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Erfolgreich kooperiert: Kobe Bryant (l.) und Steve Blake © getty

In einer dramatischen Endphase sichert ein Neuling dem Meister den Auftaktsieg gegen Houston. Portland rächt sich an Phoenix.

Von Martin Hoffmann

München - Stell dir vor, du bist Meister - und keiner sieht hin.

Ganz so dramatisch ist die Situation der Los Angeles Lakers zwar nicht, aber wohl noch nie ist die Saisonpremiere eines amtierenden NBA-Meisters so überschattet worden.

Die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit bündelt sich auf die fehlgeschlagene Premiere des Star-Trios der Miami Heat (DATENCENTER: Der NBA-Spielplan).

Der knappe 112:110-Sieg der Lakers gegen die Houston Rockets war im Vergleich dazu fast ein lokales Ereignis.

Wenn auch ein lokales Ereignis mit Jack Nicholson, David Beckham, Denzel Washington, Justin Bieber und Leonardo DiCaprio 304501(DIASHOW: Bilder des NBA-Auftakts).

Dramatische Schlussphase

Die prominente Stammkundschaft musste bis zum Schluss um den Auftakterfolg ihres Teams zittern, das vor dem Spiel seine Meisterschaftsringe ausgehändigt bekam.

Die Lakers lagen zur Halbzeit 51:62 zurück, der Rückstand war zwischenzeitlich gar auf 15 Zähler angewachsen.

"Wir haben in der ersten Halbzeit nicht mit dem richtigen Tempo gespielt", befand Coach Phil Jackson: "Wir haben zwar viele Würfe genommen - gut waren aber die wenigsten."

Im letzten Durchgang eroberte L.A. durch einen Treffer von Shannon Brown zum 88:86 die Führung, ehe dann in einem dramatischen Finish die Führung allein in der letzten Minute viermal hin- und herwechselte.

Neuzugang wird zum Helden

18 Sekunden vor Schluss sorgte dann ein Neuling für die Entscheidung: Auf Vorlage von Kobe Bryant versenkte der aus Portland gekommene Point Guard Steve Blake einen Dreier zum Endstand.

Luis Scola und Aaron Brooks vergaben die letzten Trefferchancen für Houston.

Die Stars der Lakers zeigten sich schon in ordentlicher Verfassung: Bryant - durch eine Knie-OP in der Vorbereitung gehandicappt - kam auf 27 Punkte, Pau Gasol zu 29 Zählern und elf Rebounds (STATISTIK: Die Tagesbesten).

Houstons Top-Scorer war Kevin Martin mit 26 Punkte. Center Yao Ming kam in seinem ersten Spiel nach der komplett verpassten Vorsaison 23 Minuten Spielzeit auf neun Punkte und elf Rebounds

Portland rächt sich an Phoenix

Das dritte Spiel des NBA-Premierentages ging an Blakes Ex-Kollegen von den Trail Blazers.

Die gewannen ihr Heimspiel gegen die Phoenix Suns mit 106:92 - und rächten sich damit für das Playoff-Aus in der Vorsaison.

Den Suns um Spielmacher-Altmeister Steve Nash - bester Werfer der Partie mit 26 Punkten - gelang zum Schluss gar nichts mehr.

Portland drehte die Partie mit einer 18:1-Serie in den letzten sechs Minuten.

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