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Dirk Nowitzki geht mit den Mavericks in seine 13. NBA-Saison © getty

Die Mavs gewinnen die Generalprobe gegen Houston durch den Tip-In eines Überraschungs-Reservisten. Zwei Wackelkandidaten jubeln.

Von Michael Spandern

München - Vier Tage vor dem Auftakt der 65. NBA-Saison haben sich die Dallas Mavericks erneut als One-Point-Wonder bewährt.

Das Team von Dirk Nowitzki, das seit zehn Saisonspielen, die mit einem Punkt Unterschied ausgingen, unbesiegt ist, gewann die Generalprobe gegen die Houston Rockets durch einen Tip-In von Shawn Marion mit der Schlusssirene mit 97:96 (47:53).

Vier Zehntelsekunden vor Schluss trat Rockets-Zugang Courtney Lee, der einen Pass von Jason Terry abgefangen hatte, auf die Seitenlinie, und bescherte den Gastgebern die unverhoffte letzte Chance.

Lob-Pass über den China-Riesen

Mavericks-Spielmacher Jason Kidd sah sich beim Einwurf dem 2,29-Meter-Riesen Yao Ming gegenüber, behielt aber den Überblick. Der 37-Jährige legt den Ball mit einem Lobpass zentimetergenau zum Tip-In für den unbedrängt zum Korb schneidenden Shawn Marion vor.

The "Matrix", zwei Tage zuvor beim 76:101-Debakel in Orlando noch geschont, sorgte mit seinen Punkten elf und zwölf für den den vierten Sieg im achten Vorbereitungsspiel der Texaner. "So war der Spielzug aufgezeichnet, und wir haben das in Perfektion umgesetzt", stellte Marion fest.

Bester Werfer der Mavs war Caron Butler mit 25 Punkten, gefolgt von Dirk Nowitzki, der neben 20 Zählern sechs Rebounds beisteuerte.

Aufholjagd in vier Minuten

Noch viereinhalb Minuten vor Schluss hatten die Gastgeber mit 83:92 zurückgelegen. Doch Nowitzki mit einem Dreier und einem Mitteldistanzwurf, sowie Kidd brachten Dallas auf 91:94 heran.

1:29 Minuten vor dem Ende baute Luis Scola den Vorsprung der Rockets, die ohne ihren vergrippten Head Coach Rick Adelman angereist waren, wieder auf fünf Punkte auf.

Danach stieg auch Center Brendan Haywood zum Matchwinner auf, als er zunächst Houstons Topscorer Chase Budinger (19 Punkte) blockte, dann den Offensiv-Rebound nach einem Nowitzki-Fehlwurf holte und per Dunking zum 95:96 verwertete. Fünf Blocked Shots und neun Rebounds standen letztlich auf Haywoods Konto.

Cardinal und Novak bleiben

Jubeln durften am Freitag vor allem die Wackelkandidaten Steve Novak und Brian Cardinal. Mavericks-Besitzer Mark Cuban, Sportdirektor Donnie Nelson und der Trainerstab entschieden, beide im Kader zu lassen und damit das Maximum von 15 Spielern auszuschöpfen.

Novak sei "einer der besten Schützen auf diesem Planeten", erläuterte Head Coach Rick Carlisle. Und "Cardinal ist ein guter Allrounder. Er kann gut verteidigen und freie Würfe treffen. Diese beiden Jungs haben bewiesen, dass sie etwas beisteuern, was uns nützt."

"Wir sind erwachsene Männer, und wenn man gute Nachrichten erhält, versucht man nicht wie ein kleines Kind zu reagieren", sagte der 27-jährige Novak. "Aber kein Zweifel: ich war richtig aufgedreht."

Der Kombo-Forward trug in knapp drei Minuten einen Rebound zum Sieg bei, Cardinal verpasste die Partie aus gutem Grund: Der Nowitzki-Ersatzmann und seine Frau erwarten die Geburt ihres dritten Kindes in Indiana.

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