht man nach dem Abgang von "Big" Ben Wallace 2006 immer noch die perfekte Lösung. In dieser Saison darf sich Neuzugang Kwame Brown (immerhin der Nummer-eins-Pick 2001) dort versuchen.

Da der Vertrag von Rasheed Wallace nach der Saison ausläuft, könnte es für den Meister von 2004 die letzte Saison vor dem großen Umbruch sein. Grund genug für die jungen Spieler auf der Bank, sich in diesem Jahr durch gute Leistung für weitere Aufgaben zu empfehlen.

Auf dem Weg zum Top-Team: New Orleans Hornets

Blut geleckt haben die New Orleans Hornets nach der Überraschungssaison im Vorjahr. Chris Paul hat sich mit seinen 23 Jahren bereits zum Schlüsselspieler gemausert, der sein gesamtes Team führen kann.

Dazu haben sie mit James Posey einen starken Ersatzspieler von den Celtics verpflichtet.

Dem Team fehlt lediglich ein Abräumer unter dem Korb. Mit seinen 2,16 Metern sticht nur Tyson Chandler aus dem eher "kleinen" Team heraus. Trotzdem schafften sie es, ihre Gegner durch eine sehr gute Defense von der Freiwurflinie fernzuhalten.

Das Conference Finale ist für die Hornissen auf jeden Fall drin. Und danach ist alles möglich.

Der Geheimtipp: Portland Trail Blazers

Kein Spieler über 30, nur zwei, die überhaupt älter als 25 sind. Trotzdem gelten die Blazers als der Tipp unter den Experten.

Von All Star Brandon Roy und LaMarcus Aldrige weiß man, dass sie das Team führen können. Hinzu kommt Center Greg Oden.

Der 20-Jährige war der Nummer-eins-Pick 2007, fiel aber aufgrund einer Knieverletzung die komplette Saison aus. Man darf also gespannt sein, was Oden in seinem wahren Rookie-Jahr zeigt.

Auf Dauer wird sich Portland wieder als Top-Team in der NBA etablieren, vielleicht sogar schon diese Saison.

Die Sport1.de-Prognose:

Wenn bei den Boston Celtics keine längere Verletzung eines Schlüsselspielers dazwischen kommt, wird der amtierende Meister auch in diesem Jahr die beste Saisonbilanz aller Teams vorlegen. Doch die Celtics sind in einer ?Best-of-Seven?-Serie durchaus schlagbar - auch wenn es für die anderen Teams schwer wird.

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