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Gilber Arenas (M.) kam 2003 von den Golden State Warriors nach Washington © getty

Der Guard der Washington Wizards täuscht eine Knieverletzung vor, um einen Kumpel Spielzeit zu verschaffen. Das Team ist sauer.

Washington - Ein kleiner Freundschaftsdienst für einen Teamkollegen kommt Gilbert Arenas vom den Washington Wizards teuer zu stehen.

Der 28-Jährige hatte vor dem Heimspiel der Wizards am Dienstag gegen die Atlanta Hawks eine Knieverletzung vorgetäuscht, um seinem Kumpel Nick Young zu einem Einsatz zu verhelfen.

Der Klub verdonnerte Arenas laut Trainer Flip Saunders daraufhin zu einer Geldstrafe "in beträchtlicher Höhe". "Ich habe Young gesagt, dass ich das Spiel opfern würde, um ihm Spielzeit zu verschaffen. Er ist momentan ziemlich frustriert", sagte Arenas.

Von einer Suspendierung des Spielers habe man noch einmal abgesehen, seinen Stammplatz in der Startformation der Wizards habe Arenas aber vorläufig verloren.

Arenas bleibt Enfant Terrible

Arenas ist und bleibt das Enfant Terrible der Wizards. Der Guard hatte in diesem Jahr schon einmal für großes Aufsehen gesorgt, als er im Januar wegen unerlaubten Mitführens von Schusswaffen für den Rest der Saison von der NBA gesperrt wurde.

Arenas hatte vor einem Gericht in Washington zugegeben, am 21. Dezember 2009 vier Pistolen in seinem Spind im Umkleideraum deponiert zu haben.

Das Gericht verurteilte ihn daraufhin zu einer Haftstrafe von zwei Jahren auf Bewährung.

Keine Strafe von der NBA

Die NBA wird die neuste Eskapade des Guards allerdings nicht zusätzlich ahnden, da ein Profi nicht zweimal für das gleiche Vergehen bestraft werden kann.

"Ich habe schon wieder Mist gebaut. Ich hatte nicht gedacht, dass es so einen Aufschrei geben würde. Alles was ich tue, wird extrem aufgebauscht", versuchte Arenas sich halbherzig zu entschuldigen.

Das Spiel wäre der erste Heimauftritt "Agent Zeros" nach seiner 50-Spiele-Sperre gewesen.

Ob Arenas am Donnerstag gegen Milwaukee zum Einsatz kommt, entscheidet jetzt einzig Coach Flip Saunders

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