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Dirk Nowitzki verursachte zwei Turnovers der Mavericks © getty

Eine Ansammlung unnötiger Ballverluste verschafft Nowitzki und Co. im zweiten Saisonspiel eine unnötige Niederlage.

Von Martin Hoffmann

München - 6,7 Sekunden blieben den Dallas Mavericks, das Unheil abzuwenden.

Marc Gasol hatte für die Memphis Grizzlies per Freiwurf zum 91:90 getroffen, den zweiten aber vergeben.

Shawn Marion griff sich für Dallas den Rebound, sein Team hatte also noch alle Chancen auf eine erfolgreiche Antwort.

Doch Dallas' letzter Angriffsversuch endete symptomatisch: Erst wurde Jason Terry der Ball weggeschlagen, und eine weitere Auszeit war nötig. Dann gab es noch einen Fehlpass von Jason Kidd auf Terry 304501(DIASHOW: NBA-Woche 1).

Dallas' erste Saisonniederlage war besiegelt - und es war eine höchst unnötige (DATENCENTER: Der NBA-Spielplan) .

Fehler an Fehler

Dirk Nowitzkis Team reihte bei dem zweiten Heimspiel nach dem Auftaktsieg gegen Charlotte Fehler an Fehler, besonders im letzten Durchgang, in den es noch mit einem 75:69-Vorsprung gegangen war (Halbzeitstand: 50:41).

Doch mit neun Turnovers und zwölf Fehlversuchen aus dem Feld bei 18 Anläufen warfen die Mavericks die Partie praktisch von selbst in die Tonne.

"Bad execution", eine schlechte Ausführung, war dann auch das Urteil von Nowitzki ebenso wie von Coach Rick Carlisle.

"Gegen jede Logik"

"Wir hatten genug Chancen", ärgerte sich Nowitzki: "Wir hatten den Ball und sechs Sekunden Zeit und sind nicht mal zu einem Wurf gekommen. Eine schlimme Niederlage, das Spiel hätten wir gewinnen müssen."

Warum, zeigte Carlisle mit einem Blick auf die Treffer-Statistik: "Wir haben sie auf einer Quote von 38 Prozent gehalten und haben selbst 47 Prozent verwandelt. Das sind Gewinner-Zahlen."

Die Ballverlust-Quote (Dallas: 20, Memphis: 13) war aber Dallas' Verlierer-Zahl - und Anlass für reichlich Frust beim Coach: "Einige unserer Fehler waren gegen jede Logik."

Freiwurf-Serie endet

Nowitzki, mit 27 Punkten bester Werfer der Partie (SERVICE: SPORT1-Nowitzki-Watch), konnte sich auch nicht mit seiner persönlichen Jagd nach dem Freiwurf-Rekord von Micheal Williams aus dem Jahr 1993 trösten.

Nowitzki blieb bei 82 erfolgreichen Versuchen hintereinander stecken - 97 wäre die zu knackende Marke gewesen. Es bleibt Platz drei in der ewigen Statistik hinter Williams und Jose Calderon (87).

Fünfeinhalb Minuten vor der Halbzeit vergab "Dirkules" erstmals wieder von der Linie aus.

Es passte an diesem Abend nur zu gut ins Bild.

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