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Dirk Nowitzki traf 13 seiner 24 Würfe aus dem Feld und holte 7 Rebounds © getty

Die Dallas Mavericks zeigen sich von der Pleite gegen Cleveland gut erholt und gewinnen das texanische Derby in San Antonio.

Von Rainer Nachtwey

München/San Antonio - Einen Tag nach der schlechtesten Vorstellung der Saison haben sich Dirk Nowitzki und die Dallas Mavericks eindrucksvoll zurückgemeldet.

Der deutsche Nationalspieler führte sein Team im texanischen Derby bei den San Antonio Spurs mit 30 Punkten zu einem ungefährdeten 98:81.

Für die Mavericks war es der zweite Saisonsieg im vierten Spiel.

Erneuter Einbruch

Die Mavs zeigten sich insbesondere in der Verteidigung und bei den Rebounds enorm verbessert, auch wenn eine kurze Schwächephase zu Beginn des letzten Viertels Coach Rick Carlisle Anlass zur Sorge gab.

Die Spurs verkürzten innerhalb der ersten 4:32 Minuten des Schlussabschnitts von 58:76 auf 73:80 und es schien sich der Trend der letzten Mavericks-Spiele fortzusetzen, als die Mavs gegen Cleveland und Houston jeweils zu Beginn der letzten zwölf Minuten das Spiel aus der Hand gaben.

Nowitzki ist da, als es drauf ankommt

Aber angeführt von Nowitzki schlugen die Gäste innerhalb der folgenden 4:16 Minuten zurück. Dallas vergrößerte den Abstand wieder auf 93:76 und die Partie war entschieden. Besonders in dieser Zeitspanne tat sich Nowitzki hervor, als er 9 seiner insgesamt 30 Punkte erzielte.

"Gegen die Cavaliers haben wir nicht hart genug dagegen gehalten und wurden in unserem Zuhause gedemütigt. Deshalb haben wir vor dem Spiel eine Mannschaftssitzung abgehalten", sagte der 30 Jahre alte Power Forward. "Wir mussten wieder sowohl im Angriff als auch in der Abwehr hart dagegenhalten. Ich denke, das haben wir geschafft."

Quartett überzeugt

Neben Nowitzki überzeugten auch Jason Terry, Jason Kidd und Josh Howard. Terry, der erstmals in dieser Saison in der Starting-Five stand, erzielte 29 Punkte und steuerte zudem sechs Assists bei.

"Jet hat eine klasse Partie gespielt", sagte Nowitzki. "Wir brauchen seine Würfe und seine Punkte. Egal, ob er startet oder von der Bank kommt."

Kidd verpasste mit 9 Zählern, 10 Rebounds und 8 Assists nur knapp ein Triple-Double, während Howard mit 14 Punkten und 12 Rebounds ein Double-Double verbuchte.

Phänomenale Trefferquote

Aufgrund der Steigerung bei der Arbeit unter dem Brett und der Trefferquote gelang es den Mavericks, den Spurs den Schneid abzukaufen.

Die Reboundwertung gewannen sie mit 45:34 ebenso wie die der Trefferquote. Mit 53,1 Prozent war die Ausbeute aus dem Feld außergewöhnlich gut.

"Sie haben sehr gut geworfen und abgeschlossen", ernteten die Mavericks Lob von Spurs-Coach Gregg Popovich. "Bei uns war genau das Gegenteil der Fall."

Schlechtester Saisonstart der Spurs

Die Mavericks wirkten trotz der Partie am Vortag von Beginn an aggressiver, konzentrierter und willensstärker als die Gastgeber, die zuletzt drei Tage Pause hatten.

Dallas nutzte dies aus, erspielte sich in den ersten zwölf Minuten einen 23:16-Vorsprung und baute ihn bis zur Pause auf 54:36 aus.

"Sie haben uns zu Beginn überrannt", gestand Popovich ein, der mit den Spurs den schlechtesten Saisonstart seit 1973 hinlegte.

Während sich die Mavericks mit einer 2:2-Bilanz auf Rang drei der Southwest Division wiederfinden, liegt San Antonio ohne Sieg am Tabellenende.

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