vergrößernverkleinern
Dirk Nowitzki war bester Spieler der WM 2002 und der EM 2005 © getty

Dirk Nowitzki kann sich vorstellen, auch nach Ablauf seines Vertrags in Dallas weiter in der NBA aktiv zu sein - in anderer Rolle.

Von Julian Meißner

München - NBA-Superstar Dirk Nowitzki kann sich vorstellen, auch nach Ablauf seines bis 2014 laufenden Vertrags bei den Dallas Mavericks weiter in der besten Basketball-Liga der Welt aktiv zu sein.

"Im Moment gehe ich davon aus, meine Karriere in Dallas zu beenden. Aber man soll niemals nie sagen", sagte der 32-jährige Würzburger der "Süddeutschen Zeitung".

"Wenn's in vier Jahren immer noch nicht geklappt hat mit dem Titel, muss man mal sehen", so der Mavericks-Profi: "Vielleicht läuft's ja so gut und mein Körper macht so weit mit, dass ich noch bis 40 spielen kann. Dann übernehme ich halt eine andere Rolle, komme von der Bank und kann einer guten Mannschaft vielleicht noch helfen, die Meisterschaft zu gewinnen."

"Müssen uns nicht verstecken"

Nowitzki geht im Oktober in seine 13. NBA-Saison, den Titel konnte der MVP von 2007 noch nicht gewinnen.

Doch "Dirkules", der sich mit Yoga und Pilates fit hält, ist optimistisch, dass es irgendwann doch noch mit dem ganz großen Wurf klappt.

"Ich glaube nicht, dass wir uns im Westen verstecken müssen", meinte der 2,13 Meter große Power Forward vier Wochen vor dem Saisonstart gegen die Charlotte Bobcats: "Außer den Los Angeles Lakers gibt es dort keinen Favoriten, und hinter denen ist alles offen."

Cuban gibt den Ausschlag

Den gesamten Juni hatte Nowitzki nach eigener Aussage abgewogen, ob er sein Glück nach zwölf Jahren bei den Mavericks nicht doch einmal bei einem anderen Klub versuchen solle. Den Ausschlag habe letztendlich der Klubboss gegeben.

"Marc Cuban hat mir noch mal versichert, dass er seine ganzen Ressourcen bereitstellt, damit wir die Meisterschaft holen. Das war mir wichtig, das aus seinem Mund zu hören", sagte Nowitzki und bestätigte seinen Ruf als treue Seele: "In Dallas habe ich mir viel erarbeitet, die Fans waren immer loyal zu mir. Es wäre nicht richtig gewesen, wegzugehen, für mich hätte es sich angefühlt, als wäre ich weggerannt."

Suns ein Kandidat

Unter anderem seien die Phoenix Suns von Nowitzkis Freund Steve Nash an seinen Diensten interessiert gewesen, und "es gab auch andere Klubs mit finanziellem Spielraum".

Doch die Verbundenheit zu Dallas und die Hoffnung, es allen Kritikern durch einen Titelgewinn mit den Mavericks zu zeigen, behielten die Oberhand.

Nowitzki: "Mir fehlt ja nur noch der NBA-Titel, und wenn ich gewechselt wäre, hätte mir das die Meisterschaft so gut wie garantieren müssen. Das kann leider keine Mannschaft."

Zum Forum - jetzt mitdiskutieren! Zurück zur Startseite

teilentwitternE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel