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Die San Antonio Spurs um Tim Duncan (M.) standen letzte Saison in den Conference Finals © getty

Im sechsten und letzten Teil der großen NBA-Saisonvorschau nimmt Sport1.de die Mannschaften der Southwest Division genau unter die Lupe.

Von Jessica Pulter

München - Am Dienstag startet die NBA in ihre 63. Saison.

Den Auftakt macht der Champion aus Boston gegen LeBron James und seine Cleveland Cavaliers.

Im sechsten Teil der Saisonvorschau nimmt Sport1.de die Mannschaften der Southwest Division genau unter die Lupe.

Sport1.de-Prognose: Wie im Vorjahr wird diese Division wieder die schwierigste Aufgabe für alle Teams. Über die 82 Saisonspiele wird sich deshalb die Mannschaft durchsetzen, die den besten Gesamtkader hat. Und das sind die San Antonio Spurs. Bis auf Memphis geht es aber für alle Southwest-Teams in die Playoffs.

San Antonio Spurs

Tim Duncan ist noch lange nicht über seinen Zenit. Der 32-Jährige macht zwar nur etwa 20 Punkte im Schnitt, doch für das Spiel der Spurs ist er eminent wichtig. Duncan schnappt sich Rebounds, zieht gegnerische Spieler auf sich und hat dann noch immer den Blick für den freien Kollegen.

Daneben stehen vier weitere hochklassige Spieler, die zur Creme de la Creme der Liga gehören. Selbst Fabricio Oberto gewann in Peking immerhin Bronze mit Argentinien. Und wenn man bedenkt, dass mit Manu Ginobili - wenn er seine Knöchel-OP auskuriert hat - noch einer von der Bank kommt, der in der vergangenen Saison den besten Punkteschnitt des gesamten Teams hatte, sollte der Divisions-Titel nach San Antonio gehen.

Tipp: Eine tiefe Bank und Erfahrung - Platz eins in der Division

Trainer: Gregg PopovichWichtigste Zugänge: Roger Mason, Anthony TolliverWichtigste Abgänge: Brent BarryStarting Five: Tim Duncan - Michael Finley - Fabricio Oberto - Bruce Bowen - Tony ParkerErstes Spiel: 29. Oktober gegen Phoenix

New Orleans Hornets

Eine Überraschung wäre der Divisionstitel für die Hornets in dieser Saison nicht mehr, doch ob sie den Spurs schon während der Saison Paroli bieten können, ist fraglich.

Denn hinter den ersten Sechs wird es eng. So werden die Go-to-Guys um Chris Paul und David West wenige Verschnaufpausen bekommen, und das wird sich durch ein paar Niederlagen mehr auf dem Konto rächen.

In den Playoffs mag dies allerdings wieder ganz anders aussehen, denn die Hornets haben noch eine Rechnung mit den Spurs offen, die sie im Vorjahr ganz knapp aus dem Rennen geschmissen haben.

Tipp: Mit James Posey haben die Hornets gut eingekauft. Knapper zweiter Platz

Trainer: Byron ScottWichtigste Zugänge: James Posey, Devin Brown, Sean MarksWichtigste Abgänge: Jannero Pargo, Chris AndersenStarting Five: David West - Morris Petersen - Tyson Chandler - Peja Stojakovic - Chris PaulErstes Spiel: 29. Oktober bei Golden State

Dallas Mavericks

Gleiches Team, neuer Trainer - unter Rick Carlisle wollen die Mavericks endlich ihren ersten NBA-Titel einfahren.

Wenn man bedenkt, dass Carlisle schon die Detroit Pistons formte, die im Osten seit Jahren ein Wörtchen um den Titel mitreden, sind die Hoffnungen und Erwartungen groß in Dallas.

Viel wird auch von Jason Kidd abhängen. Im Vorjahr mitten in der Saison in die Mannschaft gerückt, hat er dem Dallas-Spiel noch nicht seinen Stempel aufdrücken können. Jetzt liegt eine gesamte Saisonvorbereitung hinter ihm und dem Team, das könnte helfen.

Dirk Nowitzki bleibt dennoch der Stützfeiler dieser Mannschaft, wenn der Würzburger auch in kribbligen Momenten durchweg seine Klasse zeigen kann, dann ist auch in den Playoffs Einiges möglich.

Tipp: Der Trainerwechsel bringt neuen Schwung. Platz drei in der Division

Trainer: Rick CarlisleWichtigste Zugänge: DeSagana Diop, Gerald GreenWichtigste Abgänge: Malik Allen, Jamaal MagloireStarting Five: Dirk Nowitzki - Jason Terry - Erick Dampier - Josh Howard - Jason KiddErstes Spiel: 30. Oktober gegen Houston

Houston Rockets

Es wird eine enge Kiste zwischen den Rockets und den Mavericks, doch diesmal bleibt Houston hinter Dallas in der Division.

Houston hat mit das älteste Spielermaterial der Liga und die Yao Mings und Tracy McGradys sind verletzungsanfällig.

Zwar sind mit Brent Barry und Ron Artest auch zwei gute Spieler zu den Texanern gestoßen, doch insbesondere bei ?Bad Boy? Artest weiß man nie, was das Team von ihm erwarten darf.

Die Ansprüche der Rockets sind hoch, ein frühes Aus in den Playoffs will man vermeiden. Vielleicht die nötige Motivation um auch beim 42-jährigen Altmeister Dikembe Mutombo noch eine gute Saison rauszukitzeln.

Tipp: Es wird ein unruhiges Jahr in Houston, die Playoffs sind aber drin

Trainer: Rick AdelmanWichtigste Zugänge: Brent Barry, Ron Artest, D.J. Strawberry Wichtigste Abgänge: Bobby Jackson, Steve Novak, Patrick Ewing, jr.Starting Five: Luis Scola - Tracy McGrady - Yao Ming - Shane Battier - Rafer AlstonErstes Spiel: 29. Oktober gegen Memphis

Memphis Grizzlies

Die Grizzlies können einem Leid tun, denn auch in diesem Jahr gibt es für sie in der Southwest Division nichts zu holen. Dazu kommt, dass man gegen die Teams aus der eigenen Division häufiger spielt als gegen andere.

Und das ist ein ganz schön hartes Brot für die Mannschaft von Trainer Marc Iavaroni, der ein sehr junges Team in richtige Bahnen lenken muss.

Neun Spieler der Grizzlies sind 23 und jünger. Es fehlt an Erfahrung, besonders in der Defensive. Nach vorne wird Memphis mit ziemlicher Regelmäßigkeit spektakuläre Szenen präsentieren, Rudy Gay wird dafür schon sorgen. Doch hinten laden sie ihre Gegner immer wieder zu einfachen Punkten ein und das wird sich auf die Bilanz bemerkbar machen.

Tipp: Nett anzuschauen, aber mehr nicht

Trainer: Marc IavaroniWichtigste Zugänge: Greg Buckner, Antoine Walker, Marc Gasol, O.J. MayoWichtigste Abgänge: Juan Carlos NavarroStarting Five: Hakim Warrick - O.J.Mayo - Darko Milicic - Rudy Gay - Mike ConleyErstes Spiel: 29. Oktober bei Houston

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