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Die Los Angeles Lakers sind seit 2000 fünfmal NBA-Champion geworden © getty

In der Pacific Division ist Rang eins für die Los Angeles Lakers reserviert. Dahinter wird es deutlich enger als im Vorjahr.

Von Olaf Mehlhose

München - Die Los Angeles Lakers wollen das Triple.

Von vielen Experten wird der Vorjahres-Champion als Favorit für die kommende NBA-Saison gesehen - trotz des Triumvirats der Miami Heat.

Trainer-Guru Phil Jackson zumindest wird sich in seiner letzten Saison mit nichts weniger als seinem zwölften Meisterschaftsring zufriedengeben.

Vielleicht ist es den Lakers da sogar ganz recht, dass sich das mediale Interesse auf die Miami Heat konzentriert.

Konkurrenz ist in der Pacific Division nicht in Sicht: Mehr als eine Playoff-Teilnahme ist für die anderen Teams nicht drin.

"Black Mamba" weiter dominant

Mit Kobe Bryant hat der Titelverteidiger den derzeit besten "Shooter" der NBA in seinen Reihen.

Der 32-jährige Bryant wird sich in der Saison sicherlich die eine oder andere Auszeit nehmen.

Doch in den K.o.-Spielen wird der MVP der letzten beiden Finalserien wieder zur Hochform auflaufen wollen.

Bärenstark unter den Brettern

Die zweite große Stärke der Lakers ist ihre Dominanz unter den Körben.

Mit Pau Gasol, Lamar Odom und Andrew Bynum ist der Champion auf den Innenpositionen ausgezeichnet besetzt

Die Achillesferse ist allerdings das Knie von Center Bynum, der in den vergangenen Jahren immer wieder wegen Verletzungen ausfiel.

Gasol als zweiter Star

Vor allem Gasol ist in den vergangenen beiden Spielzeiten aus der Rolle des Co-Stars von Bryant herausgetreten.

Der spanische Forward besticht durch hohes Spielverständnis und Effizienz an beiden Enden des Feldes.

Mit Matt Barnes stößt ein Spieler nach Los Angeles, der in Orlando vor allem durch seine Defensiv-Qualitäten auf sich aufmerksam machte.

Barnes entlastet "Ron-Ron"

Barnes' Hauptaufgabe besteht hauptsächlich darin, Ron Artest zu entlasten.

Mit Jordan Farmar verlor der Titelverteidiger zwar einen talentierten Spieler. Doch der 24-Jährige war ohnehin nie über die Rolle des Backups von Point Guard Derek Fisher hinausgekommen.

Fazit: Der Weg zum Titel führt nur über die Lakers - auch für Miami.

Suns können Stoudemire nicht ersetzen

Die Phoenix Suns erreichten in der vergangenen Spielzeit das Conference-Finale, verloren aber in einer äußerst umkämpften Serie mit 2:4 gegen die Lakers.

Ein ähnlicher Erfolg ist in dieser Saison jedoch nicht zu erwarten: Hidayet Türkoglu besitzt trotz all seines Könnens weder die Athletik noch die Scoring-Qualitäten des zu New York abgewanderten Amare Stoudemire.

Trotz Dauerbrenner Steve Nash ist das Erreichen der Playoff-Platz das höchste der Gefühle für die Suns.

Kaman und Co. mit neuem Coach

Den Los Angeles Clippers dagegen ist einiges zuzutrauen: Neu-Coach Vinny del Negro kann aus einem Reservoir talentierter Spieler schöpfen.

Der deutsche Center Chris Kaman ist in jeder Partie für 20 Punkte und zehn Rebounds gut.

Zu welchen Großtaten Baron Davis fähig ist, wissen die Dallas Mavericks aus leidvoller Erfahrung - 2007 führte der zweimalige All-Star die Golden State Warriors in den Playoffs zum Sensationserfolg über die Mavs.

Griffins Knie und Davis' Launen

Auch Forward Blake Griffin besitzt alle Fähigkeiten, um ein NBA-Star zu werden. Mit Eric Gordon, Al-Faroug Aminu, Eric Bledsoe und Willie Warren haben die Clippers weitere hoch veranlagte Spieler in ihrem Kader.

Wenn Griffins Knie hält und "Diva" Davis sein ohne Zweifel vorhandenes Können abruft, sollte eine Playoff-Teilnahme kein Problem darstellen.

Youngster lassen Kings hoffen

Die Sacramento Kings sind noch in der Entwicklung.

Allerdings verfügen die Kings mit Tyreke Evans, dem Top-Rookie der vergangenen Saison, und dem 20-jährigen DeMarcus Cousins über zwei potenzielle All-Stars. Neuzugang Samuel Dalembert wird die Defensive mit seiner Athletik stabilisieren.

Ob die junge Mannschaft von Paul Westphal jedoch die Playoffs erreicht, bleibt abzuwarten.

Lee hievt Warriors nicht in die Playoffs

Die Golden State Warriors haben sich mit David Lee entscheidend verstärkt.

Zudem sind die Warriors auf den Guard-Positionen mit Monta Ellis und Weltmeister Stephen Curry hervorragend besetzt.

Die Playoffs sind dennoch unwahrscheinlich: Dafür fehlt dem Kader die nötige Tiefe.

SPORT1hat die Fakten zur Pacific Division:

Los Angeles Lakers:

Halle: Staples Center (18.997 Plätze)Trainer:Phil Jackson2009/10:Champion Wichtige Zugänge: Steve Blake, Matt Barnes, Theo RatliffWichtige Abgänge: Jordan Farmar, Adam Morrison, Josh PowellMögliche Starting Five: Derek Fisher, Kobe Bryant, Ron Artest, Lamar Odom, Pau Gasol

SPORT1-Prognose: Platz eins, wenn Andrew Bynum fit bleibt, sind der Sieg in der Division und die NBA-Finals erneut gebucht.

Phoenix Suns:

Halle: US Airways Center (18.422 Plätze)Trainer: Alvin Gentry2009/2010: Aus im Conference-Finale gegen die LakersWichtige Zugänge: Hedo Turkoglu, Josh Childress, Hakim WarrickWichtige Abgänge: Amare Stoudemire, Leandro Barbosa, Dwayne Jones, Louis Amundson, Jarron CollinsMögliche Starting Five: Steve Nash, Jason Richardson, Grant Hill, Channing Frye, Robin Lopez

SPORT1-Prognose:Platz zwei, obwohl die Abgänge von Stoudemire und Barbosa ein Verlust sind, werden nur die Lakers vor dem Team aus Arizona einlaufen.

Los Angeles Clippers:

Halle: Staples Center (19.060 Plätze)Trainer: Vinny del Negro2009/2010: 12. Platz in der Western ConferenceWichtige Zugänge: Al-Farouq Aminu, Eric Bledsoe, Randy Foye, Ryan Gomes, Jarron CollinsWichtige Abgänge: Drew Gooden, Travis Outlaw, Mardy Collins, Steve BlakeMögliche Starting Five: Baron Davis, Eric Gordon, Ryan Gomes, Blake Griffin, Chris Kaman

SPORT1-Prognose: Platz drei, wobei viel von der Fitness und Form von Pointguard-Diva Davis und Griffin abhängen wird.

Sacramento Kings:

Halle: Arco Arena (17.317 Plätze)Trainer: Paul Westphal2009/2010: 14. Platz in der Western ConferenceWichtige Zugänge: DeMarcus Cousins, Samuel Dalembert, Antoine Wright, Darnell JacksonWichtige Abgänge: Andres Nocioni, Spencer Hawes, Jon Brockman, Dominic McGuireMögliche Starting Five: Beno Udrih, Tyreke Evans, Donte Greene, Carl Landry, DeMarcus Cousins

SPORT1-Prognose:Platz vier, weil sich das junge Team finden wird und bis zu zehn Siege mehr einfährt als im Vorjahr.

Golden State Warriors:

Halle: Oracle Arena (19.596 Plätze)Trainer: Keith Smart2009/2010: 13. Platz in der Western ConferenceWichtige Zugänge: David Lee, Charlie Bell, Louis Amundson, Rodney Carney, Dan GadzuricWichtige Abgänge: Raja Bell, Anthony Tolliver, Ronny Turiaf, Anthony Randolph, Kelenna Azubuike, Corey Maggette, Anthony MorrowMögliche Starting Five: Stephen Curry, Monta Ellis, Dorell Wright, David Lee, Andris Biedrins

SPORT1-Prognose:Platz fünf, denn die Warriors befinden sich in einem typischen Übergangsjahr, weshalb die Playoffs kein Thema sein werden.

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