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Pat Riley gewann als Cheftrainer fünf Meistertitel mit den L.A. Lakers und Miami © getty

Miamis Boss nimmt sich die Kritiker des Mega-Deals mit James, Wade und Bosh vor. Die meisten Bemerkungen seien "dumm" gewesen.

Von Martin Hoffmann

Miami - Sein Team hat im Sommer den vielleicht größten Personalcoup der NBA-Geschichte gelandet. Und sicher auch den meistdiskutierten.

Pat Riley, Teampräsident der Miami Heat, hat viele bewundernde Worte gehört und gelesen, seit neben Dwyane Wade auch LeBron James und Chris Bosh zu seinen Angestellten gehören.

Aber auch viel Verächtliches.

Nun hat Riley den Kritikern erstmals geantwortet - und sie kräftig abgewatscht 246607(DIASHOW: Die NBA-Wechselbörse).

"Dumm, absolut dumm"

"Ich denke, diese Leute sollten sich ein Leben besorgen", erklärte Riley bei einem groß angelegten Gespräch mit diversen Medienvertretern: "Das meiste davon war dumm, absolut dumm."

Namentlich erwähnte er den früheren NBA-Star Charles Barkley, Otis Smith, den General Manager der Orlando Magic und deren Trainer Stan Van Gundy.

Barkley hatte erklärt, dass James durch seinen Wechsel zu Miami nun nie "der Mann" sein würde, weil er sich in Miami das Rampenlicht mit Wade und Bosh teilen müsse.

Außerdem hatte Barkley über das TV-Special gespottet, in denen Miamis neues Star-Trio wie "punks" - frei übersetzt: wie Idioten - "auf der Bühne herumgesprungen sind".

Ärger über Barkley und Van Gundy

Barkley sei mit diesem "persönlichen Angriff" zu weit gegangen - "um einiges", so Riley.

Tief getroffen zeigte sich Riley auch von einem Spruch von Stan Van Gundy, einst sein Co-Trainer bei den Heat.

Van Gundy hatte erklärt, Bosh sei Wade vor dem Wechsel nach Miami zwei Wochen "wie ein Schoßhund" gefolgt, daher habe ihn Boshs Unterschrift bei den Heat nicht überrascht.

"Ich weiß nicht, was mit manchen dieser Jungs passiert ist", ärgerte sich Riley.

Antworten auf dem Platz

Smith hatte wiederum James nach seinem Wechsel von Cleveland nach Miami kritisiert: Er hätte ihn als "wettkampffreudiger" eingeschätzt. Große Spieler würden bei einem Team bleiben und dort etwas aufbauen.

"Das war eine absolut dämliche Bemerkung", fand Riley: "So etwas habe ich nie von ihm gehört, als er Rashard Lewis mit einem 128-Millionen-Dollar-Vertrag aus Seattle weggeholt hat."

An alle kritisch gesinnten Kollegen, Fans oder Medien gerichtet, meinte Riley schließlich: "Bald wird die Saison losgehen und wir werden spielen. Und ich glaube, das ist das Beste, was wir den Kritikern antworten können." (DATENCENTER: Der NBA-Spielpan)

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