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Small Forward Luol Deng spielt seit 2004 für die Chicago Bulls © getty

Die Bulls beenden dank einer Karriere-Bestleistung ihres Forwards die Siegesserie von Portland. Die Clipper bleiben sieglos.

Von Hardy Heuer

München - Luol Deng war der Matchwinner des Abends (DATENCENTER: Der NBA-Spielplan).

Beim 110:98 (56:47)-Erfolg im heimischen United Center über die bisher ungeschlagenen Portland Trail Blazers gelangen dem Small Forward der Chicago Bulls 40 Punkte ? Karriere-Bestleistung.

Dengs bisheriger Rekord lag bei 38 Punkten ? ebenfalls gegen die Trail Blazers. "Ich denke, dass ist Zufall", erklärte er nach der Partie 304501(DIASHOW: NBA-Woche eins).

Vor dem Spiel gab es eine Schweigeminute für den an Krebs verstorbenen ehemaligen Spieler und Assistenztrainer der Trail Blazers, Maurice Lucas.

Unterstützung von Rose

Deng legte furios los und verbuchte bereits im ersten Viertel 16 Punkte. Unterstützt wurde er dabei von Spielmacher Derrick Rose, dem mit 16 Punkten und 13 Assists ein Double-Double gelang.

"Mein Ziel war es herauszufinden, wie ich das ganze Spiel kontrollieren kann", sagte Rose. Und er fand einen Weg: "Sie setzten zwei Spieler auf mich an, deshalb musste ich den Ball abspielen."

Schwach von außen

Nach einem 12:0-Lauf im ersten Viertel (32:21) lagen die Trail Blazers am Ende mit elf Punkten zurück. Besonders von außen hatte Portland diesmal kein Glück.

Das bisherige Spitzenteam bei Drei-Punkte-Würfen konnte keinen seiner 14 Versuche von der Dreierlinie versenken. "Wir müssen mit mehr Energie spielen", meinte Portlands Coach Nate McMillan.

Korver bringt Entscheidung

Bei den Bulls sah es da schon besser aus. Deng allein versenkte drei von fünf Versuchen von der Dreierlinie. Portland musste ständig einem Rückstand hinterherlaufen, 3:51 Minuten vor Spielende keimte aber noch mal Hoffnung auf.

Nach zwei aufeinanderfolgenden Punkten von den Ersatzspielern Dante Cunningham und Armon Johnson verkürzte Portland auf auf neun Zähler.

Doch Chicagos Kyle Korver machte mit einem Dreier zum 105:92 alle Hoffnung zunichte.

"Es sollte heute einfach nicht sein", erklärte Portlands Center Marcus Camby und war enttäuscht über die erste Saisonpleite: "Es wäre schön gewesen, ungeschlagen zu bleiben."

Camby lobt Deng

Ein Lob für Matchwinner Deng hatte er auch parat. "Er ist womöglich der X-Faktor in deren Team, um sie dorthin zu bringen, wo sie hinwollen", meinte Camby.

Neben Deng und Rose überzeugte bei Chicago Center Joakim Noah, der mit zehn Punkten und zehn Rebounds ein Double-Double verbuchen konnte. Auf Seiten der Trail Blazers waren LaMarcus Aldridge (33 Punkte, neun Rebounds) und Brandon Roy (17 Punkte) die besten Akteure.

Kings wieder zurück

Die Sacramento Kings konnten derweil erstmals seit der Spielzeit 2003/2004 drei von den ersten vier Spielen für sich entscheiden.

Beim 111:108 (51:62)-Heimsieg gegen die Toronto Raptors lagen die Kings nach dem ersten Viertel bereits nach dem ersten Viertel (16:33) aussichtslos zurück.

Dank einer starken zweiten Hälfte drehten die Kings das Spiel. In Tyreke Evans (23 Punkte), Beno Udrih (17 Punkte) und DeMarcus Cousins (16 Punkte) hatten die Kings ihre besten Werfer.

Bei den Raptors überzeugte Andrea Bargnani (28 Punkte) und Linas Kleiza (18 Punkte).

Clippers weiter ohne Sieg

Bei den Los Angeles Clippers mit Chris Kaman ist der Saisonstart bereits verkorkst. Gegen die San Antonio Spurs verloren die Clippers vor eigenem Publikum mit 88:97 und bleiben nach vier Partien weiterhin ohne Sieg.

Für die Spurs punkteten gleich fünf Spieler zweistellig. Point Guard Tony Parker verpasste mit 19 Punkten und 9 Assists nur knapp ein Double-Double.

Bei den Clippers überzeugte Eric Gordon mit 23 Punkten und elf Assists. "Ich war von Eric Gordons Aggressivität beeindruckt", lobte Clippers-Coach Vinny Del Negro seinen Shooting Guard, trotz der erneuten Pleite.

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