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Russell Westbrook (r.) wurde 2008 von den Thunder an vierter Stelle gedraftet © getty

Durant und Westbrook kommen beim knappen Auswärtssieg in Portland auf das identische Double-Double. Die Bulls-Fans sind sauer.

Von Hardy Heuer

München - Es war eine enge Partie mit dem besseren Ende für die Thunder (DATENCENTER: Der NBA-Spielplan).

Dank WM-MVP Kevin Durant und Russell Westbrook hat Oklahoma City bei den Portland Trail Blazers einen 107:106 (51:58, 100:100)-Auswärtssieg nach Verlängerung eingefahren.

Die beiden Stars verbuchten mit jeweils 28 Punkten und elf Rebounds je ein Double-Double und führten ihr Team zum knappen Erfolg.

"Das war ein großer Sieg für uns. Wir sind hervorragend aufgetreten", meinte Thunder-Coach Scott Brooks 307105(DIASHOW: NBA-Woche zwei).

Roy verpasst Entscheidung

Für die Trail Blazers, bei denen Andre Miller mit 16 Zählern und elf Assists bester Akteur war, setzte es erst die zweite Niederlage im sechsten Spiel.

Portlands Trainer Nate McMillan konnte nur auf zehn gesunde Spieler zurückgreifen. Dennoch hielten die Trail Blazers gut mit.

Schließlich war es Brandon Roy (19 Punkte, fünf Rebounds, fünf Assists), der die Entscheidung in der regulären Spielzeit verpasste.

Nachdem Thunders Power Forward Serge Ibaka zehn Sekunden vor Spielende die Partie egalisierte, verfehlte Roy einen Sprungwurf. Die Teams mussten in die Overtime.

Johnsons Dreier zu wenig

Dort brachte James Harden mit einem Layup und einem Freiwurf die Thunder mit 103:100 in Führung. Diese sollten sie nicht mehr abgeben.

Nach einem verpassten Sprungwurf von Durant eroberten die Thunder durch einen Offensiv-Rebound von Jeff Green den Ball zurück.

Portlands Nicolas Batum musste Durant foulen, der bei den folgenden Freiwürfen keine Mühe hatte und auf 105:102 erhöhte.

Beim Stand von 107:103 versenkte Portlands Armon Johnson 0,1 Sekunden vor dem Ende einen Dreier, es reichte aber nicht mehr zum Ausgleich.

Chicago Bulls- New York Knicks 112:120 (52:70)

Bei den New York Knicks zeigt der Trend nach einer turbulenten Woche wieder nach oben. In Chicago besiegte das Team von Coach Mike D'Antoni die Bulls mit 120:112 (70:52).

Am Dienstag war die Partie der Knicks gegen die Orlando Magic wegen Asbest-Gefahr im eigenen Madison Square Garden abgesagt worden.

Die Mannschaft scheint dies jedoch nicht weiter berührt zu haben.

Besonders Reservist Toney Douglas spielte befreit auf. Von der Bank kommend erzielte der Guard 30 Punkte und war damit Topscorer der Partie.

Stark von außen

Vor allem von außen liefen die Knicks heiß. Sie trafen 16 von 24 Dreiern und hatten bei Spielende eine Quote von 66,7 Prozent. Forward Danilo Gallinari traf alle seine vier Versuche von außen.

Spielmacher Raymond Felton, der mit 20 Zählern und zehn Rebounds ein Double-Double erreichte, traf vier seiner sechs Dreier-Versuche. Douglas versenkte fünf von neun. "Jedes Mal, wenn ich werfe, habe ich das Vertrauen, dass der Ball reingeht", erklärte er.

Knicks eilen davon

Die Vorentscheidung fiel neuneinhalb Minuten vor dem Ende.

Nachdem Luol Deng (17 Punkte, vier Rebounds) die Bulls mit einem Dreier 28 Sekunden vor Ende des dritten Viertels auf zehn Punkte herangebracht hatte (83:93) und Kyle Korver (18 Punkte) ebenfalls mit einem Dreier in der Anfangsphase des vierten Viertels auf 87:95 verkürzte, folgte ein 10:0-Lauf der Knicks.

Noah und Rose draußen

Bulls-Coach Tom Thibodeau ließ im letzten Viertel Joakim Noah, der sich mit zwölf Punkten und 13 Rebounds ein Double-Double sicherte, komplett draußen.

Die letzten neuneinhalb Minuten verzichtete Thibodeau auch auf Spielmacher Derrick Rose.

Die Bulls-Fans waren davon überhaupt nicht angetan und skandierten lautstark: "Wir wollen Rose". Auch Noah wollten sie auf dem Parkett sehen, doch Thibodeau reagierte nicht. Er vertraute seinen Reservisten, die jedoch auch keinen Weg fanden, die Knicks zu stoppen.

Small Forward Deng verteidigte die Strategie seines Trainers: "Die Jungs, die reingekommen sind, haben einen besseren Job als wir gemacht."

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