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Dwyane Wade (M.) erzielt beim Sieg über die Philadelphia 76ers 30 Punkte © getty

Die Heat fertigen die 76ers ab. Die Thunder lassen Chicago abblitzen. Griffins Double-Double reicht den Clippers nicht.

Von Olaf Mehlhose

München - Noch ist etwas Sand im Getriebe.

Zumindest durften sich die Miami Heat über einen 97:87 (49:41)-Erfolg bei den Philadelphia 76ers freuen. 304501(DIASHOW: Bilder des NBA-Auftakts)

Allerdings konnte Miami trotz seines Star-Trios LeBron James, Dwyane Wade und Chris Bosh nur streckenweise überzeugen und ließ noch viele Qualitäten eines Titelkandidaten vermissen.

Bester Akteur in den Reihen der Heat war Shooting Guard Wade, der mit 30 Punkten, sieben Rebounds, vier Assists und drei Steals aufwartete. (DATENCENTER: Der NBA-Spielplan)

Jones springt in die Bresche

James (16 Punkte) und Bosh (15) steuerten gemeinsam 31 Punkte bei, trafen aber nur 11 von 24 Würfen aus dem Feld.

Für die beiden Forwards sprang an diesem Abend James Jones in die Bresche. Der 30-Jährige versenkte sechs Dreier und kam auf 20 Punkte.

Bei Philadelphia lieferte Rookie Evan Turner bei seinem NBA-Debüt eine starke Leistung ab: Der 21-Jährige verbuchte 16 Punkte, sieben Rebounds und vier Assists.

"Flash" ist der Matchwinner

"Wir haben unseren Höhepunkt noch nicht erreicht, wir sind nicht einmal nahe dran", sagte Matchwinner "Flash" Wade: "Wenn es wichtig wird, werden wir aber da sein."

Die drei Top Stars der Heat machten tatsächlich den Eindruck, als benötigen sie noch einige Spiele, um die perfekte Abstimmung untereinander zu finden.

Einzig Wade präsentierte sich gegen die 76ers sich in starker Verfassung.

"Heute ist es schon besser gelaufen", erkärte der 28-Jährige: "Ich habe immer noch einige gute Möglichkeiten ausgelassen, aber es kommt."

James wird ausgebuht

"King James" wurde bei seiner Vorstellung in Philadelphia gnadenlos ausgebuht - seit der Bekanntgabe seines Wechsels zu den Heat ist der zweimalige MVP zu einem der meistgehassten Spieler der NBA geworden.

Doch "The Chosen One" ließ sich durch die Unmutsbekundungen der Fans nicht aus der Ruhe bringen.

"Ich bin während meiner gesamten NBA-Karriere ausgebuht worden", sagte James: "Sie buhen mich aus, weil sie es lieben, wie ich Basketball spiele."

Oklahoma kämpft Bulls nieder

Topscorer Kevin Durant (30 Punkte) führte die Oklahoma City Thunder zu einem umkämpften 106:95 (59:54)-Erfolg über die Chicago Bulls.

Tatkräftige Unterstützung erhielt "KD" von Spielmacher Russell Westbrook, der 28 Punkte, zehn Rebounds und sechs Assists verbuchte.

Bei den Bulls lieferte Center Joakim Noah ein Double-Double ab (19 Rebounds, 18 Punkte), bester Werfer war Derrick Rose mit 28 Punkten.

11:0-Run bringt die Entscheidung

Die Bulls, bei denen der von den Celtics abgewanderte Coach Tom Thibodeau seinen Einstand gab, gestalteten die Partie bis kurz vor Schluss ausgeglichen.

Erst mit einem 11:0-Lauf in den letzten Spielminuten stellten die Thunder die Weichen auf Sieg.

"Wir sind ein Defensiv-Team. Defense kommt zuerst, sie leitet die Offensivaktionen ein", erklärte Durant: "Im vierten Viertel haben wir uns nur auf die Verteidigung konzentriert. Das ist uns gut gelungen, wir haben viele Angriffe unterbunden."

Griffin glänzt, Clippers verlieren

Trotz eines überragenden Blake Griffin mussten sich die Los Angeles Clippers den Portland Trail Blazers mit 88:98 (49:54) geschlagen geben.

Griffin glänzte in seinem ersten Pflichtspiel für die Clippers mit 20 Punkten und 14 Rebounds - das gesamte vergangene Jahr hatte der Forward wegen einer Knieverletzung verpasst.

"Es ist eine Erleichterung, dass ich es zurück geschafft habe, aber ich will das Spiel nicht größer machen als es ist", gab sich der 21-Jährige bescheiden.

Topscorer bei Los Angeles war Eric Gordon mit 22 Zählern, der deutsche Center Chris Kaman kam auf acht Punkte und griff sich elf Rebounds. Bei den Trail Blazers verzeichnete Shooting Guard Brandon Roy die größte Punktausbeute (22).

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