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Dirk Nowitzki steht mit 21.111 erzielten punkten auf Rang 27 der ewigen Bestenliste © getty

350-Millionen-Verlust, Gedankenspiele über weniger Teams: In der NBA rumort es - und der Mavs-Star ist "auf alles gefasst".

München - Deutschlands Basketballstar Dirk Nowitzki schließt vor dem Hintergrund gravierender finanzieller Probleme in der nordamerikanischen Profiliga NBA einen Streik nicht aus.

"Es wird im kommenden Jahr etwas passieren. Die Gehälter werden gekürzt. Mal schauen, ob die Spieler bestreikt werden", sagte der Würzburger am Montagnachmittag in einer Telefonkonferenz.

Nowitzki geht in der Nacht zum Donnerstag (ab 2.30 Uhr LIVESCORES) in seine 13. Saison für die Dallas Mavericks (DATENCENTER: Der Spielplan der Mavericks).

Die Vereine rechnen in der am Dienstag beginnenden Saison mit Verlusten in Höhe von 350 Millionen Dollar. NBA-Boss David Stern will deshalb bei einem Krisengipfel mit der Spielergewerkschaft an einem Sparplan basteln.

Als mögliche Maßnahme wird auch eine Reduzierung der Ligastärke erwogen. Derzeit besteht die NBA aus 30 Teams.

Man müsse sich, so Stern, mit Spielern, Teams und den Städten an einen Tisch setzen und nach Lösungen suchen. Wichtig sei vor allem, dass die Teams künftig wirtschaftlich profitabel arbeiten.

Stern sieht die Liga "offen für Einsparungen" und möchte die Spielerkosten um gleich 700 Millionen Dollar (500 Millionen Euro) drücken.

Nowitzki rät zu Vernunft

"Die Zuschauerzahlen in den Hallen sind zurückgegangen", sagte Dirk Nowitzki und riet zur Vernunft: "Jeder muss sich der Finanzlage anpassen. Wir Spieler müssen auf alles gefasst sein."

Möglicherweise geht es dabei auch dem "German Wunderkind" an den Geldbeutel. Dabei hatte der 32-Jährige unlängst seinen Vertrag bei den Mavericks um vier Jahre verlängert. Sein Gehalt soll bei 20 Millionen Dollar liegen.

Ein Phänomen des US-Sports

Einen sogenannten Lockout hat es in der NBA bereits in der Saison 1998/99 gegeben. Damals startete die Spielzeit erst im Februar 1999 und umfasste nur noch 50 anstelle der üblichen 82 Begegnungen pro Team.

Härter hatte es die nordamerikanische Eishockey-Profiliga NHL getroffen. Die Spielzeit 2004/05 fiel dem Streik zum Opfer, die Saison 1994/95 fand stark gekürzt statt. In beiden Fällen hatten etliche NHL-Spieler ihr Geld in der DEL verdient.

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