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Lebron James (M.) ist der jüngste NBA-Spieler, der 15.000 Punkte erzielte © getty

Vorm Trainingsauftakt der Heat greift LeBron James vermeintliche Experten an und schöpft Motivation. Der Coach lobt seinen Mut.

Von Eric Böhm

München - Am Tag vor dem Trainingsauftakt der Heat hat sich LeBron James noch einmal die Kritiker seines Wechsels nach Miami vorgeknöpft.

"Es ist schon komisch. Viele Leute glauben, sie wüssten, was richtig für mich ist, obwohl sie nicht mal ihr eigenes Leben im Griff haben", zitiert "ESPN" den MVP, dessen Team sich in der Luftwaffen-Basis Panhandle auf die Titelmission vorbereitet.

Enttäuscht und frustriert sind dagegen nicht nur Fans und Verantwortliche in Cleveland, dass ihr Held seiner Heimat Ohio den Rücken gekehrt hat.

Auch Ikonen wie Michael Jordan oder Charles Barkley äußerten ihr Unverständnis für die Entscheidung vom "King" pro Miami, wo mit Dwyane Wade bereits ein absoluter Superstar der Platzhirsch ist und nun inklusive Chris Bosh drei Superstars vereint sind.

"Ein Schritt des Glaubens"

"Ich will nicht darauf herumreiten, was die Leute über mich gesagt haben", tut James gelassen, um im nächsten Atemzug zu betonen: "Aber ich persönlich schöpfe aus dem, was in diesem Sommer passiert ist, Motivation."

"Er ist genau jetzt ein motivierter Spieler", bestätigt sein Head Coach Erik Spoelstra. Und lobt den 25-Jährigen für seinen Wechsel: "Ich glaube, es brauchte unheimlich viel Mut, diesen Schritt zu machen."

Geradezu feierlich erläutert der Ex-Hertener: "Es ist ein Schritt des Glaubens in unser Unternehmen, so viele Dinge zu opfern und sich der Kritik auszusetzen, um an etwas teilzuhaben, für das er einen Teil von sich aufgibt."

Ellbogen schmerzt nicht mehr

Doch nun gehe es "weniger um Possen und mehr um das Spiel Basketball", stellt James eine Woche vor dem ersten Testspiel gegen die Detroit Pistons, das landesweit im TV zu sehen ist, fest.

Allerdings ist er noch nicht mal richtig angekommen in Miami: Er ist auf der Suche nach einer festen Bleibe, und die Verkehrsflüsse der Stadt kennt er ebenso wenig wie den schnellsten Weg zur Arena, behauptet "ESPN".

Zumindest habe er aber seinen lädierten Ellbogen, der ihm vor und während der Playoffs Schmerzen bereitete, auskuriert. "Wir sind bereit", tönt der Small Forward.

Am Ende eines langen Sommers

"Es geht nicht um Meisterschaft oder Pleite. Es geht um die Meisterschaft", stellt er klar.

"Ich kann es nicht erwarten wieder zu trainieren. Der Sommer war wohl einer der längsten meines Lebens", sagt James.

Denn auf dem Parkett spricht sein Spiel schließlich für sich.

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