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Paul Pierce wurde beim Titelgewinn 2008 zum Finals MVP gewählt © getty

"The Truth" durchbricht als dritter Celtic die Schallmauer, besiegt die Bucks aber mit einer Defensivaktion.

Von Hardy Heuer

München - Paul Pierce war der große Gewinner an diesem Abend (DATENCENTER: Der NBA-Spielplan).

Nicht nur, weil seine Boston Celtics mit 105:102 (47:47, 91:91) gegen die Milwaukee Bucks nach Verlängerung gewonnen haben.

Der Small Forward stieg zudem in die Gilde der 36 Spieler ein, die 20.000 Punkte in ihrer Karriere nachweisen können 307105(DIASHOW: NBA-Woche zwei).

"Das war ein emotionaler Moment für mich. Es war schwer für mich, das Ganze zu begreifen", erklärte Pierce, der 28 Punkte und vier Rebounds verbuchte:

Im Klub mit Havlicek und Bird

"Vor fünf Jahren hätte ich mir niemals vorstellen können, dass ich im Celtics-Trikot 20.000 Punkte erzielen würde."

Diese Marke erzielten vor ihm nur die beiden Hall of Famer John Havlicek and Larry Bird für die Celtics.

Wichtiger Ballgewinn

Zudem glückte "The Truth" 27 Sekunden vor Schluss der wichtige Steal in der Overtime, welcher die Niederlage der Bucks besiegelte.

"Bereits bevor ich hierher gewechselt bin, dachte ich, dass er schon lange einer der besten Spieler der Liga ist", stellte Power Forward Jermaine O'Neal klar.

Milwaukees Coach Scott Skiles trauerte der verpassten Chance hinterher. "Wir haben gekämpft, die Verlängerung erreicht und unsere Möglichkeiten gehabt", sagte er. "Wir waren aber einfach nicht in der Lage, den Sieg zu holen."

Delfino patzt

80 Sekunden vor Ende der regulären Spielzeit lagen die Bucks noch mit sechs Punkten zurück. Carlos Delfino egalisierte 10,5 Sekunden vor Schluss die Partie.

Jener Delfino (15 Punkte, sieben Rebounds) war in der Overtime jedoch der Pechvogel, als er den Ball an Pierce verlor, dieser das Foul zog und die beiden Freiwürfe zum 101:97 verwandelte - die Vorentscheidung.

Pierce zeigte sich an diesem Abend eiskalt und traf alle seine elf Freiwürfe. 13 Sekunden vor dem Ende machte er mit zwei Freiwürfen die 20.000er-Marke fix.

Lob von Garnett

"Ich wusste, dass ich heute Abend 23 Punkte brauche, um dieses Ziel zu erreichen", betonte Pierce.

"Es gibt nur sehr wenige Spieler, die in diese Marke erreicht haben", lobte ihn Teamkollege Kevin Garnett, der auf 13 Zähler und acht Rebounds kam und selbst bei 22.345 NBA-Punkten steht.

Bei Boston, bei denen Shaquille O'Neal erneut wegen einer Knieverletzung passen musste, ragte neben Pierce Rajon Rondo heraus, der mit 17 Punkten und 15 Assists ein Double-Double erzielte.

Ray Allen erzielte 23 Punkte und schnappte sich sechs Rebounds. Bester Akteur bei den Bucks war Andrew Bogut, dem 21 Punkte und 13 Rebounds glückten.

Triple-Double von Bryant

Die Los Angeles Lakers lassen sich weiterhin von niemandem aufhalten. Besonders Kobe Bryant war beim 112:110 (62:53)-Auswärtssieg bei den Sacramento Kings nicht zu stoppen und führte die Lakers zum fünften Sieg im fünften Spiel.

Der Shooting Guard erzielte 30 Punkte, zwölf Assists und zehn Rebounds, in der Summe ein Triple-Double.

"Zu sehen, wie gut er gespielt hat und dass er in meiner Mannschaft spielt, ist gut für mich", lobte Derek Fisher seinen Teamkollegen: "Aber es ist für jeden anderen nicht gut, wenn er so aufdreht."

Bryant wieder "bei 100 Prozent"

Vor Bryant erzielten in dieser Saison nur Brandon Jennings von den Milwaukee Bucks und Bostons Rondo ein Triple-Double.

Bryant ist nach überstandenen Knieproblemen wieder "bei 100 Prozent". Unterstützung erhielt die "Black Mamba" einmal mehr von Center Pau Gasol, der sich mit 22 Punkten und elf Rebounds ein Double-Double sicherte.

Bei den Kings überzeugte am noch am ehesten Point Guard Beno Udrih mit 17 Punkten und acht Assists.

Hawks bleiben ungeschalgen

Die Atlanta Hawks sind das Maß aller Dinge im Osten. Auch im fünften Spiel fuhren die Mannen von Coach Larry Drew einen Sieg ein und bleiben damit ungeschlagen. Gegen die Detroit Pistons siegten die Hawks mit 94:85 (44:48).

Power Forward Josh Smith war mit 22 Punkten und elf Rebounds bester Akteur bei Atlanta. Joe Johnson kam auf 14 Punkte und acht Assists. Die Pistons warten damit weiter auf ihren ersten Sieg in dieser Spielzeit.

Startrekord für die Hornets

Bei den Houston Rockets läuft es ebenfalls nicht. Gegen die New Orleans Hornets kassierten die Rockets eine 99:107 (49:43)-Heimpleite.

Die Hornets, die bisher all ihre vier Spiele gewinnen konnten, stellten damit einen klubinternen Startrekord auf. Spielmacher Chris Paul war mit 28 Punkten, acht Assists und sieben Rebounds bester Spieler bei den Hornets.

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