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Dwyane Wade wurde 2003 von den Heat gedraftet © getty

Der Star-Trupp rächt sich mit einer Abreibung für Orlandos Sommer-Sticheleien. Der Lakers-Coach feiert einen Jubiläumssieg.

Von Martin Hoffmann

München - Vom Florida-Rivalen Orlando Magic gab es im Sommer kräftige Sticheleien, als die Miami Heat ihren Star-Trupp aus LeBron James, Chris Bosh und Dwyane Wade präsentierten.

Sportchef Otis Smith hatte über James erklärt: "Ich hätte gedacht, dass er mehr von einem Wettkämpfer hätte." Trainer Stan Van Gundy verglich Bosh mit einem "Schoßhund" 304501(DIASHOW: NBA-Woche 1).

Die Heat-Stars sparten sich damals eine Antwort. Sie haben sie nun auf dem Platz gegeben. Mit 96:70 (51:54) gewann Miami seine Heimpremiere gegen den großen Ost-Konkurrenten so deutlich, dass es an eine Demütigung grenzte (DATENCENTER: Alle Ergebnisse).

"Ein Aufwärtshaken - und wir waren am Boden"

"Sie sind gekommen, haben uns einen Aufwärtshaken verpasst - und wir sind irgendwie kollektiv zu Boden gegangen", fasste Orlandos Star-Center Dwight Howard das Geschehen zusammen.

Wade war mit 26 Punkten bester Werfer, während die Werte von James (15) und Bosh (11) weniger spektakulär waren.

Darauf kam es jedoch nicht an, denn es war vor allem die Defensivarbeit Miamis, die den Magic eine Pleite bescherte, wie sie sie lange nicht mehr erlebt hatten.

Howard muss vom Platz

Orlando schaffte so wenige Punkte wie seit 2005 nicht mehr, die Wurfquote von 30,4 Prozent war gar die mieseste seit 2003.

Entsprechend zufrieden war Miamis Trainer Erik Spoelstra nach dem zweiten Sieg im dritten Spiel mit seinen Mannen: "Sie haben mir gezeigt, was sie defensiv drauf haben. An diesem Standard werde ich sie nun messen."

Howard war mit 19 Punkten noch Orlandos bester Werfer, in der zweiten Hälfte traf er jedoch gar nicht mehr und musste schließlich im letzten Viertel nach sechs Fouls vom Feld.

"Keine Genugtuung"

Der siegreiche Superstar-Trupp verkniff es sich nach dem Spiel, den Magic die Antwort auf ihren Spott unter die Nase zu reiben.

"Wir haben gehört, was Orlando in der Offseason zu uns gesagt hat und das war nicht direkt zufriedenstellend", meinte James zum Thema:

"Aber ich spüre keine Genugtuung. Die Saison ist noch lang. Man kann viel reden, aber jetzt ist es Zeit, den Ball zu werfen."

1100. Sieg für Lakers-Coach Jackson

Ein Erfolgserlebnis gab es auch für den amtierenden Meister aus Los Angeles: Die Lakers gewannen mit 114:106 bei den Phoenix Suns.

Es war der 1100. Sieg in der Karriere von Coach Phil Jackson, eine Marke, die vor ihm nur Don Nelson, Lenny Wilkens und Pat Riley erreicht hatten.

Kobe Bryant und Pau Gasol steuerten 25 beziehungsweise 21 Punkte zu dem Jubiläumserfolg bei, auch Lamar Odom überzeugte mit 18 Zählern und 17 Rebounds.

Sensations-Auftritt von Bostons Rondo

Einen noch besseren Tag hatte Rajon Rondo von Vize-Meister Boston: Der Spielmacher der Celtics kam beim 105:101 auf sensationelle 24 Assists.

Zehn Punkte und zehn Rebounds komplettierten ein Triple Double für den 24-Jährigen.

Die 24 Assists waren ein Karriere-Bestwert für Rondo und die größte Anzahl an Vorlagen, die ein Celtics-Spieler seit 1959 in einem Spiel hingelegt hat: Damals hatte der legendäre Bob Cousy 28 Körbe vorgelegt.

"Das bedeutet mir viel", meinte Rondo und fügte verschmitzt hinzu: "Aber ich versuche, ihn auch noch zu kriegen."

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