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Darko Milicic (l.) und Marc Gasol gehen dem 140-Kilo-Mann Yao Ming lieber aus dem Weg © getty

Die Houston Rockets setzen gegen die Memphis Grizzlies defensive Maßstäbe. Die Spurs scheitern trotz eines 64-Punkte-Tandems.

Von Michael Spandern

München - Die Houston Rockets sind offenbar mit dem neu verpflichteten Ron Artest defensiv noch stärker.

Der Auftaktgegner der Dallas Mavericks am Donnerstagabend bezwang die Memphis Grizzlies mit 82:71 (43:37) und ließ damit die wenigsten gegnerischen Punkte aller bisherigen 15 Partien zu.

Zwar stockte der Motor mal wieder in der Offensive. Doch nachdem die Gäste vor dem Schlussviertel bis auf 57:58 herangekommen waren, legten Yao Ming (21 Punkte, 10 Rebounds) und Co. hinten nochmals eine Schippe drauf und ließen nur 14 Punkte in den letzten zwölf Minuten zu.

"Das war hässlich"

Artest steuerte wie Tracy McGrady 16 Punkte bei, der Argentinier Luis Scola zwölf Punkte und 13 Rebounds. Doch die Rockets trafen nicht einmal 37 Prozent ihrer Würfe.

"Das war hässlich", gab Artest zu. "Aber wenn dabei ein Sieg herausspringt, nehmen wir den."

Bei den Grizzlies kam Rudy Gay auf 20 Punkte, Darrell Arthur auf elf Punkte und 15 Rebounds. Auch der spanische Rookie-Center Marc Gasol (jeweils zwölf Punkte und Rebounds) lieferte ein Double-Double ab. Allerdings traf Memphis von 13 Dreierversuchen keinen einzigen.

Zwei Angriffswaffen sind zu wenig

Ein erfolgreiches Trainerdebüt feierte Terry Porter, dessen Phoenix Suns wie zuletzt zweimal bei den San Antonio Spurs 103:98 (49:46) gewann.

Amare Stoudemire erzielte 22 Punkte und traf im Schlussviertel all seine vier Würfe.

Zwar erzielten Tim Duncan und Tony Parker jeweils 32 Punkte für den Meister von 2007. Doch ohne Manu Ginobili, der nach einer Sprunggelenks-Operation noch bis Dezember ausfällt, fehlte eine dritte Angriffswaffe.

Auch D'Antoni gleich erfolgreich

"Natürlich, das erste Mal ist schön, besonders wenn man auswärts gewinnt", sagte Porter, der den in der ersten Playoff-Runde gescheiterten Mike D'Antoni ersetzt hatte.

Der feierte seinerseits bei den New York Knicks einen 120:115 (60:45)-Sieg gegen die Miami Heat zum Einstand, ließ aber sowohl Stephon Marbury als auch Eddy Curry auf der Bank schmoren.

Jamal Crawford war mit 29 Zählern Matchwinner, für die Gäste aus Florida kam All-Star-Guard Dwyane Wade auf 26.

Nuggets ohne gesperrten Anthony

Im Duell der beiden Teams, die die Dallas Mavericks 2007 und 2008 jeweils in der ersten Runde aus den Playoffs geworfen hatten, gewannen die New Orleans Hornets 108:103 (56:57) bei den Golden State Warriors.

Dabei gerieten die Hornets nach einer Durststrecke von fast sechs Minuten im Schlussviertel in Rückstand, bevor Chris Paul (21 Punkte, elf Assists) 20 Sekunden vor dem Ende doch zum entscheidenden Korbleger kam.

Die Denver Nuggets mussten sich ohne ihren All-Star Carmelo Anthony, der eine Zwei-Spiele-Sperre wegen Fahrens unter Alkoholeinfluss absitzt, den Utah Jazz 94:98 (46:50) geschlagen geben.

Carlos Boozer führte die Jazz mit 25 Punkten und 14 Rebounds an, beim Verlierer verbuchte Allen Iverson 18 Punkte und acht Vorlagen.

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