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LeBron James (r.) wechselte vor der Saison per Sign-and-Trade von Cleveland nach Miami © getty

Miamis Ass übertrumpft beim Heimsieg gegen Minnesota einen Odom-Bestmarke von 2004. Bei den Wolves verletzt sich ein Star.

Von Hardy Heuer

München ? LeBron James, zweitbester Scorer der letzten Saison, kann auch anders.

Der neue Superstar der Miami Heat zeigte beim 129:97 (69:53)-Heimerfolg über die Minnesota Timberwolves, dass er nicht nur punkten, sondern auch vorbereiten kann (DATENCENTER: Der NBA-Spielplan).

Mit zwölf Assists wurden dessen Spielmacherqualitäten offensichtlich. Laut "ESPN"-Statistik die meisten Assists eines Heat-Forwards aller Zeiten 307105(DIASHOW: NBA-Woche zwei).

Damit überholte er Lamar Odom, der mit elf Assists diese Statistik seit März 2004 anführte. Zusätzlich steurte James noch 20 Punkte bei ? in der Summe ein Double-Double. "Ich nutze das aus, was mir die Verteidigung anbietet", erklärte er.

Wade Topscorer

Für das Punkten war an diesem Abend ein anderer Star zuständig. Dwyane Wade steuerte 26 Punkte bei.

Der Shooting Guard traf zwölf seiner 17 Versuche und erzielte erstmals mehr als 25 Punkte in weniger als 25 Minuten Spielzeit.

Bank hilft mit

Es war eine geschlossene Mannschaftsleistung der Heat. Neben James und Wade punkteten auch Chris Bosh (13 Punkte, sechs Rebounds), Eddie House, James Jones, und Udonis Haslem zweistellig.

Haslem steuerte mit elf Punkten und zehn Rebounds sogar ein Double-Double bei.

Miami dominierte die Partie nach Belieben und verwandelte 58 Prozent seiner Würfe. Es war der punktreichste Sieg ohne Verlängerung nach dem 135:129-Erfolg gegen die Phoenix Suns am 4. März 2009.

Beasley verletzt sich

Als wäre die deutliche Niederlage nicht hart genug, mussten die Timberwolves auch noch den Ausfall von Michael Beasley hinnehmen.

Der ehemalige Heat-Akteur verletzte sich bei seiner Rückkehr nach Miami kurz vor der Halbzeit an der Hüfte, nachdem er bei einem Korbversuch unglücklich hingefallen ist.

"Es ist bedauerlich", meinte Timberwolves-Coach Kurt Rambis: "Im Moment können wir uns nicht den Luxus leisten, auf einen Spieler wie ihn, einen Starter, zu verzichten."

Ob Beasley im nächsten Spiel gegen die Orlando Magic auflaufen kann, ließ der Trainer offen.

Lob für James

Dabei sah es für die Timberwolves anfangs gar nicht so schlecht aus. Fünf Minuten vor der Halbzeit lagen sie gerade mal mit sechs Punkten zurück, jedoch folgte in den darauffolgenden 16 Minuten ein 44:22-Lauf der Heat, von dem sich Minnesota nicht mehr erholte.

James, der mit einer "leichten Blessur" am Fuß in die Partie ging, erzielte erst nach drei Minuten im dritten Viertel seinen zweiten Korb. Da führte Miami jedoch bereits klar mit 79:58.

"Was ich heute von LeBron gesehen habe, war ein hohes IQ-Spiel", betonte Heat-Coach Erik Spoelstra: "Er lenkte und analysierte das Spiel mit seinem Verstand. Er hat zwei Spieler an sich gebunden und war in der Lage das Spiel zu machen."

Power von der Dreierlinie

James verteilte seine zwölf Assists auf acht verschiedene Mitspieler. House überzeugte von der Dreierlinie, indem er alle seine vier Versuche traf und am Ende auf 15 Punkte kam.

Jones erzielte sogar einen Dreier mehr und verbuchte 17 Punkte.

Bei den Timberwolves hielt punktemäßig einzig Power Forward Kevin Love mit 20 Zählern mit. Rookie Nikola Pekovic kam auf zwölf Punkte und acht Rebounds.

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