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Dirk Nowitzki nahm bereits an neun All-Star-Spielen teil © imago

Vor seinem 13. Anlauf auf den Titel erklärt Dirk Nowitzki SPORT1, was für Dallas spricht und wie viel ihm Loyalität bedeutet.

Von Eric Böhm

München - Dirk Nowitzki hat die Hoffnung noch nicht aufgegeben. Der Würzburger ist auch vor dieser NBA-Saison zuversichtlich, dass es endlich mit der ersehnten Meisterschaft klappt. (DATENCENTER: Der NBA-Spielplan)

Nowitzki möchte nicht das gleiche Schicksal erleiden wie Karl Malone oder Charles Barkley. Die beiden Superstars liefen über ihre gesamte Karriere einer Meisterschaft hinterher. 113178(DIASHOW: Legenden ohne Ring)

Dabei soll ausgerechnet die 13. Spielzeit in der besten Liga der Welt dem deutschen Superstar das nötige Quäntchen Glück bescheren. (Vorschau Southwest Division)

In der Nacht zum Donnerstag (ab 2.30 Uhr LIVESCORES) starten die Mavericks gegen die Charlotte Bobcats in die Mission Titel.

"Wollte immer in Dallas bleiben"

Dabei hatten viele Experten Nowitzki von einer Verlängerung bei den Texanern abgeraten, falls er je eine Meisterschaft gewinnen wolle. Der 2,13 Meter-Riese entschied sich aber ganz bewusst für einen neuen Vierjahresvertrag in Dallas.

"Ich wollte immer in Dallas bleiben. Wenn man sich die Teams anschaut, die wirklich Geld übrig hatten, wären die Titelchancen dort sicher nicht größer gewesen als hier", sagt Nowitzki SPORT1.

Die Beziehung zu Mark Cuban hat natürlich auch eine große Rolle gespielt.

"Cuban hat mich auf und außerhalb des Feldes immer unterstützt. Wir haben ein freundschaftliches Verhältnis. Es hätte sich nicht richtig angefühlt, irgendwo anders zu spielen", ergänzt das ehemalige "German Wunderkind".

Nur der Ring zählt

Denn einen der begehrten Meisterschaftsringe zu ergattern ist für Nowitzki die einzige Motivation.

"Mein persönliches Ziel wird sich bis zum Ende der Karriere nicht mehr ändern. Ich will hier eine Meisterschaft gewinnen", sagt der frühere MVP.

Die 304062zahlreichen Meilensteine, die er in dieser Spielzeit knacken könnte, interessieren da nicht einmal am Rande.

"Große persönliche Ziele habe ich nicht mehr. Ich habe viel mehr erreicht, als ich mir jemals erträumt hätte. Deswegen zählt in den nächsten vier Jahren nur der Titel", stellt Nowitzki klar.

Nowitzki ist im Rhythmus

Dafür verzichtete der Würzburger sogar auf die Weltmeisterschaft. Sein persönlicher Trainer und Freund Holger Geschwindner hält diese lange Pause zwar für nicht unproblematisch, aber der beste deutsche Basketballer aller Zeiten sieht da keine Schwierigkeiten.

"Die ersten zehn Tage der Vorbereitung waren nicht ganz einfach. In den Spielen habe ich den Rhythmus aber schon wieder ganz gut gefunden. Ich glaube, dass ich gut in die Saison komme", meint Nowitzki.

"Lakers sind Topfavorit"

Dem großen Traum ordnet der 32-Jährige alles unter. Das Unterfangen ist durch Lebron James' Wechsel nach Miami zwar nicht leichter geworden, dennoch kann er die Kritik an dem Superstar nicht nachvollziehen.

"Er war Free Agent und hat sich für Miami entschieden. Das ist absolut legitim, damit sollte das Thema auch erledigt sein", sagt Nowitzki.

Topfavorit sind seiner Meinung nach ohnehin die Lakers: "Die Lakers sind zusammengeblieben und damit auch der Topfavorit. Im Osten gilt es Orlando, Boston und natürlich Miami zu beachten."

"Werden gutes Jahr spielen"

Von seinem eigenen Team erwartet "Dirkules" freilich auch, dass es ein gewichtiges Wörtchen mitredet.

"Die Mannschaft sieht gut aus. Die Preseason sollte man nicht überbewerten. Wir haben eine gute Truppe. Wir werden ein gutes Jahr spielen und dann müssen wir sehen, was am Ende rauskommt", ist er guten Mutes.

Auch wenn es Besitzer Mark Cuban nicht gelang, einen Topstar zu holen, hält Nowitzki die Neuzugänge für Verstärkungen.

"Tyson Chandler ist ein sehr interessanter Mann. Er hatte in den letzten zwei Jahren Verletzungsprobleme, aber er ist sehr athletisch, blockt Würfe und kann abschließen. Rookie Dominique Jones hat ein fantastisches Ballhandling und beherrscht beide Guard-Positionen", stellt der Routinier die beiden bekanntesten Namen vor.

"Tiefster Kader der NBA"

Mark Cuban, der wortgewaltige Besitzer der Mavs, geht sogar noch einen Schritt weiter und behauptet, Dallas hätte den tiefsten Kader der gesamten NBA. Nowitzki möchte da seinem Besitzer nicht widersprechen.

"Wir sind auf jeden Fall vorne dabei. Wenn Jason Terry und der viermalige All-Star Shawn Marion nicht starten, sagt das schon etwas aus. Außerdem hoffe ich, dass Rodrigue Beaubois bald wieder gesund ist", sagt der deutsche Nationalspieler.

Den breiten Kader werden die Mavericks auch brauchen, wenn die "13" tatsächlich Dirk Nowitzkis neue Glückszahl werden soll.

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