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In der vergangenen Saison erzielte Carmelo Anthony durchschnittlich 28,2 Punkte pro Spiel © getty

Der Klub von Chris Kaman soll an dem Nuggets-Star interessiert sein. Ein Wechsel nach L. A. würde für "Melo" Sinn machen.

Von Olaf Mehlhose

München/Denver - Carmelo Anthony zu den Los Angeles Clippers.

Was auf den ersten Moment abwegig klingt, wird bei genauerer Betrachtung zu einer interessanten Alternative, falls "Melo" das 65-Millionen-Dollar-Angebot der Denver Nuggets nicht annehmen sollte 246607(DIASHOW: Die NBA-Wechselbörse).

Eigentlich galten die New York Knicks bisher als aussichtsreichster Kandidat für eine Verpflichtung von Anthony, aber nach Angaben der "Denver Post" ist ein Trade zu den Clippers durchaus möglich.

Vielleicht würde ein Wechsel nach Los Angeles sogar mehr Sinn machen - für alle Beteiligten.

Riesiger Imagegewinn

Für den Klub aus L.A. wäre die Verpflichtung des 26-Jährigen ein Meilenstein.

Neben seiner sportlichen Qualität würde ein Wechsel des Small Forwards für einen riesigen Imagegewinn sorgen, weil die Clippers mit Anthony erstmals einen NBA-Superstar in ihren Reihen präsentieren könnten.

Für einen Wechsel spricht, dass der dreimalige All-Star und seine Ehefrau, die Schauspielerin und Entertainerin La La, in Los Angeles genügend Möglichkeiten hätten, im Showgeschäft tätig zu werden.

Dies soll einen erheblichen Einfluss auf Anthonys Entscheidung haben.

Anthony als Motivation für Davis

Aber auch sportlich hätte ein Trade zu den Clippers durchaus seine Reize: Mit Point Guard Baron Davis besitzt der Klub von Chris Kaman einen äußerst begabten, aber auch launischen Spieler.

Die Aussicht mit Anthony zusammenzuspielen könnte den zweifachen All-Star beträchtlich motivieren.

Zusätzlich befindet sich mit Blake Griffin - falls er von Verletzungen verschont bleibt - ein weiterer Spieler mit All-Star-Potenzial im Team von Vinny del Negro.

Talentierter Kader, gute Scorer

Auch die Zukunftsaussichten des Klubs sind rosig:

Die Kalifornier haben mit Al-Farouq Aminu, Eric Bledsoe und Willie Warren drei überaus talentierte Nachwuchsspieler in ihrem Kader, die noch am Anfang ihrer Entwicklung stehen.

Zudem besitzt Los Angeles mit Kaman, Davis, Griffin und Eric Gordon mehr Scoring-Optionen als die Nuggets. Anthony wäre beim Punkten weniger auf sich alleine gestellt.

Kein LeBron-Szenario

Aber auch Denver würde nicht leer ausgehen (Eva Longoria: "Tony will nach New York" ).

Der Wechsel von LeBron James war für die Fans der Cleveland Cavaliers so schwer hinzunehmen, weil sie das Gefühl hatten, keine unmittelbare Gegenleistung für den Verlust ihres Superstars erhalten zu haben.

Draft-Picks als Entschädigung

Das wäre bei den Nuggets nicht der Fall.

Die Clippers können Denver angeblich vier bis sechs Erst- und Zweitrunden Draft-Picks für die kommenden beiden Jahre überlassen.

Andernfalls ständen einige junge und vielversprechende Spieler für einen Trade zu Verfügung.

Ob die Clippers für ihn die beste Option sind, dass muss allerdings Anthony entscheiden.

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