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Lebron James wurde 2007 als jüngster Spieler ins All-NBA-Team berufen © getty

Die Heat sind für die Nets mindestens eine Nummer zu groß. Der Titelverteidiger triumphiert und Utah feiert den ersten Sieg.

Von Eric Böhm

München - Die Roadshow des Superstar-Trios der Miami Heat hat in New Jersey gastiert - und die Nets leicht und locker wie einen Pausensnack vertilgt.

In dem bereits dritten Auswärtsspiel der Saison bezwang Miami die Nets mit 101:78 und scheint immer mehr ins Rollen zu kommen. 304501(DIASHOW: NBA-Woche eins)

Diesmal ragte bei "Miami Thrice" wieder LeBron James heraus, nachdem beim Sieg gegen Orlando noch Dwyane Wade alles überstrahlt hatte. (DATENCENTER: Der NBA-Spielplan)

James flirtete dabei mit einem Triple-Double und erzielte insgesamt 20 Punkte, sieben Rebounds und sieben Assists.

"Big Three" dominieren

Das Team von Coach Erik Spoelstra dominierte die überforderten Gastgeber derartig, dass die Superstar-Troika das gesamte letzte Viertel von der Bank verfolgen konnte.

Die "Big Three" kamen allein in der ersten Hälfte auf 41 Punkte, einen weniger als das gesamte Nets-Team.

Chris Bosh kam endlich auch mehr aus sich heraus und zeigte seine beste Leistung im Trikot der Heat. "Ich war in der ersten Spielen nicht aggressiv genug und ich denke, dass ich mich heute gesteigert habe", sagte Bosh.

Kein Hangover

Die Angst von Spoelstra, dass es nach dem rauschhaften Sieg gegen Orlando einen Kater geben könnte, zerstreute sein Team bereits im ersten Viertel. Die Heat trafen nicht nur zehn ihrer ersten 14 Würfe, sondern führten auch gleich 29:18.

Besonders schmerzhaft dürfte für die Nets gewesen sein, dass sie ja das erste Team waren, das mit Lebron James verhandelte. Nun durften sie aus nächster Nähe beobachten, was ihnen entgangen ist.

"Auf dem Weg zum Spiel habe ich sogar zu Chris gesagt, wir hätten auch hier enden können, aber jetzt sind wir die Heat", sagte James nach dem Spiel.

Miami empfängt nun die Minnesota Timberwolves und will dann den vierten Sieg in Folge feiern.

Heat eine Nummer zu groß

Die Nets hakten das Spiel relativ schnell ab. Coach Avery Johnson, bekannt für sein aufbrausendes Temperament, zeigte sich relativ gelassen.

"Ich habe dem Team schon vor der Saison gesagt, dass einige Spiele kommen würden, in denen wir nicht wirklich gut sein würden. Heute war so ein Spiel", gab Johnson zu Protokoll.

Center Brook Lopez zeigte mit 20 Punkten eine ansprechende Leistung. Gegen die Charlotte Bobcats wird es sicher wieder etwas leichter für die Nets.

Lakers ohne Probleme

Die Lakers bleiben dagegen weiter in der Erfolgsspur. Gegen die Golden State Warriors gelang dem Team um Superstar Kobe Bryant ein deutlicher 107:83-Erfolg.

Das dynamische Duo Bryant und Pau Gasol zeigte beim Titelverteidiger dabei einmal mehr, was in ihm steckt.

Gasol dominierte die Bretter und erzielte 26 Zähler sowie 12 Rebounds. "Wir sind momenten ziemlich zufrieden, aber wir dürfen jetzt nicht nachlassen", sagte Gasol.

Wie Gasol schaffte auch Lamar Odom mit 16 Zählern und 14 Rebounds ein Double-Double, Bryant kam auf 20 Punkte.

Warriors ohne Chance

Golden State ist dagegen wieder auf dem Boden der Tatsachen gelandet. Nach dem ersten 2:0-Start seit 16 Jahren hatte das Team ohne seinen Star Stephen Curry nicht die Spur einer Chance.

Entsprechend lautete Coach Keith Smarts Fazit: "Wir haben unser Potenzial nicht augeschöpft, dann kannst du gegen die Lakers nichts ausrichten."

Jazz entzaubern Thunder

Nach zwei Niederlagen gewannen die Jazz in Oklahoma City gegen Kevin Durants Thunder mit 120:99.

Durant verbuchte zwar 28 Punkte, bekam aber nur wenig Unterstützung von seinen Teamkollegen.

Für Utah lieferte Spielmacher Deron Williams neben seinen 16 Zählern auch starke 16 Assists, einige verwertete der Topscorerer der Partie: Paul Millsap, der 30 Punkte und 16 Rebounds lieferte.

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