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Ray Allen kam 2007 aus Seattle zu den Boston Celtics © getty

Celtics-Coach Rivers prophezeit nach dem Sieg gegen Houston dem Gegner eine rosige Zukunft. Raja Bell schießt New Jersey ab.

Von Felix Götz

München - Die Houston Rockets mussten ihre erste Saisonniederlage hinnehmen, bekamen aber nach der Partie vom Coach der Boston Celtics trotzdem ein dickes Lob.

"Ich sage euch: Ihr werdet großartig", prophezeite Doc Rivers dem General Manager der Rockets, Daryl Morey.

Fakt ist: Die Rockets boten dem amtierenden NBA-Champion einen heißen Tanz, den die Celtics am Ende nur knapp mit 103:99 für sich entschieden.

Vor allem Dank eines überragenden Ray Allen, der 11 von 15 Versuchen aus dem Feld verwandelte und am Ende auf 29 Punkte kam.

Starke Verteidigung

"Wir haben das letzte Spiel verloren und haben jetzt die Dinge getan, die uns erfolgreich machen", war der 33-Jährige erleichtert, dass es seinem Team gelang, die 79:95-Schmach vom Wochenende gegen die Indiana Pacers vergessen zu machen.

Boston verteidigte wieder so stark, wie sie es in der vergangenen Spielzeit getan hatten, was letztlich den Ausschlag für den Sieg gab.

Zittern mussten die Celtics im Toyota Center trotzdem bis wenige Sekunden vor Schluss.

McGrady überragend

Beim Stande von 101:97 setzte der auf Seiten der Rockets überragende Tracy McGrady (26 Punkte) zum Dreier an und wurde von Tony Allen gefoult.

Von den drei fälligen Freiwürfen verwandelte der 29-Jährige allerdings nur zwei zum 101:99. Auf der anderen Seite ging kurze Zeit später Eddie House an die Freiwurflinie.

Der Celtics-Guard behielt die Nerven, versenkte sicher von der Linie und sorgte somit 9,6 Sekunden vor dem Ende für die Entscheidung.

Yao Ming von der Rolle

Hätte Ron Artest (15 Punkte) keine so katastrophale Wurfquote (nur 3 von 16) gehabt und hätte sich gleichzeitig Yao Ming nicht völlig von der Rolle präsentiert, dann wäre für Houston durchaus ein Sieg möglich gewesen.

Beide waren danach dementsprechend bedient. "Wir haben nicht gut gespielt", sagte Artest und Ming (8 Punkte) ergänzte: "Das war wahrscheinlich eines meiner schlechtesten Spiele aller Zeiten."

Dafür erwischte Luis Scola mit 21 Punkten einen richtig guten Tag. Bei Boston überzeugte neben Allen auch Kevin Garnett mit 14 Punkten und elf Rebounds.

New Jersey ? Phoenix Suns

Die Suns erteilten bei ihrem nie gefährdeten 114:86-Sieg den Nets in deren Halle eine Lehrstunde.

"Es gibt Tage, da funktioniert einfach alles. Das war heute so einer", sagte Raja Bell, der für Phoenix mit 22 Punkten zum Topscorer wurde.

In der Tat: Bell traf von außen (6 von 6 Dreiern), Shaquille O'Neal räumte unter den Körben auf (18 Punkte, 6 Rebounds) und Steve Nash füllte seine Rolle als Spielmacher gewohnt souverän mit 12 Punkten und 11 Assists aus.

Unglaubliche Trefferquote

"Wenn beim Gegner Shaq und Amare Stoudemire unterm Korb sind, Nash und viele gute Schützen auf dem Feld stehen, dann musst du einfach besser verteidigen", räumte Nets-Forward Jarvis Hayes die Chancenlosigkeit seines Teams ein.

Die Suns trafen insgesamt 43 von 68 Würfen aus dem Feld und versenkten von jenseits der Dreierlinie unglaubliche 12 von 18 Versuchen.

Lediglich Vince Carter mit 19 Punkten und Yi Jianlian mit 15 Zählern und 8 Rebounds stemmten sich bei New Jersey gegen die Pleite.

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