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Der Madison Square Garden in New York gilt als die berühmteste Arena der Welt © getty

Das Duell der New York Knicks gegen "Superman" fällt aus Sicherheitsgründen flach. Lakers' Gasol gewinnt das Bruder-Duell.

Von Hardy Heuer

München - Asbest-Alarm im altehrwürdigen Madison Square Garden.

Die Partie zwischen den New York Knicks und den Orlando Magic musste aus Sicherheitsgründen kurzfristig abgesagt werden (DATENCENTER: Der NBA-Spielplan).

Während der nächtlichen Säuberungsaktion von asbesthaltigem Material fielen Ablagerungen in die Arena.

Ein Sprecher der New Yorker Umweltschutzbehörde teilte mit, zwei Luftüberwachungssysteme hätten potenziell gefährliche Fasern entdeckt. Wie lange der Madison Square Garden geschlossen bleibt, ist noch unklar.

Izod Center als Alternative

"Die Sicherheit unserer Zuschauer und Mitarbeiter haben erste Priorität. Solange diese Sicherheit nicht gewährleistet ist, werden wir den Garden nicht öffnen", erklärte der Sprecher.

Einen Nachholtermin für die Partie gibt es noch nicht. Sollte der Garden für längere Zeit gesperrt bleiben, müssten sich die Knicks vorerst eine andere Halle suchen.

Das Izod Center, ehemalige Spielstätte der New Jersey Nets, wäre eine solche Alternative.

Pau Gasol gewinnt Bruderduell

Basketball wurde an diesem Abend woanders gespielt. Im Staples Center in Los Angeles setzten sich die Lakers souverän mit 124:105 (73:46) gegen die Memphis Grizzlies durch und sind damit weiter ungeschlagen.

Superstar Kobe Bryant erzielte 23 Punkte. Bester Lakers-Akteur war einmal mehr Pau Gasol, der mit 21 Punkten und 13 Rebounds ein Double-Double gegen sein ehemaliges Team verbuchte.

Bereits in der letzten Woche wurde er zum "Spieler der Woche" ausgezeichnet. Bruder Marc Gasol verlor das Duell der beiden Spanier deutlich und kam lediglich auf elf Punkte und acht Rebounds.

"Ich bin sehr stolz darauf, was Pau hier hingelegt hat", lobte Marc dennoch seinen Bruder. Neben den beiden Lakers-Stars beeindruckte Reservist Matt Barnes, der von der Bank kommend 16 Punkte und 14 Rebounds erzielte. Bei den Grizzlies ragte Rudy Gay mit 30 Punkten heraus.

Celtics ohne O'Neal

Die Boston Celtics wurden indes auch ohne Center Shaquille O'Neal ihrer Favoritenrolle gerecht und siegten bei den Detroit Pistons mit 109:86 (56:44).

O'Neal musste aufgrund einer Knieverletzung pausieren. Mit 22 Punkten und sechs Rebounds war Kevin Garnett bester Akteur bei den Celtics. Nur einen Punkt und einen Rebound weniger erzielte Paul Pierce.

Assists ohne Ende

Rajon Rondo beschränkte sich an diesem Abend auf seine Spielmacherqualitäten und steuerte überragende 17 Assists bei. "Er ist unglaublich. Er hat perfekt gespielt. Er hatte 17 Assists und keinen Ballverlust. Man kann nicht besser spielen", lobte Pierce seinen Point Guard.

Insgesamt kam das Team von Coach Doc Rivers auf 33 Assists. "Es gibt keinen Trainer in Amerika, der sich nicht über 33 Assists und acht Turnover freuen würde", erklärte Rivers.

Bei den Pistons, die auch nach vier Spielen ohne Sieg sind, überzeugte Reservist Charlie Villanueva mit 17 Punkten und sieben Rebounds 307105(DIASHOW: NBA-Woche zwei).

Portland meldet sich zurück

Die Portland Trail Blazers sind nach der Niederlage bei den Chicago Bulls wieder in die Erfolgsspur zurückgekehrt.

Bei den Milwaukee Bucks gab es mit einem 90:76 (47:45)-Erfolg den vierten Sieg im fünften Spiel.

Dabei machte Ersatzspieler Wesley Matthews mit 18 Punkten auf sich aufmerksam. 16 davon erzielte er bereits in der ersten Hälfte.

"Wesley kam rein und brachte einige Energie mit", lobte Coach Nate McMillan seinen Schützling. Die Bucks suchen derweil weiter nach ihrer Form aus der Vorsaison, als sie in die Playoffs einzogen. Aus vier Spielen gelang bisher nur ein Sieg. Center Andrew Bogut konnte mit zwölf Punkten und neun Rebounds noch am ehesten überzeugen.

Hawks weiter mit weißer Weste

Die Atlanta Hawks sind da schon ein ganz anderes Kaliber. Bei den Cleveland Cavaliers gab es einen 100:88 (59:47)-Sieg.

Damit sind die Hawks das einzig ungeschlagene Team im Osten - besser als die Miami Heat und die Boston Celtics.

Dank des Double-Doubles von Center Al Horford (16 Punkte, zwölf Rebounds) und Topscorer Marvin Williams (22 Punkte) hatten die Hawks in fremder Halle keine Probleme. Shooting Guard Joe Johnson verpasste mit 15 Punkten und neun Assists nur knapp ein Double-Double.

Die Nachwehen des Verlustes ihres Superstars LeBron James werden bei den Cavs immer deutlicher. Es ist bereits die dritte Niederlage in Folge.

Wizards siegen in Overtime

Auch bei den Philadelphia 76ers läuft es weiterhin nicht rund. In einer dramatischen Partie unterlagen sie bei den Washington Wizards nach Verlängerung mit 115:116 (106:106, 48:50) und bleiben seit der Saison 2001/2002 nach vier Spielen ohne Sieg.

Überragender Akteur den Wizards war Rookie und Nummer-eins-Pick John Wall. Der Point Guard erzielte in der Overtime vier Punkte und verbuchte einen Steal- der entscheidende der Partie.

Turner patzt

Wie es der Zufall wollte, war Nummer-zwei-Pick Evan Turner (neun Punkte, sechs Rebounds), der in dieser Partie keine große Rolle spielte und nur von der Bank kam, das Opfer. Die darauffolgenden Freiwürfe entschieden die Partie.

Wall verpasste mit 29 Punkten, 13 Assists und neun Steals nur knapp ein Triple-Double. Bei den 76ers stach Elton Brand mit 21 Punkten und neun Rebounds heraus.

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