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Kobe Bryant wurde seit 1998 in immer in das All-NBA-Team gewählt © getty

Der Superstar spielt zwar mehr als beim Auftakt in London, aber ist nicht effektiver. Die Spanier feiern einen Prestigeerfolg.

Von Eric Böhm

München - Im Prestigeduell zwischen Europa und den USA steht es 2:0 für den alten Kontinent. Nach dem Ryder-Cup-Team kassieren auch die Los Angeles eine bittere Pleite.

Gegen den aktuellen Euroleague-Titelträger FC Barcelona verlor der amtierende NBA-Champion mit 88:92 (44:45), trotz 24 Punkten des ehemaligen Barca-Stars Pau Gasol.

"Du willst immer gewinnen, aber es war ein emotionales Spiel, die Stimmung war phänomenal und den Fans hat es gefallen", sagte der spanische "Big Man".

Kobe Bryant sorgte dagegen nur bei seiner Vorstellung für Begeisterung.

Kobe noch nicht in Form

Der Superstar der Lakers spielte insgesamt 25 Minuten und kam auf 15 Zähler. Doch der Superstar ist nach seiner Knieoperation noch weit von seiner Topform entfernt.

Er traf lediglich zwei seiner 15 Würfe aus dem Feld und verfehlte alle sechs Versuche von der Dreierlinie.

"Es war ein Fortschritt. Das Knie fühlt sich gut an", machte Bryant den Lakers-Fans Hoffnung auf einen guten Saisonstart.

Bei den Spaniern, die bereits in die Saison gestartet sind, überragte Juan Carlos Navarro mit 25 Punkten und sechs Assists.

Wall wacht spät auf

Den zweiten Sieg im zweiten Spiel feierte dagegen das letztjährige Schlussslicht der Southeast Division, die Washington Wizards.

John Wall führte Washington zu einem letztlich ungefährdeten 97:83-Erfolg gegen die Cleveland Cavaliers.

Allerdings brauchte der erste Pick des diesjährigen NBA-Drafts gegen die "Lebron-losen" Cavaliers sehr lange, um in Schwung zu kommen.

Nach seinen 21 Punkten gegen Dirk Nowitzki und die Dallas Mavericks, gelangen Wall bei dem 97:83-Erfolg erst kurz vor Ende des dritten Viertels die ersten seiner insgesamt 12 Zähler. Als Wall aber auftaute, setzten sich die Wizards ab und gewannen klar.

Comeback der Bullets?

Wie lange die Hauptstädter diesen Beinamen noch tragen, ist freilich unklar.

Der neue Eigentümer Ted Leonsis bestätigte, dass er über eine Namensänderung nachdenkt. Die Washington Bullets könnten also ein unverhofftes Comeback feiern.

Der Klub hatte 1963 unter dem Namen Baltimore Bullets in der NBA debütiert. Zehn Jahre später folgte der Umzug nach Washington.

Kaman führt Clippers zum Sieg

Neben Dirk Nowitzkis Galaauftritt gegen Chicago, zeigte auch der zweite Deutsche in der NBA eine starke Leistung.

Chris Kaman kam bei dem 120:88-Erfolg seiner Los Angeles Clippers im kalifornischen Duell gegen die Sacramento Kings auf 20 Punkte.

Der ehemalige Nummer-Eins-Pick Blake Griffin steuerte ein Double-Double, 18 Zähler und 13 Rebounds, bei.

Topscorer der Kings war DeMarcus Cousins. Der Rookie, der am College in Kentucky Walls Teamkollege war, erzielte 15 Punkte.

Celtics bleiben ungeschlagen

Wie Washington bleiben auch die Boston Celtics in der Preseason ungeschlagen. Der amtierende East-Champion besiegte die New Jersey Nets in deren Halle mit 96:92 (56:54).

Ein Dreier von Marquis Daniels brachte 35 Sekunden vor dem Ende die Entscheidung.

Der gewichtige Neuzugang Shaquille O'Neal spielte in seiner Heimatstadt nur 11 Minuten, erzielte aber acht Punkte.

Die auffälligsten Spieler der Partie waren mit 20 Punkten und fünf Rebounds Glen Davis für die Celtics und Terrence Williams mit 17 Zählern, fünf Assists und vier Rebounds für die Nets.

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