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Paul Pierce (l.) und die Celtics setzten sich letztes Jahr in der 2. Playoff-Runde gegen LeBron James' Cavaliers durch © getty

Die 60. NBA-Saison startet mit einem Kracher. Zum Auftakt stehen sich Boston und Cleveland gegenüber. Auch die Lakers greifen ein.

Von Rainer Nachtwey

München/Boston - Bereits vor dem Spiel der Boston Celtics gegen die Cleveland Cavaliers in der Nacht auf Mittwoch (1 Uhr LIVESCORES ) zum Auftakt der 60. NBA-Saison wird großer Jubel im TD Banknorth Garden ertönen.

Denn der Meister wird seinen Championship-Banner, den 17., unter die Hallendecke ziehen.

Danach richtet sich der Blick wieder in die Zukunft und auf die neue Saison. Denn für Celtics zählt nichts anderes als die Titelverteidigung.

Kaum Veränderungen beim Meister

"Ich habe letzte Saison auf uns als Meister getippt und dieses Jahr werde ich wieder auf uns tippen", sagte Coach Doc Rivers. "Aber um den Titel zu verteidigen, müssen wir uns weiter steigern."

Im Gegensatz zur letzten Saison geht Boston mit kaum verändertem Kader in die Spielzeit. James Posey und P.J. Brown sind die einzig nennenswerten Abgänge. Mit Patrick O?Bryant und den Rookies J.R. Giddens und Bill Walker, auf den Rivers große Stücke hält, stehen nur drei Spieler im Kader, die nicht zur Meistermannschaft der Saison 2007/2008 gehörten.

Mit den Cleveland Cavaliers wartet gleich am ersten Spieltag ein schwerer Gegner auf den Champion.

In den Playoffs gewannen die Celtics zwar alle ihre Heimspiele gegen die Cavs, verloren aber auch alle drei Auswärtspartien.

Bestes Team unter "King James"

Die Gäste wollen sich für das Ausscheiden revanchieren und ihren ersehnten ersten Meistertitel nach Cleveland holen. "Wir waren schon nah dran und konnten ein wenig am Titel schnuppern", sagt Starspieler LeBron James mit Bezug auf die Finals-Teilnahme 2007. "Aber ich will mehr und die Fans wollen auch mehr. Wir haben es verdient."

Der 23 Jahre alte Small Forward ist davon überzeugt, dass die Chancen nie so gut wie dieses Jahr stehen. "Das ist das beste Team, das wir jemals hatten, seitdem ich hier bin", führt "King James" aus.

Williams soll James entlasten

Mit Mo Williams haben die Cavaliers einen starken Point Guard in die Stadt am Eriesee gelockt. Der 25-Jährige soll James im Aufbau entlasten, damit sich der mit 30 Punkten im Schnitt beste Scorer der letzten Saison wieder vermehrt auf seine eigentliche Aufgabe konzentrieren kann.

"Wir sind von Spieler 1 bis 14 unglaublich talentiert, jeder kann mithalten. Und ich habe mich gegenüber Spiel 7 der Celtics-Serie fünfmal verbessert", tönt er.

Um diesmal in Boston zu bestehen, muss die Mannschaft ihre schlechte Punkte- und Wurfausbeute der vergangenen Saison im Garden verbessern. Nur 80,5 Punkte erzielten die Cavaliers bei einer Trefferquote von 37,5 Prozent in sechs Spielen, die sie alle verloren.

Große Aufregung bei Oden

Nicht nur der Champ, sondern auch der Vizemeister bestreitet in der Nacht auf Mittwoch sein erstes Spiel. Die Los Angeles Lakers treffen im heimischen Staples Center auf die Portland Trail Blazers.

Auch wenn die Lakers um Superstar Kobe Bryant wieder als heißester Anwärter auf den Titel des West-Champions zählt, so gilt der Gast aus Oregan als der Geheimtipp schlecht hin.

Vor allem auf das Debüt von Center Greg Oden, Nummer-Eins-Pick des Drafts 2007, ist man bei den Trail Blazers gespannt.

In der vergangenen Saison musste der 20-Jährige aufgrund einer Knieverletzung pausieren. "Ich bin schon sehr aufgeregt", sagt Oden. "Ich bin bereit für mein erstes Spiel."

Nummer-Eins-Pick debütiert

Neben dem Nummer-Eins-Pick von 2007 gibt auch der diesjährige seinen Einstand in der besten Basketballliga der Welt. Derrick Rose wird beim Hassduell der beiden Nachbarstaaten Illinois gegen Wisconsin für die Chicago Bulls gegen die Milwaukee Bucks erstmals auflaufen.

Sein Trainer, Neuling Vinny Del Negro, ist davon überzeugt, dass der 20-Jährige einen gelungenen Einstand zeigen wird. "Derrick ist mit seiner Athletik und seinen Fähigkeiten einzigartig", schwärmt der Coach.

Für Del Negros Gegenüber Scott Skiles kommt es zu einem besonderen Wiedersehen. Zehn Monate nach seiner Entlassung tritt der ehemalige Bulls-Trainer erstmals wieder im United Center an.

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